Rund 200 Bäume gefällt

Kahlschlag an der B1 in Dortmund aufgeklärt? Teurer Fehler von Unternehmen

200 Bäume sind an der B1 in Dortmund gefällt worden. Das Rätsel um einen Schuldigen scheint nun gelöst worden zu sein.

Dortmund – Herrscht nun Klarheit um das Rätsel der gefällten Bäume an der B1 in Dortmund? Wie die Ruhr Nachrichten berichten, habe sich nun ein Protagonist des Streits um die 200 Bäume zu Wort gemeldet und Licht ins Dunkel gebracht.

StadtDortmund
StraßeB1
ThemaBaumfällungen

Rätsel um die gefällten Bäume an der B1 in Applerbeck gelöst: Strafe für Unternehmen

Die Diskussion um die rund 200 gefällten Bäume hat mit einem Schreiben der BUND Ortsgruppe Dortmund begonnen. Der Vorwurf: Straßen.NRW hat die Fällung von 200 Bäumen an der B1 in Auftrag gegeben. Der Grund: Angeblich haben diese Rotbuchen und Stieleichen eine Gefährdung für den Straßenverkehr dargestellt.

Die Bäume standen auf einer Fläche an der B1 in Dortmund. Genau genommen zwischen den Straßen Westfalendamm (B1), Schleefstraße und Buddenacker. Ganz in der Nähe befindet sich die Decathlon-Filiale im Stadtteil Aplerbeck.

Die Bäume standen direkt am Straßenrand – zu nahe, aus Sicht von Straßen.NRW. Der Landesbetrieb habe daraufhin den Eigentümer angeschrieben, der wiederum die Fällung der Bäume in die Wege geleitet haben soll.

Dortmund: Bäume entlang der B1 gefällt – Unternehmen gibt Fehler zu

Die Ruhr Nachrichten berichten, dass Straßen.NRW das Unternehmen Beese Immobilien, die zudem Besitzer des Areals sind, im Oktober 2020 aufgefordert habe, die Bäume zu entfernen (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Ein Sprecher des Immobilienunternehmens sagt gegenüber der Zeitung aus Dortmund, dass es infolgedessen zu einem Fehler gekommen sei. Man hätte eine Fällgenehmigung beim zuständigen Umweltamt beantragen müssen, das sei aber versäumt worden.

Die gefällten Bäume an der B1 in Dortmund.

Ein teurer Fehler: Das beauftragte Baumfäll-Unternehmen habe sich darauf verlassen, dass eine entsprechende Genehmigung vorläge. Jetzt müsse Beese Immobilien mit empfindlichen Strafen rechnen. Die Stadt habe angekündigt, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten. Mögliche Strafe: 50.000 Euro.

Zudem müsse die Fläche, welche bereits als ökologische Ausgleichsfläche eingeplant sei, woanders vom Unternehmen wieder ausgeglichen werden. Hier gehe man von einer siebenstellige Investitionssumme aus.

Die Stadt Dortmund setzt sich besonders für ältere Bäume ein. Manche von ihnen werden sogar durch OP-Maßnahmen gerettet.

Rubriklistenbild: © RUHR24 / Sabrina Wagner