Dortmunder City

Irres Auto-Poser-Chaos in Dortmund gestoppt - auch Corona-Regeln wurden missachtet

Auf dem Wall in Dortmund musste die Polizei erneut gegen Raser vorgehen.
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Auf dem Wall in Dortmund musste die Polizei erneut gegen Raser vorgehen.

Der Wall in Dortmund ist für illegale Autorennen bekannt. Doch nun muss sich die Polizei in dem Chaos auch noch um Corona-Schutzmaßnahmen kümmern.

Dortmund - Dass es am Wochenende in der Dortmunder Innenstadt mal etwas lauter sein kann, ist bekannt, da es schon häufiger zu Beschwerden von Anwohnern kam. In Zeiten des zweiten Corona-Lockdowns sollten Anwohner eigentlich ihre Ruhe haben, da kein Restaurant oder keine Kneipe derzeit aufhat. Doch wie die Polizei Dortmund am vergangenen Wochenende bei Kontrollen zu spüren bekommen hat, war es nicht so ruhig, wie gedacht.

StadtDortmund
Bevölkerung601.780 (Ende 2019)
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Raser-Chaos bei Kontrollen in der City ‒ Polizei muss eingreifen

Bei Kontrollen der Raserszene hat die Dortmunder Polizei erneut verschiedene Ordnungswidrigkeiten festgestellt. Einige Fahrzeuge wurden am Wochenende in Dortmund beschlagnahmt. Zudem wurde gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen.

In einer Pressemitteilung schreibt die Polizei Dortmund: „Die Dortmunder Innenstadt ist keine Rennstrecke. Dass dies einige Unbelehrbare immer noch nicht einsehen wollen, stellt leider keine Ausnahme dar.“ Dabei sind es nicht nur Dortmunder Raser, die in ihrer eigenen Stadt ordentlich aufs Gas drücken. Bei den Kontrollen am Wochenende am Wall, wo es häufig zu illegalen Rennen kommt, hat die Polizei Autos aus verschiedensten Städten und Kreisen in NRW angetroffen.

Polizei Dortmund: Viele Verstöße bei Kontrollen gegen Corona-Schutzverordnung

Grund für die Kontrollen sind Anrufe von Anwohnern aus der Dortmunder Innenstadt, die sich über zu laute Autos, quietschende Reifen und auch Gebrüll beschwert haben. Insgesamt sollen in der Nacht über 170 Autos von der Polizei kontrolliert worden sein. Neben Platzverweisen wurden auch Mahnungen gegen Verkehrsverstöße, wie beispielsweise die Missachtung einer roten Ampel, , ausgesprochen.

Zudem sollen einige Personen neben ihren Autos mitten auf der Fahrbahn getanzt haben. Am Freitagabend (6. November) fand die Polizei rund 50 Personen im Bereich der Brügmannstraße, die sich neben ihren Fahrzeugen aufhielten und die teilweise gegen die Corona-Maßnahmen verstoßen haben sollen (mehr News zum Coronavirus im NRW-Ticker auf RUHR24.de). Der Bereich der Brügmannstraße wurde gesperrt. Insgesamt wurden Freitagnacht 33 Ordnungswidrigkeiten geahndet.

Video: Deutlich höhere Strafen für Raser geplant

Polizei-Kontrollen in Dortmund: Stau-Chaos auf dem Ostwall

In der Nacht von Samstag (7. November) auf Sonntag (8. November) sah die Situation ähnlich wie am Vorabend aus. Gegen 23 Uhr kam es auf dem Ostwall zudem zu einem Stau, da dort zu viele Raser auf einmal fahren wollten. Nachdem die Beamten einen Teil des Ostwalls gesperrt haben, löste sich der Stau auf.

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