Verkehr in der City

Dortmund hat gewagten Fahrrad-Plan – Nachteil für Autofahrer droht

Nachteile für alle Autofahrer in Dortmund? Die Stadt plant einen radikalen Umbruch für den Fahrradverkehr in der City.

Dortmund – Gute Nachrichten für alle Radfahrer in Dortmund: Der Radverkehr soll in der Stadt Fahrt aufnehmen. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Auf neun Routen in alle Stadtbezirke soll Fahrradfahrern Vorrang eingeräumt werden. Sprich: Drahtesel-Fahrer bekommen sicherere Strecken und mehr Rechte auf Dortmunds Straßen.

StadtDortmund
BundeslandNRW
Einwohner587.010
BürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Dortmund: Radverkehr soll in der Stadt mehr Rechte bekommen

Das neue Radnetz soll nach Angaben der Stadt Dortmund sicherer, komfortabler und noch zusammenhängender gestaltet werden. Dabei sollen auch die Nachbarkommunen im Ruhrgebiet erschlossen werden.

Was bedeutet das neue Radverkehrskonzept der Stadt Dortmund konkret? Radfahrer sollen möglichst Vorrang bekommen – vor allem an Kreuzungen. Aber: Die neuen Trassen sollen meist durch Nebenstraßen und Tempo-30-Zonen führen, also möglichst weit entfernt von Hauptverkehrsstraßen.

Die Fahrradwege beginnen in den Stadtbezirkszentren oder an wichtigen Identifikationspunkten und enden am zentralen Verteilerring, dem Wallring, in der Innenstadt. Von dort sollen die Radfahrer auf regionale Radwege in die Nachbarkommunen verteilt werden. Drei Routen führen in Teilen über den geplanten Radschnellweg Ruhr 1 (RS1). Hier haben die Bauarbeiten bereits im April begonnen.

Dortmund: Fahrradfahren in der Stadt – Nachteile für Autofahrer?

Die neuen Routen, die als Fahrradstraßen geführt werden, sollen auch für alle Verkehrsteilnehmer sichtbar sein. Eine Idee: Roter Asphalt auf Dortmunds Straßen soll den sicheren Radweg durch die Stadt markieren.

Und was ist mit den Autofahrern? Müssen die sich auf Nachteile einstellen? Teilweise! Die Stadt Dortmund ermittelt zurzeit, wie schnell der Umbau vonstattengehen könne. Teilweise könnten in einigen Abschnitten Fahrradstraßen schnell errichtet werden. In manchen Abschnitten würden dadurch einige Parkplätze für Autos wegfallen.

Radfahren soll innerhalb Dortmunds noch schöner und sicherer werden.

NRW: Radverkehr soll in Dortmund gestärkt werden

Bereits in der Vergangenheit gab es Verschläge für ein besseres Radnetz innerhalb der Stadt Dortmund. Beispielsweise reichte die CDU einen Vorstoß für die City ein. Vorangegangen ist eine heiß diskutierte Debatte um die Wall-Radwege in Dortmund. Dabei lieferten sich CDU und Grüne einen verbalen Schlagabtausch.

Jetzt sei das Ziel, in den nächsten zehn Jahren die neun Fahrradrouten in Dortmund einzurichten. Ambitioniert spricht die Stadt von einer Verdopplung des Radverkehrs bis 2030.

Rubriklistenbild: © RUHR24, Collage: RUHR24

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