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Klinik-Arzt gibt lebenswichtige Tipps: So schützt man sich vor dem Coronavirus in der Luft

Dr. Bernhard Schaaf vom Klinikum Dortmund gibt Tipps zum Umgang mit dem Coronavirus.
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Dr. Bernhard Schaaf vom Klinikum Dortmund gibt Tipps zum Umgang mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus kann durch Tröpfchen in der Luft übertragen werden. Doch es gibt Tipps, wie man sich davor schützt, verrät ein Klinik-Direktor aus Dortmund.

  • In Dortmund gibt derzeit es mehrere hundert Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind.
  • Um die Eindämmung von Covid-19 weiter voranzutreiben, müssen Vorsichtmaßnahmen eingehalten werden.
  • Dr. Bernhard Schaaf vom Klinikum Dortmund gibt außerdem Tipps, wie man sich vor Viren in der Luft schützen kann.

Dortmund - Was sollte man beachten, wenn man sich effektiv gegen das Coronavirus schützen möchte? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Menschen in Dortmund und ganz NRW seit Wochen. Antworten darauf hat unter anderem Dr. Bernhard Schaaf, Direktor der Klinik für Infektiologie und Pneumologie im Lungenzentrum des Klinikums Dortmund, parat.

Klinik-Direktor aus Dortmund erklärt: Coronavirus bildet Tröpfchen in der Luft

Kontaktverbot, ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern, Handschuhe und Mundschutz - all diese Maßnahmen gehören seit dem Ausbrechen der Coronavirus-Pandemie in Deutschland (aktuelle Entwicklungen im Dortmund-Live-Ticker) zur Tagesordnung. Oberstes Ziel ist es, die Infektionen unter Kontrolle und bestenfalls reduziert zu bekommen. Um die Ausbreitung des Coronavirus nachzuvollziehen, will die Bundesregierung sogar auf Kontrolle einer App setzen. Die ist bei Experten allerdings umstritten.

Das Coronavirus verlangt den Menschen in Deutschland viel ab - "Ich kann es kaum erwarten, Dich zu umarmen, wenn es vorbei ist"

Hierbei gibt es verschiedene Aspekte zu beachten. "Schon beim einfachen Ein- und Ausatmen verteilen wir kleine Tröpfchen in der Luft, die infektiös sein könnten", so Dr. Schaaf. Man kennt das im Winter: Wenn man an kalten Tagen ausatmet oder spricht, kann man es sehen - Aerosol. Es kommt als Dampf aus dem Mund und besteht aus feinen Tröpfchen, in denen sich bei Coronavirus-Infizierten auch die Viren befinden.

Klinik-Direktor aus Dortmund gibt Tipps: In geschlossenen Räumen am besten gut durchlüften

"Damit wir dabei keine andere Person anstecken, ist es wichtig, Abstand zueinander zu halten", erklärt der Lungenexperte aus dem Klinikum Dortmund weiter. Darauf sollte besonders auch in geschlossenen Räumen geachtet werden. "Hier gilt: gut durchlüften", so der Klinik-Direktor.

"Wenn sich die Luft bewegt, verteilen sich die Tropfen und fallen zu Boden." So würde sich auch bei mehreren Personen im Raum eine zu hohe Konzentration potenzieller Viren verhindern lassen.

Klinik-Direktor aus Dortmund fragt: Brauche ich den Mundschutz wirklich?

Um sich zusätzlich zu schützen, greifen viele Menschen nun zu einem Mundschutz. "Hier sollte man sich aber immer fragen: Brauche ich den wirklich?", so Dr. Schaaf. Die Masken werden im Moment rar und sollten nur dann getragen werden, wenn es wirklich Sinn macht.

Immerhin bräuchten Ärzte und Pfleger die Masken sowie Kittel um sich bei der Behandlung von Covid-19-Patienten vor eine Ansteckung zu schützen. "Hier ist also das Infektionsrisiko hoch – im Gegensatz zu draußen im Freien. Da reicht, wie schon oft gesagt, der Mindestabstand", meint der Experte.

Übrigens:Homeoffice bei Ärzten? Geht das? Das Klinikum Dortmund zeigt in einem lustigen Video, wie das Coronavirus den Alltag der Ärzte umgeworfen hat und es nun wieder etwas mehr in Richtung Normalität geht.

Klinik-Direktor aus Dortmund macht klar: Richtiger Umgang mit Handschuhen ist entscheidend

Auch Handschuhe werden in Coronavirus-Zeiten insbesondere beim Einkaufen häufig getragen, aber meist nicht richtig verwendet. "Viele wägen sich mit den Handschuhen in falscher Sicherheit", warnt Schaaf. Dabei sei der richtige Umgang entscheidend: "Berührt man z.B. beim Ausziehen die Außenseiten, sind die Hände kontaminiert – und schon ist der Schutz weg."

Video: Coronavirus: So waschen Sie Ihre Hände richtig

Laut dem Experten würde völlig ausreichen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und nicht ins Gesicht zu fassen. 

Medikament gegen Krätze auch wirksam gegen das Coronavirus?

Um Infizierte zu behandeln, könnten in Zukunft verschiedene Medikamente helfen, die zurzeit erprobt werden. "Neben Wirkstoffen gegen Rheuma und Malaria zeigt auch das Mittel Ivermectin Wirkung", so der Direktor der Klinik für Pneumologie in Dortmund. Ivermectin wird in Deutschland normalerweise gegen Krätze verwendet, hat sich aber in aktuellen Studien auch als wirksam gegen das Coronavirus erwiesen.

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