Innenausschuss des Landtags

Whatsapp-Chats: Polizei Dortmund gerät nach Todes-Schüssen in Bedrängnis 

Knapp eineinhalb Monate nach dem Tod des 16-Jährigen in der Dortmunder Nordstadt, hat es Hausdurchsuchungen bei den Beamten der Polizei gegeben.

Dortmund – Im Fall um einen durch Polizeischüsse getöteten 16-jährigen Flüchtling in Dortmund hat es Durchsuchungen bei den beschuldigten Beamten gegeben. Das erklärte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag vor dem Innenausschuss des Landtags.

StadtDortmund
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU)
ThemaHausdurchsuchungen bei Dortmunder Polizisten

Dortmunder Polizisten im Fokus: Herbert Reul (CDU) berichtet vor dem Landtag in Düsseldorf

Am 14. September seien deren Handys beschlagnahmt worden. Zudem sei die Waffe des Dienstgruppenleiters beschlagnahmt worden. Ein Zeuge habe ausgesagt, dass auch aus dieser Waffe geschossen worden sei (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Die Waffe sei daher als Spurenträger gesichert worden, sagte Reul mit Bezug auf einen Bericht des Justizministers. Bei den Handys bestehe die „begründete Annahme“, dass sich die Beteiligten per WhatsApp oder SMS ausgetauscht hätten.

Am 8. August war der mit einem Messer bewaffnete Flüchtling aus dem Senegal im Innenhof einer Jugendhilfeeinrichtung in Dortmund durch Schüsse aus der Maschinenpistole eines Polizisten getötet worden. Zunächst wurde nur gegen den Schützen ermittelt, später weitete die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen vier weitere beteiligte Beamte aus. DPA

Rubriklistenbild: © Gregor Bauernfeind/dpa

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