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Nach einem missglückten Mordanschlag auf einen Lehrer in Dortmund-Dorstfeld am 9. Mai, hatten drei Schüler offenbar bereits eine weitere Attacke geplant. Das ergaben Auswertungen der Handys der drei Jugendlichen.

Update, Mittwoch (22. Mai) 8:39 Uhr: Der Lehrer, der von zwei seiner Schülern ermordet werden sollte, hat sich auf Facebook geäußert. Zumindest ist auf Facebook, unter einem Profil, das sehr wahrscheinlich dem Gesamtschullehrer gehört, ein langes Statement zu den Vorfällen zu lesen.

In seinem Text schreibt der Lehrer davon, dass er seinen Schülern nun nicht mit Misstrauen begegnen. Außerdem formuliert er eine klare Absage dagegen, den Vorfall für eine rechte Hetze zu instrumentalisieren.

Meine lieben Freunde, Schüler, Exschüler, Kollegen und Bekannte: In Folge der vergangenen Ereignisse habe ich so…

Gepostet von Wolfgang Wittchow am Dienstag, 21. Mai 2019

Ursprungsmeldung: Die drei 16-, 17- und 18-Jährigen hatten bereits verabredet, den Lehrer der Martin-Luther-King-Schule in Dorstfeld erneut in eine Falle locken zu wollen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund am Montag mit.

„Es scheint Bestrebungen gegeben zu haben, noch einmal gewaltsam auf den Lehrer einzuwirken“, sagte Staatsanwalt Felix Giesenregen.

Hinweise auf weitere Straftaten gefunden

Hinweise darauf hatten sich demnach aus der Handykommunikation der drei tatverdächtigen Schüler ergeben. Dabei fanden die Ermittler auf den Handys der Schüler auch Hinweise auf weitere Straftaten, darunter Sachbeschädigung und Brandstiftung.

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Die Schüler sollen aus Angst vor schlechten Noten versucht haben, den Lehrer umzubringen. Dieser schöpfte bei dem Versuch der drei, ihn unter einem Vorwand zu einer Garage zu locken, jedoch Verdacht und konnte fliehen. (Mit dpa-Material)

Am Wochenende wurden zudem Hakenkreuze an die Wände der Martin-Luther-King-Gesamtschule geschmiert. Der Staatsschutz ermittelt.