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Die Stadt Dortmund hat unter Polizeischutz das Neonazi-Graffiti in der Emscherstraße in Dorstfeld übermalen lassen. Jetzt wird das positive Zeichen gut bewacht.

  • Die Stadt Dortmund hat das „Nazi-Kiez“-Graffiti in Dorstfeld übersprühen lassen.
  • Jetzt patrouilliert die Polizei an der Emscherstraße.
  • Die Beamten wollen verhindern, dass die Rechtsextremen aus dem Haus gegenüber das Graffiti erneut übermalen.

Dortmund-Dorstfeld: Polizei bewacht Graffiti an der Emscherstraße

Es wirkt erneut wie ein Katz-und-Maus-Spiel: Nach langem Hin und Her hat die Stadt Dortmund am Wochenende das Neonazi-Graffiti in der Emscherstraße in Dorstfeld übermalen lassen. Sofort stellt sich die Frage: Wie lange wird es wohl dauern, bis die Rechtsextremen in Dortmund zur Sprühdose greifen?

Sehr lange, wenn es nach der Polizei Dortmund geht. Sie bewacht die Emscherstraße in Dortmund-Dorstfeld um das Zeichen des zurückgewonnenen Straßenzugs zu sichern. Auch wenn die Polizei nicht von „bewachen“ spricht.

Einzelheiten zur Frequenz und der Zahl der Streifenwagen, die darauf angesetzt sind, wollte Oliver Peiler, Leiter der Pressestelle der Polizei Dortmund, am Montag (9. September) nicht nennen. Polizeitaktik.

Nur so viel: „Wir haben ein starkes Auge darauf und sind sehr präsent.“ Er macht auch klar: Wer etwas versucht, muss mit Konsequenzen rechnen.

Vermeintlicher „Nazi-Kiez“: Rechtsexstreme wollen sich Raum in der Stadt erstreiten

Die Neonazi-Graffiti waren ein wichtiges Symbol für die Rechtsextremen in ihrem vermeintlichen „Kiez“ in Dorstfeld. Für alle anderen sollten sie einschüchternd wirken. Denn mit den Wandmalereien machen die Rechtsextremen ihre Raumgewinne geltend.

Sprich: Sie wollen sich mehr und mehr Platz in Dortmund erstreiten – und diesen dann mit allen Mitteln behaupten. Dazu gehört unter anderem der umstrittene „Thor Steinar“-Shop in der Innenstadt. Mit der Sprühaktion halten Stadt und Polizei den Druck auf die Rechtsextremen hoch – wenn auch mit viel Aufwand.