Wettlauf um den Spieß

Döner droht Luxus zu werden: Preise in Dortmund steigen

Obst und Gemüse, Schrauben und eben auch Döner – die Inflation ist aktuell nicht zu stoppen. Das macht sich auch in Dortmunder Imbissen bemerkbar.

Dortmund – Der Angriffskrieg in der Ukraine ist uns näher als uns lieb wäre. Durch die Sanktionen gegen Russland dreht der Kreml am Gashahn, durch die ausbleibenden Getreidelieferungen steigen die Preise für Grundnahrungsmittel. Auch der Klimawandel mit Dürre und Ernteausfällen tut nicht gerade etwas gegen die steigenden Preise. Bemerkbar macht sich das auch in Dortmunder Dönerbuden.

ThemaPreisanstieg beim Döner
GrundInflation, Dürre, Krieg in der Ukraine
ProblemSteigende Preise bei Gemüse und Verpackungen

Dönerbuden in Dortmund erhöhen zum Herbst hin die Preise

Um eine Dönerbude zu betreiben, braucht es Lebensmittel, Personal und natürlich Strom. Vieles davon ist in den letzten Monaten deutlich teurer geworden. Im Optimalfall braucht es bei den steigenden Lebenshaltungskosten nämlich auch mehr Lohn. „Alles ist teurer geworden“, sagt auch der Inhaber vom „Snack Express“ in Dortmund gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Der Döner kostet beim Snack Express momentan 5 Euro und das seit einem Jahr. Allerdings könnte sich das bald ändern und der Döner etwa 6 Euro kosten, wo er beispielsweise bei der Dönerbude Uludag schon liegt. Denn frische Zutaten wie Gurken oder Salat sind deutlich teurer geworden. Auch Gas, Fleisch, Gewürze und Verpackungen, wie Alufolie, sind deutlich im Preis gestiegen.

Döner im Ruhrgebiet wird teuer – Imbisse sorgen sich um ihre Existenz

In anderen Ruhrgebiets-Städten wie Essen sieht es preislich nicht unbedingt günstiger aus. Die WAZ schreibt zum Beispiel, dass der Döner in Essen unter 6 Euro eigentlich nicht mehr zu bekommen ist. Die Kunden spüren den Preisanstieg natürlich im Portemonnaie (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Stammkunden würde das meistens am Dönergenuss nicht hindern, andere würden aber auch wegbleiben, weil ihnen das zu viel Geld sei. In Essen steuert laut derWAZ eine Dönerbude bereits auf die 10 Euro zu. Im Restaurant „Döna“ ist es allerdings schon immer teurer gewesen als woanders. Es handelt sich, mit besserem Fleisch und hochwertigem Brot, um eine Art Luxusdöner.

Döner werden in den nächsten Monaten wohl teurer.

Es lässt sich also festhalten, dass der Döner in Essen vielleicht sogar minimal teurer ist als in Dortmund. In der Heimat des BVB liegt er aktuell bei um die 5 Euro, Tendenz steigend. Die Imbissbesitzer sehen keine andere Chance, als den Preis zu erhöhen. Im Winter sind zum Beispiel Tomaten generell teurer. Weil gleichzeitig die Mieten steigen, fürchten einige Dönerbuden bereits um ihre Existenz.

Rubriklistenbild: © Bernd Jürgens/Imago

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