Mit diesem simplen Trick könnt ihr Vögeln und Igeln das Leben retten

Vogeltränke. Foto: dpa
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Vogeltränke. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Die anhaltende Hitze ist lebensgefährlich für Wildtiere. Sie drohen zu verdursten, weil sie kaum noch Wasser finden. Doch ihr könnt die Vögel, Igel und Insekten ganz einfach retten. Das dauert drei Minuten pro Tag.

Die anhaltende Hitze ist lebensgefährlich für Wildtiere. Sie drohen zu verdursten, weil sie kaum noch Wasser finden. Doch ihr könnt die Vögel, Igel und Insekten ganz einfach retten. Das dauert drei Minuten pro Tag.

Dieser Sommer bricht Rekorde. Seit Wochen ist es heiß und regnet fast nicht. Für zahlreiche wildlebende Tiere in Dortmund ist das lebensgefährlich. Sie verdursten, weil sie kein Wasser finden. Pfützen und Rinnsale sind ausgetrocknet.

Aber ihr könnt ihnen helfen und Wasserschalen aufstellen. Das können flache Schalen, Topfuntersetzer, Verpackungen und vieles mehr sein. Der Rand sollte laut Gabi Bayer, Sprecherin der Tierschutzorganisation Arche90, möglichst niedrig sein, damit zum Beispiel auch Igel rankommen.

Ausstiegshilfe ist wichtig

Über das Wasser freuen sich laut Bayer sämtliche Wildtiere. Also neben Igeln auch Vögel, Eichhörnchen, Füchse, Hasen und Insekten. Damit Hummeln und Bienen nicht im Wasser ertrinken, solltet ihr ihnen eine Ausstiegshilfe bieten. "Es ist deswegen wichtig, einen Ast oder einen Stock ins Wasser zu legen, damit sie wieder herauskommen", sagt Bayer.

Die Schale solltet ihr außerdem lieber in den Schatten statt in die pralle Sonne stellen. Und ganz wichtig: auf den Boden. "Sonst kommen Igel nicht ran", erklärt Bayer. Je nachdem wie schnell das Wasser verdunstet, solltet ihr die Schale mindestens einmal täglich neu mit Wasser befüllen.

"Dauert nur drei Minuten"

So macht das auch Nadine Lösbrock aus Mengede. Sie hat in ihrem großen Garten drei Untersetzer für Pflanzkübel stehen, in die sie jeden Tag neues Wasser gibt. "Das dauert nur drei Minuten pro Tag", sagt sie.

Die Dortmunderin beobachtet oft Vögel an den Wasserstellen. Sie vermutet, dass nachts Igel kommen. Und sie weiß, dass rund um ihr Haus auch Mäuse und Eichhörnchen leben. "Ich liebe Tiere und die Natur und deswegen möchte ich ihnen helfen", sagt Nadine.

Hund an die Leine

Mit Wassertränken könnt ihr schon vielen Tieren helfen. Bayer sagt, dass ihr euren Hund zurzeit beim Gassigehen an Orten mit vielen Wildtieren ihnen zuliebe besser an der Leine führt. So kann er die Tiere nicht unnötig aufschrecken.

Außerdem könnt ihr auf Spaziergängen im Wald die Augen offen halten. Es haben schon Leute in Dortmund Tiergehege ohne Wasser entdeckt. Solltet ihr auch so etwas bemerken, bittet die Arche90-Sprecherin euch, die Nummer 0231/500 anzurufen. Das ist die Telefonzentrale der Stadt Dortmund. Dann lasst euch bitte mit der Kreisjägerschaft in Dortmund verbinden, die sich um alles Weitere kümmern.