Darum rechnet der Flughafen Dortmund 2018 mit mehr Passagieren

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Dortmund/NRW - Der Dortmunder Flughafen hat die wichtigsten Zahlen des Jahres 2017 vorgestellt und blickt optimistisch ins Jahr 2018. Von einem historischen Passagierwachstum und zukünftigen Kosteneinsparungen ist die Rede.

Der Dortmunder Flughafen hat die wichtigsten Zahlen des Jahres 2017 vorgestellt und blickt optimistisch ins Jahr 2018. Von einem historischen Passagierwachstum und zukünftigen Kosteneinsparungen ist die Rede. Woher kommt die positive Einstellung?

Das Jahresergebnis weist einen Wert von minus 13,75 Millionen Euro auf. Dort konnte man sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Million verbessern (minus 14,75 Millionen Euro)."Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum ausgeglichenen Betriebsergebnis. Unser Zukunftskonzept, das uns dabei begleitet bis 2023 eine schwarze Null zu erreichen, beinhaltet drei wesentliche Stellschrauben, an denen wir drehen können: das Passagierwachstum, Erlössteigerungen und Kostensenkungen. Wir sind zuversichtlich, dass wir die EU-Forderung durch eine konsequente Verfolgung unserer strategischen Ausrichtung bis 2023 erfüllen werden," sagt Flughafengeschäftsführer Udo Mager.

Höchstes Passagieraufkommen seit 2008

Insgesamt haben 2.000.695 Passagiere den Dortmunder Flughafen im Jahr 2007 genutzt. Das sind rund 82.000 mehr Besucher als im Vorjahr. Damit hat man das erste Mal seit 2008 die Passagiergrenze von zwei Millionen überschritten. Generell nimmt die Zahl der fliegenden Passagiere zu: Deshalb ist der zukünftiger Berliner Flughafen schon wieder zu klein, bevor er überhaupt eröffnet hat.

Flughafengeschäftsführer Mager sagt: „Ich freue mich, dass wir mit dem Anstieg der Passagierzahlen die Erlöse in den Bereichen Aviation und Non-Aviation (Anm. d. R.: Flüge und andere Dienstleistungen) steigern konnten. In diesem Jahr möchten wir daran anknüpfen und den Passagierzuwachs weiter verstärken (...)." Entscheidend für diese hohen Zahlen waren die Neuverkehre nach Varna (Bulgarien), Thessaloniki (Griechenland), Hurghada (Ägypten) und Wien (Österreich). Auch die stärkere Auslastung und die zum Teil erhöhte Frequenz auf bestehenden Flugverbindungen haben ihren Teil dazu beigetragen.

2018 werden nochmals mehr Passagiere erwartet

Die ersten beiden Monate im neuen Jahr 2018 zeigen, dass die positive Tendenz des Vorjahrs weiter geht. Für die Endabrechnung plant der Dortmunder Flughafen nochmals mit mehr Passagieren und das, obwohl die gut besuchte Eurowingsstrecke nach Wien ab dem 25. März aus dem Programm genommen wird. Warum?

"Aussichtsreich ist die Ankündigung von Wizz Air, fünf neue Reiseziele in Polen, der Ukraine und Rumänien im Sommerflugplan anzubieten. Auch im Winter 2018 wird es Neuverkehre wie zum Beispiel nach Wien geben, die zu einer positiven Entwicklung bei der Bilanz beitragen werden" sagt Mager. Zusätzlich fliegt Ryanair ab Juni fünf anstatt drei Mal nach Mallorca. "Zum Abschluss des Jahres 2018 rechnen wir mit etwa 2,2 Millionen Passagieren."

Kostenfalle Flugsicherung

Ein wesentlicher Kostenpunkt des Flughafens ist die Finanzierung von Flugsicherungsdiensten. Dort fühlt sich der Dortmunder-Airport vom Staat benachteiligt. Denn mit dem Bundeshaushalt 2017 ist eine Entlastung bei den Flugsicherungskosten von 200 Millionen Euro jährlich beschlossen worden, von der ausschließlich die DFS (Deutsche Flugsicherung)-Flughäfen profitieren. Zu diesen zählt der Dortmund Airport aktuell nicht. Er ist einer von sechs Standorten, welche bei der Flugsicherung durch durch die hundertprozentige Tochter DFS Aviation Services GmbH unterstützt wird.

Das hat zur Folge, dass der Dortmunder Flughafen im Gegensatz zu den DFS-Flughäfen die Kosten selbst trägt. Die Flugsicherungskosten 2017 betrugen insgesamt 1,6 Millionen Euro. Udo Mager bleibt aber positiv. Er hofft auf eine Gleichstellung: "Alles in allem überwiegt die Zuversicht, dass die Politik nach der Regierungsbildung in Berlin die zur finanziellen Gleichstellung erforderlichen Schritte einleiten wird und somit eine nennenswerte Reduzierung der Flugsicherungskosten erreicht werden kann."