Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr testet ab dem 1. März sein neues Smartphone-Ticket. Mit dem „nextTicket“ sollen die Fahrgäste vor Beginn der Fahrt einchecken und nach dem Ausstieg auschecken können. Anschließend wird die gefahrene Strecke berechnet. Wir sagen euch, wie ihr bei dem Test dabei sein könnt!

Das neue Smartphone-Ticket soll die Fahrt einfacher machen. Mit der „nextTicket“-App entfalle die Suche nach dem richtigen Ticket. „Fahrgäste können Bus und Bahn innerhalb des VRR-Tarifraums flexibel und spontan nutzen, ohne sich vorher auf eine bestimmte Route festlegen zu müssen“, teilt der VRR mit. „Denn sie zahlen nur die Strecke, die sie tatsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.“

Vertrauen gefragt: Smartphone-Ticket funktioniert über GPS-Ortung

Damit das funktioniert, müssen Fahrgäste dem Verkehrsverbund allerdings Vertrauen entgegen bringen: Die GPS-Ortung des Smartphones muss eingeschaltet sein, der VRR speichert die Reiseroute – im Praxistest, der im März startet, bis zu einem halben Jahr nach Ende der Testphase. Mit diesen Daten ließen sich theoretisch detaillierte Bewegungsprofile der Fahrgäste erstellen. Der VRR erklärt auf der Website zum neuen Smartphone-Ticket jedoch, dass diese Fahrtendaten getrennt von allen anderen Daten separat gespeichert werden sollen. Alle Daten würden außerdem auf Servern in Deutschland gespeichert.

So könnt ihr dabei sein

Bevor die Ticket-App dauerhaft eingeführt wird, startet der VRR am 1. März zunächst eine Testphase. In einer ersten Phase können registrierte Tester die App bereits nutzen. Dabei will der VRR testen, ob Registrierung, GPS-Ortung, Check-in und Check-out reibungslos funktionieren und auch die Abrechnung der gefahrenen Strecken am Monatsende klappt. Dabei sollen bis zum Sommer noch die gewöhnlichen VRR-Tarife der Preisstufen A bis D angewendet werden.

In einer zweiten Testphase will der Verkehrsverbund dann ein neues Tarifsystem für die App-Nutzer einführen – mit einem Grundpreis und einem Preis je gefahrenem Kilometer.

Wer das selber ausprobieren will, kann sich ab sofort auf der VRR-Website „nextTicket“ anmelden. Angemeldete Nutzer werden dann benachrichtigt, wenn die zugehörige App zum Download bereit steht und genutzt werden kann. „In erster Linie richtet sich das Angebot an Gelegenheitsnutzer und all diejenigen, die den ÖPNV bisher noch nicht nutzen. Aber auch Zeitkarteninhaber, die gelegentlich Fahrten über den Geltungsbereich ihres Tickets hinaus unternehmen, profitieren“, sagte VRR-Vorstand José Luis Castrillo laut einer Pressemitteilung des Verkehrsverbundes.