Dreharbeiten im Kreuzviertel

Dortmund: „Tatort“-Dreh im Kreuzviertel – neue Folge erinnert an einen echten Fall

Der neue „Tatort“ wird gerade in Dortmund gedreht. Die erste Folge ohne Anna Schudt (Bönisch) erinnert dabei an einen wahren Fall.

Dortmund – Ein bisschen Kreuzviertel, etwas Westpark: Beim Dreh des neuen „Tatort“ aus Dortmund scheinen die Macher auf vergangene Kritik einzugehen. Nach dem Tod von Kommissarin Bönisch* gibt es zudem weitere Neuerungen.

Sendung:Tatort Dortmund
Sender: WDR
Darsteller: Jörg Hartmann, Stefanie Reinsperger, Rick Okon

„Tatort“ Dortmund: Dreharbeiten im Kreuzviertel laufen – Sperrung an der Arneckestraße

Anwohner im Kreuzviertel hatten sich bereits vor einigen Tagen gewundert. In der Arneckestraße standen plötzlich Parkverbotsschilder, auch eine Kneipe wurde plötzlich umbenannt. Schnell war klar: Die Autos mussten weichen, weil die Innenstadt zur Kulisse der neuen „Tatort“-Folge aus Dortmund wird. Zuvor wurden viele Szenen auch in Köln oder sogar Duisburg gedreht.

Ex-Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) hatte bereits 2020 beklagt, dass Dortmund im „Tatort“ falsch dargestellt werde. Die Folge „Zorn“ bezeichnete er sogar als „Mobbing“. Der Streit wurde später – wie auch sonst – bei einem „lecker Pils“ mit Hauptdarsteller Jörg Hartmann (alias Peter Faber) beigelegt. Und seitdem war die Stadt gefühlt tatsächlich öfter in dem WDR-Krimi zu sehen.

Dortmund: Neuer „Tatort – Du bleibst hier“ erinnert an wahren Fall aus dem Westpark

Im neuen „Tatort“ aus Dortmund soll es erneut um einen blutigen Fall gehen, berichtet der WDR am Freitag (11. März). Weil Kommissar Faber den schockierenden Tod seiner Kollegin Martina Bönisch noch nicht überwunden hat, ist er krankgeschrieben. Also müssen Jan Pawlak (Rick Okon) und Rosa Herzog (Stefanie Reinsperger) ran, um den Fall zu lösen.

Diesmal entdecken die Ermittler aus Dortmund im Westpark eine große Blutlache. Eine Leiche suchen sie dort jedoch vergebens. Allerdings wird der Chef einer Immobilienfirma vermisst. Der hatte sich zuvor mit windigen Wohnungs-Deals im Kreuzviertel offenbar nicht nur Freunde gemacht.

Der neue „Tatort“ aus Dortmund wird unter anderem im Kreuzviertel gedreht.

Das Drehbuch erinnert damit entfernt an einen echten Fall: Im Juni 2021 wurde im Westpark in Dortmund ein junger Mann erschossen. Die Tat sorgte damals für großes Aufsehen. Erst im Februar wurde der Schütze freigesprochen. Er habe aus Notwehr gehandelt, entschied das Gericht.

„Tatort“ Dortmund: Jörg Hartmann schreibt an Drehbuch mit – Sendetermin erst 2023 im Ersten

Im neuen „Tatort“ aus Dortmund („Du bleibst hier“) wird weiter in der Vergangenheit von Kommissar Faber gewühlt**. Unter anderem spielt sein Vater eine Rolle, zu dem Faber seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch was hat der mit dem Fall zu tun?

Hauptdarsteller Jörg Hartmann hat für die neue „Tatort“-Folge übrigens zum ersten Mal selbst mit am Drehbuch gearbeitet. Man darf also gespannt sein, was dabei herauskommt (weitere News zu Promis und TV auf RUHR24 lesen).

Die Dreharbeiten laufen noch bis zum 6. April in Dortmund, Köln und Umgebung. Im Ersten zu sehen sein soll der neue „Tatort“ aus Dortmund aber voraussichtlich erst 2023. *In einer früheren Version des Artikels hatten wir berichtet, dass Faber nicht zu sehen sein wird. Laut WDR wird er jedoch „eine zentrale Rolle im neuen Fall“ spielen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen. **WA.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © WDR/Thomas Kost

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