Das bona'me im Test

Darius testet: So schmeckt's im bona'me in Dortmund

So schmeckt&#39s im bona&#39me in Dortmund. Foto: Darius Bothe/Foodloaf
+
So schmeckt's im bona'me in Dortmund

Foodblogger Darius von FoodLoaf war mal wieder für RUHR24 unterwegs - dieses Mal im bona'me in der Kleppingstraße. Dort gibt es kurdisch-türkische Speisen.

Was bietet Dortmund kulinarisch? Was ist neu, was noch unbekannt? Wir haben den Dortmunder Food-Blogger Darius von Foodloaf gebeten, an dieser Stelle in einer Kolumne neue Restaurants und Futterbuden zu testen.

Vielleicht ist es eines der gastronomischen Highlights zum Ende des Jahres: die Neueröffnung des bona‘me Dortmund in den Räumen des ehemaligen Vapiano in der Kleppingstraße 26. Bisher gibt es schon Filialen in anderen Städten, die sich eines guten Rufes bedienen – ob es in Dortmund so weitergeht? Ich war am Eröffnungstag dort, und möchte euch hier meine Eindrücke schildern.

Das bona'me in Dortmund in der Kleppingstraße 26

Das bona'me in Dortmund

Apropos Vapiano, da kommen wir auch gleich zu einem prägenden Merkmal des bona’me: Es handelt sich ebenfalls um ein Selbstbedienungsrestaurant, in dem man sein Essen selbst bestellt und auch abholen muss. Es gibt keinen Tischservice und man bekommt einen Pieper, der signalisiert, wenn das Essen abgeholt werden kann.

Die Küche des bona’me ist türkisch bzw. kurdisch, was auf jeden Fall schon mal eine schöne Abwechslung in der City ist. Klar, man kann auch sehr gut in der Nordstadt türkisch essen gehen und hat dort eher „richtige“ Restaurants. Aber für die Innenstadt ist das Konzept dann doch irgendwie passend – wenn man es mag.

In offenen Küchen des bona'me kann man bei der Zubereitung der Speisen zuschauen

Die Aufmachung des bona’me erinnert etwas an „Kantine“. Große offene Räume und breite Gänge prägen die Gesamterscheinung. Im vorderen Bereich hat man ein schöne Fensterfront mit Blick auf die Kleppingstraße. Nach hinten hin hat man den Bereich der Küchen und ebenfalls weitere Sitzplätze.

So sieht es im bona'me in Dortmund aus

Die Einrichtung ist orientalisch angehaucht, verschenkt in meinen Augen aber Potential. Da hätte man mehr machen können. Gefallen haben mir die orientalischen Lampen sowie einige Dekoelemente wie Kissen oder auch Wandgemälde. Das schafft alles eine schöne Stimmung und „mildert“ den Charakter einer Kantine, der einfach omnipräsent ist. Sehr gut gefallen hat mir die Musik, welche mit leicht Lounge-artigen Songs eine recht stimmige Atmosphäre schafft.

Die Einrichtung im bona'me in Dortmund

Die Speisekarte des bona'me ist recht umfangreich, besteht aber prinzipiell aus einigen Basisgerichten, die jeweils variiert werden. Highlight sind natürlich die Pide, also eine Art türkische Pizza. Es gibt ein türkische Art Ravioli, welche sich Manti nennt. Das dürfte einigen ein Begriff sein und ist fast schon kultig. Weiterhin gibt es Grillspezialitäten wie Lammspiesse oder auch Hähnchenbrust mit Bulgur, eine Reispfanne oder vegane Speisen vom Grill.

Außerdem auf der Karte: Salate, Desserts, verschiedene Gerichte mit Fladenbrot, Gemüse und/oder Fleisch etc. Frühstück kann man ebenfalls bekommen. Und wer abends etwas trinken gehen will kann ebenfalls das bona’me Dortmund aufsuchen. Das Angebot ist umfangreich und so gut wie jeder dürfte etwas finden. Ferner ist der Reiz eines neuen Restaurants ja auch mal was „neues“ auszuprobieren.

Die Bestellung im bona'me in Dortmund

Als Vorspeise probierte ich die orientalische Linsensuppe (4,50 €). Sehr fein sage ich euch. Schöner Minzgeschmack, gut gewürzt, nicht zu dick, nicht zu dünn. Sehr gut gemacht. Die hätte nur richtig heiß gemacht werden sollen, denn sie war leider nur lauwarm. Das war aber wohl ein Ausreißer, da es sonst alles anstandslos heiß war, wird ja auch alles frisch zubereitet.

Türkische Linsensuppe im bona'me

Als Hauptgericht nahm ich die Manti mit Joghurt und Peperoni-Minz-Öl. Optisch ein Gedicht, das sage ich euch. Die Teigtaschen waren gefüllt mit Weißkäse und auf der Joghurtsoße befand sich Öl, was nicht nur die Optik prägte, sondern auch geschmacklich perfekt passte. Reichhaltig, lecker und sättigend für 8,90 €. Gerade der Kontrast des Jogurts mit dem würzigen Öl war eine feine Sache.

Manti - eines der Gerichte im bona'me

Viel Auswahl im bona'me in Dortmund

Bei meiner Begleitung konnte ich Ciftlik Sac probieren - Gemüse auf Fladenbrot mit Köfte. Die Fleischbällchen (heißen so laut Karte, waren aber flach) waren sehr gut gewürzt, saftig - und schmecken halt einfach „anders“ als wir hier unsere Frikadellen essen. Das Gemüse war knackig und man schmeckt die Zucchini, die Paprika, die Gewürze, die Tomaten. Man sah, dass es frisch gemacht wurde und genau gegart.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ich war gestern beim Pre-Opening und heute regulär beim neu eröffneten @boname_official in Dortmund. Kennt ihr die Kette? Gibt's z.B. auch in #düsseldorf und #köln. Leckeres Essen, das sage ich euch! Swiped euch mal durch die Bilder, da sind einige Köstlichkeiten bei. Meinen ausführlichen Bericht könnt ihr auf @Google Maps lesen :-) Wer hat jetzt Hunger? unbezahlte Werbung *********************** Ihr wollt noch mehr "FoodLoaf"? Folgen ✅ Instagram Abo ✅ www.YouTube.com/foodloaf Liken ✅ Facebook: FoodLoaf Besuchen ✅ Web: foodloaf.com *********************** #f52grams #joghurt #restaurant #dortmunder #arabisch #ausgehen #dinner #oriental #kurdisch #kurdish #manti #dortmundcity #dortmund #boname #essen #kochen #essenindortmund #pide #pizza #dinner #foodporn #food #pizzaliebe #ichliebedortmund #dortmundliebe #köfte #pita #çiftlik #mercimek

Ein Beitrag geteilt von Darius (@foodloaf_com) am

Von dem „dünnen Fladenbrot“, auf dem das alles sein sollte, sah man allerdings kaum etwas. Da waren lediglich ein paar sehr feine Streifen auf dem Teller. Vielleicht soll das aber auch so sein. Ich fand es jedenfalls bedenklich wenig. 9,90 € waren ebenfalls ein guter Preis dafür.

Ciftlik Sac mit Köfte im bona'me

Darius Urteil: Lohnt sich ein Besuch im bona'me?

Das Essen war also bis auf den kleinen Ausreißer mit der Suppe wirklich empfehlenswert, vor allem für das Geld. Da muss man allerdings in Kauf nehmen, dass man sich selbst mit allem versorgen muss, denn durch das fehlende Personal an den Tischen kann man ja auch die Speisen etwas günstiger anbieten. So kann es aber eben passieren, dass man sich vielleicht ein drittes Mal bewegen muss, weil man das Glas nicht hat, weil es an Besteck fehlt, oder weil man sich noch Servietten holen muss. Das bekommt man natürlich alles bei der Ausgabe des bona'me, aber man muss es eben alles selbst organisieren und für den kompletten Bestand sorgen.

Das bona'me Pide

Hat man zwischendurch nochmal Durst und möchte noch etwas trinken, muss man aufstehen und es holen. Für den Kaffee nachher nochmal. Und immer selbst daneben stehen und warten (bei Vorspeisen und Getränken). Wer sich daran nicht stört oder den Fokus auf gutes Essen zu recht erfreulichen Preisen legt, der sollte das bona’me doch unbedingt mal ausprobieren.

Es ist anders und vor allem anders lecker.

Darius kommt aus Dortmund und schreibt auf seinem Blog www.FoodLoaf.com über Essen, Fitnessprodukte und Restaurants. Angefangen hat alles mit Eis-Tests auf Youtube (FoodLoaf). Außerdem ist Darius Biochemiker. Deshalb weiß er ganz genau, warum die Hefe im Pizzateig aufgeht und das Bier so schön perlt.