Karte zur Covid-19-Pandemie

Corona-Hotspots in Dortmund: Welche Stadtteile es besonders hart erwischt

Corona-Hotspots in Dortmund nach Stadtteilen.
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Corona-Hotspots in Dortmund liegen vor allem im Norden der Stadt.

Die Coronavirus-Pandemie zeigt in Dortmund eine besorgniserregende Entwicklung. Vor allem im Norden der Stadt sind die Infektionen rasch gestiegen.

Dortmund - Lange hatten Stadt und Gesundheitsamt die Infektionslage in Dortmund gut im Griff. Auch ein Großteil der Bürger war offenbar vorsichtig. Kurz gesagt: Dortmund kam gut durch die Pandemie. Doch mit der zweiten Infektionswelle verschärft sich nun die Lage in den einzelnen Stadtteilen.

Coronavirus in Dortmund: Hotspots liegen vor allem im Norden der Stadt

Einmal im Monat gibt die Stadt Dortmund aktuelle Zahlen heraus, wie viele Menschen sich nachweislich in jedem der zwölf Stadtteile infiziert haben. Dabei liegen insbesondere die Nordstadt und Eving bei den Corona-Infektionen seit Monaten vorne. Allein in der nördlichen Innenstadt haben sich seit Beginn der Covid-19-Pandemie mehr als 1.300 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand 14. November).

StadtbezirkInfektionszahlen (14.11.2020)
Innenstadt-Nord1351
Eving689
Innenstadt-West610
Innenstadt-Ost593
Scharnhorst530
Mengede513
Hombruch498
Huckarde498
Brackel460
Lütgendortmund444
Hörde439
Aplerbeck389
Ohne Angaben60
Gesamt7074

Auf Superspreader-Events ist das nicht zurückzuführen, eher auf die Bevölkerungsdichte und demografische Faktoren wie das Alter. Zum Vergleich: In der Nordstadt wohnen etwas mehr Menschen als in Hombruch – bloß auf einem Bruchteil der Fläche.

Doch mittlerweile zeigt sich: Auch in anderen Stadtteilen im Norden von Dortmund stecken sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus an. In Mengede etwa gab es im vergangenen Monat (vom 14. Oktober bis 14. November) offiziell 367 Neuinfektionen. Das sind mehr als 70 Prozent aller bisherigen Infektionen in dem Stadtteil. Gleiches gilt für Huckarde und Scharnhorst.

Coronavirus in Dortmund: Karte zeigt Hotspots der Neuinfektionen

Auch unsere Karte zeigt, dass in Dortmund insbesondere im Norden die Infektionszahlen in die Höhe schnellen. Um die Werte vergleichbar zu machen, sind alle bisher bestätigten Corona-Infektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet. Je höher diese Zahl, umso dunkler wird ein Stadtteil angezeigt. Mit einem Klick oder Tipp gibt es weitere Informationen.

Dabei zeigt sich auch: In den Stadtteilen im Rest der Stadt steigt die Zahl der Neuinfektionen ebenfalls an. Denn auch in Lütgendortmund sowie Innenstadt Ost und West haben sich die Ansteckungen im vergangenen Monat teilweise verdreifacht. Gerechnet auf die Einwohnerzahl hält sich die Zahl der Neuinfektionen jedoch vergleichsweise in Grenzen.

Coronavirus in Dortmund: Zahl der Infektionen steigt weiter an

Seit Mitte Oktober steigen die Infektionszahlen in Dortmund rasch an. Der aktuelle Trend darf jedoch Hoffnung geben, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus in Dortmund wieder verlangsamt. Bislang haben sich in Dortmund mehr als 7.300 Menschen mit Covid-19 infiziert. Rund 4.900 Menschen haben die Erkrankung überstanden (Stand 18. November).

Bislang sind 48 Menschen in Dortmund im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. 174 Menschen liegen im Krankenhaus, 30 davon auf der Intensivstation.

Klar ist damit auch: Wir befinden uns weiter mitten in der Pandemie. Nachrichten zu möglicherweise bald verfügbaren Impfstoffen sind vielversprechend. Doch bis es so weit ist, hilft nur, sich selbst und andere zu schützen - etwa mit der erweiterten „AHA + C + L“-Regel.

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