Live-Ticker zur Covid-19-Pandemie

Coronavirus in Dortmund: Wieder mehr Busse und Bahnen im Einsatz 

Ab Montag (4. Mai) sollen in Dortmund wieder mehr Busse und Bahnen im Einsatz sein. 
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Ab Montag (4. Mai) sollen in Dortmund wieder mehr Busse und Bahnen im Einsatz sein. 

In Dortmund sinken die Infektionen mit dem Coronavirus leicht. Alle News über Sars-CoV-2 und die neuesten Entwicklungen liefert RUHR24 im Live-Ticker.

  • Das Coronavirus hat weiter Auswirkungen auf das Leben in Dortmund.
  • Die Stadt zählt mittlerweile 693 mit Sars-Cov-2 infizierte Personen.
  • Davon gelten 598 als geheilt - vier Menschen sind an der Krankheit Covid-19 gestorben.

Update, Montag (4. Mai), 8.10 Uhr: Das Dortmunder Verkehrsunternehmen DSW21 will ab heute wieder mehr Busse und Bahnen im öffentlichen Nahverkehr einsetzen. Grund dafür sind die mit den Lockerungen in den Coronavirus-Maßnahmen verbundenen Wiedereröffnungen von Schulen und Geschäften

Seit dem 23. März wurde der öffentliche Nahverkehr in Dortmund stark reduziert: Busse und Bahnen waren mit dem sognenannten Ferienplan unterwegs. Für die Fahrgäste bedeutete das zwei Einschränkungen: Im Busbereich entfallen, weil die Schulen geschlossen sind, die zusätzlichen Einsatzwagen. Zudem fahren von 1 bis 4 Uhr keine NachtExpress-Busse (NE). Ansonsten wurden 97 Prozent des normalen Fahrplans angeboten.

Ab heute sollen jedoch insgesamt zwölf Reserve-Busse bei Bedarf auf stark frequentierten Verbindungen eingesetzt werden können. "So können wir flexibel auf den tatsächlichen Bedarf sowie auf Rückmeldungen von Fahrgästen und Mitarbeitenden reagieren", gab DSW21-Vorstandsvorsitzender Guntram Pehlke an. 

In einer frühren Version des Textes schrieben wir, dass Bahnen nur im 15-Minuten-Takt und Busse im 30-Miunuten-Takt fahren würden. DSW21 weist darauf hin, dass das so nicht stimmt. 97 Prozent des normalen Fahrplans wurden angeboten.

Der Westfalenpark öffnet wieder - was Besucher beachten müssen

18.45 Uhr: Durch die ab morgen greifenden Lockerungen der Coronavirus-Auflagen in NRW kann auch der Westfalenpark in Dortmund wieder öffnen. Besucher müssen jedoch noch mit einigen Einschränkungen rechnen.

Coronavirus in Dortmund: Westfalenpark und Hoeschpark können öffnen

Die Lockerung der ab morgen gültigen zweiten Corona-Schutzverordnung seht vor, dass Zoos sowie Garten- und Landschaftsparks unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Deshalb werden ab Dienstag (5. Mai) auch der Westfalenpark und der Hoeschpark in Dortmund wieder öffnen. Das teilt die Stadt am Sonntagabend mit.

Der Zoo Dortmund wird, wie bereits berichtet, erst am Freitag (8. Mai) wiedereröffnen.

Für die Parks gelten vorerst jedoch besondere Vorkehrungen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten:

  • Beschränkung auf 3.000 Besucher.
  • Nur die Eingänge Ruhrallee (Westen) und Baurat-Marx-Allee (Osten) sind geöffnet.
  • Öffnungszeiten: Wochentags von 13 bis 18 Uhr; samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr.
  • Der Florianturm bleibt geschlossen, weil man ihn nur über einen zu kleinen Fahrstuhl betreten kann.
  • Nur drei Toiletten werden geöffnet.
  • Auf Hauptwegen soll bei Gegenverkehr auf den Rasen ausgewichen werden.
  • Zwei bis vier Ordnerteams kontrollieren die Einhaltung der Regeln.
  • Die Gastronomie bietet nur To-go-Verkauf an.

Im Hoeschpark gelten die normalen Öffnungszeiten. Toiletten und Sportanlagen werden nicht geöffnet.

Coronavirus in Dortmund: Eine Neuinfektion - 22 Patienten weiter im Krankenhaus

17.36 Uhr: Wie die Stadt Dortmund berichtet ist ein neues, positives Testergebnis hinzugekommen. Allerdings werden zurzeit noch immer 22 Patienten stationär aufgrund des Coronavirus in Dortmund behandelt, davon werden zehn intensivmedizinisch betreut und insgesamt sechs beatmet. Die Zahlen im Überblick:

  • 693 wurden positiv auf das Coronavirus getestet.
  • 598 Patienten gelten inzwischen als genesen.
  • 4 Personen sind in Dortmund aufgrund des Coronavirus verstorben.

Im Vergleich zu den Nachbarkommunen ist Dortmund gut durch die Coronavirus-Krise gekommen. Vorbereitung und etwa Glück haben dabei geholfen.

Theater Dortmund setzt in Zeiten des Coronavirus ein neues Konzertformat um

15.16 Uhr:Das Theater Dortmund startet im Rahmen der Coronavirus-Krise am 5. Mai das Konzertformat "Musik auf Rädern". An verschiedenen Standorten wollen die Oper Dortmund und die Dortmunder Philharmoniker jeweils um 16 Uhr Live-Konzerte von etwa 20 Minuten geben. Die Abstandsregelungen werden dabei eingehalten.

Mit dem Programm will das Theater Dortmund vor allem zu den Menschen kommen, die als Risikogruppe gelten und damit besonders eingeschränkt sind. Der erste Auftritt am 5. Mai findet mit der Sopranistin Irina Simmes vor dem Seniorenwohnsitz "Kreuzviertel" statt an der Kreuzstraße 68 / Ecke Lindemannstraße statt.

14.58 Uhr: Die Supermarkt-Kette Rewe startet eine deutschlandweite Aktion für Helden der Coronavirus-Krise. So sollen nun fast zwei Millionen Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen günstiger in allen Filialen der Kette einkaufen können. Zur Gruppe der Begünstigten zählen unter anderem Ärzte, Rettungssanitäter und Pflegepersonal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen, teilte der Konzern am Sonntag (3. Mai) mit.

Dortmund Polizei zeigt bei unangemeldeter Demonstration 41 Personen an

12.49 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, fand gestern (Samstag, 3. Mai) neben der angemeldeten Demonstration noch ein unangemeldeter Protest einer weiteren Gruppe statt. Zunächst hatten die Einsatzkräfte bei der angemeldeten Demonstration unter dem Motto "Für ein sozial gerechteres Deutschland" zu tun. Dort soll ein 52 Jahre alter Mann aus Castrop-Rauxel das Deutschlandlied abgespielt haben, was die Polizei unverzüglich untersagte und Anzeige gegen den Mann erstattete.

Gegen 15 Uhr gingen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dann gegen eine Personengruppe am Rande der laufenden Versammlung vor, die sich nicht an die Schutzverordnung im Zusammenhang mit dem Coronavirus hielten. Hier wurde auch die 56-jährige Frau aus Herne in Gewahrsam genommen, die sich trotz mehrfacher Ermahnung nicht an die Schutzverordnung hielt.

Ab 15.30 Uhr versammelten sich in der Innenstadt unangemeldet eine Gruppierung, die sich kritisch mit den staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung auseinandersetzt. Laut Angaben der Polizei könnten viele von ihnen einem Aufruf auf Facebook gefolgt sein. Als die städtischen und polizeilichen Einsatzkräfte gegen die Ansammlung einschritten, flüchteten zahlreiche Personen. 41 Beteiligte wurden jedoch festgehalten und ihre Identität festgestellt. Gegen sie laufen jetzt Strafverfahren wegen Verstößen gegen dasInfektionsschutzgesetz.

In der Innenstadt von Dortmund ist es am Samstag zu Tumulten zwischen der Polizei und Demonstranten der "Geldbweste" gekommen.

12.25 Uhr: In Dortmund wollen Forscher das Coronavirus an Menschen durch Erschnüffeln nachweisen können. Damit versuchen die Mediziner, die Fähigkeiten von Hunden zu imitieren, die längst Krankheiten wie Lungenkrebs oder eine Unterzuckerung riechen können.

Bis die Hunde das Coronavirus erschnüffeln können, müssen sie allerdings dafür trainiert werden. Das könne bis zu sechs Wochen dauern, heißt es aus dem Klinikum Dortmund.

Dortmund: Video zeigt pöbelnden Mob nach Demonstration der Gelbwesten

11.10 Uhr: Wie RUHR24 berichtete kam es gestern auf Höhe der Reinoldikirche in Dortmund zu einer Auseinandersetzung zwischen der Polizei und einer Teilnehmerin einer Gelbwesten-Demonstration. Die Frau soll laut einem Sprecher der Polizei mehrfach gegen die geltende Schutzverordnung in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstoßen haben und wurde daraufhin zur Wache gebracht.

Offenbar war der Einsatz für die Beamten danach aber noch nicht vorbei: Ein Video zeigt nun, wie anwensede Bürger und Demonstrations-Teilnehmer die Polizei konfrontieren. Allen voran soll eine Freundin der verhafteten Frau stehen.

Während die Einsatzkräfte der Polizei vor der Burger King Filiale auf ihre Kollegen warten, ruft die Gruppe von Menschen ihnen "Wir sind das Volk" entgegen. Außerdem heißt es "Ihr sitzt bald alle auf der Anklangebank!" von dem Macher des Videos und "Die Bundesrepublik Deutschland ist am Ende."

Dortmund: Extinction Rebellion plant Demonstration trotz Coronavirus

Update, Sonntag (3. Mai), 10.49 Uhr: Trotz Coronavirus und den damit einhergehenden Schutzverordnungen plant die Organisation Extinction Rebellion eine Demonstration auf dem Friedensplatz. Von 14 bis 16 Uhr wollen sie heute eine Mahnwache halten und an den "Overshoot Day" aufmerksam machen. Als Overshoot Day gilt das Datum, an dem alle Resscouren aufgebraucht sind, die innerhalb eines Jahres nachwachsen können.

20.10 Uhr: Dortmund - Wie alle Bundesligisten musste auch der BVB seine Spieler in dieser Woche auf das Coronavirus testen lassen. Jetzt sind die Ergebnisse da.

Coronavirus in NRW: BVB-Spieler derzeit alle ohne Covid-19-Infektion

Und derzeit heißt es aufatmen für den BVB: Denn alle Spieler, Trainer und Betreuer sind derzeit negativ auf das Coronavirus getestet, wie die Ruhr Nachrichten berichten. Die Tests bei Borussia Dortmund sollen jedoch mehrmals in der Woche wiederholt werden.

Der BVB musste seine Spieler auf das Coronavirus testen lassen. Jetzt sind die Ergebnisse da.

Zuletzt musste der 1. FC Köln einen herben Rückschlag hinnehmen. Denn zwei Profi-Spieler wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen teilten ebenfalls mit, dass keiner ihrer Spieler mit dem Coronavirus infiziert sei.

Coronavirus in Dortmund: Zoo öffnet erst am Freitag wieder

19.35 Uhr: Der Zoo Dortmund wird erst Ende kommender Woche öffnen. Die geplanten Lockerungen in NRW hätten es bereits erlaubt, am Montag zu öffnen.

Zunächst gelte es, einige Vorkehrungen zu treffen, teilt der Zoo Dortmund am Samstag mit: "Für die Wiedereröffnung sind allerdings einige Auflagen zu erfüllen, wofür wir unter anderem zusätzliches Personal benötigen und Vorkehrungen treffen müssen, sodass wir unseren Zoo voraussichtlich erst am Freitag, den 8. Mai wieder öffnen."

Das Konzept zur Wiedereröffnung umfasst unter anderem Regelungen für die Besucher und Hygienemaßnahmen. Voraussichtlich werde ein Online-Verfahren etabliert, das die Besucherzeiten regeln soll. Es soll für Inhaber von Tageskarten sowie Zoofreunde und Jahreskarteninhaber gelten.

Außerdem sollen Handdesinfektionsstellen an mehreren Stellen im Zoo aufgestellt werden. Auch die Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Die üblichen Eintrittspreise von 8,50 Euro für Erwachsene sowie 5 Euro für Schüler, Azubis und Studierende sollen weiter gelten. Die Öffnungszeiten werden auf 10 bis 16 Uhr verkürzt.

17.21 Uhr: Die Stadt Dortmund teilt neue Erkenntnisse über die Erkrankungen in der Stadt mit. Heute sei ein positives Testergebnis dazu gekommen und weitere Patienten gelten als genesen. Die Zahlen im Überblick:

Dortmund: Ausnahmezustand und langer Rückstau bei Ikea im Gewerbegebiet

17.21 Uhr: Die Stadt Dortmund teilt neue Erkenntnisse über die Covid-19-Erkrankungen in der Stadt mit. Heute sei ein positives Testergebnis dazu gekommen und weitere Patienten gelten als genesen. Die Zahlen im Überblick:

  • 692 Personen wurden positiv getestet
  • 593 gelten mittlerweile als genesen
  • 4 Menschen sind in Dortmund aufgrund von Covid-19 gestorben

16.37: Uhr: Ausnahmezustand herrtscht aufgrund des Coronavirus in vielen Bereichen. Heute aber auch auf der A40, rund um die Abfahrt nach Dortmund-Kley. Der Grund: Der Ikea in dem bekannten Gewerbegebiet öffnete heute wieder die Pforten. Auf dem Zufahrswegen ist auf deswegen zu einem regelrechten Verkehrschaos gekommen.  Der Rückstau reichte von der Parkplatzzufahrt heraus auf die Borussiastraße, von dort zurück bis zur Autobahnabfahrt von der A40 und bis in das gesamte Autobahnkreuz Dortmund West (A40/A45).

Der Ikea in Dortmund-Kley hat trotz Coronavirus wieder geöffnet. Offenbar sehr zur Freude der Kunden. 

Gelbwesten-Demonstration in Dortmund: Teilnehmerin hält sich nicht an Coronavirus-Schutzverordnung

16.04 Uhr: Demonstrationen sind auch in Zeiten des Coronavirus möglich, allerdings müssen diese im Rahmen der herrschenden Verordnung ablaufen. Bei einem Protest der Gelbwesten in Dortmund hielt eine Teilnehmerin sich scheinbar partout nicht an diese Vorgaben. Auf Höhe der Reinoldikirche hat sie sich auch einer polizeilichen Maßnahme widersetzt und soll sich später geweigert haben, ihre Personalien anzugeben, wie ein Sprecher dier Polizei gegenüber RUHR24 bestätigte.

Update, Samstag (2. Mai), 9.29 Uhr: Der Borussisa Dortmund nimmt ab sofort wieder Vorbestellungen für Mundschutz-Masken entgegen. Nachdem der Verein in der vergangenen Woche verkündet hatte, diese über seinen Online-Shop vertreiben zu wollen, war der Ansturm so riesig, dass die Internetseite zwischenzeitlich nicht erreichbar war.

"Der Anstrum war überwältigend, leider einige Minuten lang zu überwältigen für den Online-Shop", bestätigte BVB-Marketingleiter Carsten Cramer gegenüber den Ruhr Nachrichten. In den ersten Minuten seien bereits tausende Bestellung der Masken beim BVB eingegangen.

Coronavirus in Dortmund: Impfgegner demonstrieren gegen Corona-Maßnahmen

Wie die Polizei Dortmund mitteilt, kam es am Freitag (1. Mai) in der Stadt zu einer nicht angemeldeten Versammlung von sogenannten Impfgegnern. Aufgerufen wurde demnach mit einem Flugblatt, sich am Friedensplatz zu treffen, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zu demonstrieren.

Gegen 21 Personen dieser nicht angemeldeten Versammlung wurde ein Platzverweis ausgesprochen. Als weitere 31 Teilnehmer sich laut Polizei im näheren Umfeld weigerten, nach mehrfacher Aufforderung den Ort zu verlassen, stellte das Ordnungsamt mit Unterstützung der Polizei die Personalien fest. Sie erwartet eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Coronavirus-Schutzverordnung.

Coronavirus in Dortmund: Veranstaltungen am 1. Mai laufen friedlich ab

Es gab am 1. Mai in Dortmund aber auch Veranstaltungen, die nicht unterbunden werden mussten. Insgesamt sei der Tag der Arbeit friedlich abgelaufen, wie die Polizei Dortmund berichtet:

  • Auf dem Platz der alten Synagoge versammelten sich 52 Teilnehmer unter Einhaltung der Schutzvorschriften.
  • Auf dem Friedensplatz meditierten60 Personen unangekündigt, hielten allerdings die Abstandsregeln ein.
  • Weitere 14 Personen trafen sich an der Kampstraße laut Polizei ebenfalls "veranstaltungskonform und störungsfrei".
  • Am Sonnenplatz unterbrach die Polizei eine Versammlung mehrfach, weil zeitweise über dreimal so viele Menschen wie angekündigt teilnahmen. Als sich die Teilnehmerzahl auf 44 reduzierte, sei schließlich alles störungsfrei abgelaufen.

Coronavirus in Dortmund: Oper möchte spätestens im September öffnen

18.43 Uhr:  Auf Initiative der Oper Dortmund haben sich Opernhäuser und Theaterbetriebe in NRW zusammengeschlossen und fordern, dass sie trotz Coronavirus schon bald den Spielbetrieb wieder aufnehmen dürfen. Politiker seien aufgefordert, einen "realistischen und zügigen Zeitplan zur Wiederaufnahme des Vorstellungsbetriebes zu erarbeiten", heißt es in einer Pressemitteilung.

Ziel sei es, den "kulturellen Schatz auch in Krisenzeiten zu schützen und zu bewahren". Die Opern und Theater in Nordrhein-Westfalen seien in der Lage, Stückauswahl, Inszenierungen und das Besuchermanagement so anzupassen, dass diese den medizinischen und hygienischen Vorgaben entsprächen. Als Zieldatum wird spätestens der 1. September genannt.

16.22 Uhr: In Dortmund gibt es drei neue positive Corona-Testergebnisse. Diese sind laut Angaben der Stadt Dortmund am heutigen Freitag dazu gekommen. 

Coronavirus in Dortmund: Drei neue postive Testergebnisse

Somit gibt es in Dortmund seit dem ersten Auftreten von Covid-19 insgesamt 691 Fälle. Davon haben 588 Patienten die Krankheit bereits wieder überstanden und gelten als genesen. 20 Corona-Patienten werden aktuell noch stationär behandelt, zehn weitere intensivmedizinisch

Außerdem warte die Stadt Dortmund derzeit auf konkrete Angaben des Landes NRW, wie bezüglich der Lockerungen der derzeitigen Corona-Regelungen vorgegangen werden soll. 

14.15 Uhr: Das Dietrich-Keuning-Haus, ein soziokulturelles Veranstaltungszentrum in der Dortmunder Nordstadt, strahlt heute einedigitale Gesprächsrunde zum Thema "Wie ist es, wenn man an COVID-19 erkrankt" aus. 

Gast der ersten Talkrunde ist der Dortmunder Leiter des Gesundheitsamts Dr. Frank Renken. Er wird außerdem über die Corona-Pandemie, den Shutdown und die Lockerungen, auch über Verbesserungsmöglichkeiten im öffentlichen Gesundheitsschutz sprechen. 

Coronavirus in Dortmund: Leiter des Gesundheitsamts verrät warum es so wenig Infizierte in Dortmund gibt

Frank Renken erklärt zudem, warum Dortmund im Vergleich so wenige Corona-Infizierte hat. Die Gesprächsrunde ist ab heute (1. Mai) um 19 Uhr auf dem dem YouTube-Kanal „Keuninghaus to Go“ zu sehen.

Update, Freitag (1. Mai), 14.00 Uhr: Die Grünen in Dortmund fodern pünktlich zum heutigen politischen Feiertag, "Beschäftigten den Rücken zu stärken" und sich "solidarisch mit denjenigen zu zeigen, die im Gesundheitswesen, als Pflegekräfte in Krankenhäusern und Altenheimen, aber auch an der Kasse in den Lebensmittelgeschäften und bei der Reinigung von Büros und Haushalten an der Grenze der Belastbarkeit arbeiten".

Coronavirus in Dortmund: Die Grünen fordern angemessene Bezahlung systemrelevanter Berufe

Katja Bender und Julian Jansen, Sprecher des Kreisverbandes der Grünen fordern daher, dass diese Jobs als wirklich systemrelevant begriffen werden und entsprechende Konsequenzen wie beispielsweise eine leistungsgerechte Bezahlung daraus folgen müssen. "Klatschen als Zeichen der Wertschätzung reicht dafür nicht", so Katja Bender und Julian Jansen.

Allgemeinverbindliche Tarifverträge, einen deutlich höheren Mindestlohn, weniger Minijobs, eine bessere soziale Absicherung sowie einen besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz seien daher wichtige Punkte, die man nach der Coronavirus-Krise angehen müsse.

Coronavirus in Dortmund: OB-Kandidatin Daniela Schneckenburger (Grüne) fordert kommunalen Rettungsschirm

Ebenso solle die Poltik eine weitere Lehre aus der Corona-Pandemie ziehen: Die kommunale Daseinsvorsorge, die Leistungsfähigkeit des Staates ist Voraussetzung für seine Schutzfunktion in der Krise. Deshalb fordert Daniela Schneckenburger, OB-Kandidatin der Grünen in Dortmund "einen Rettungsschirm, der die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes dauerhaft garantiert und verhindert, dass unsere Städte zum Opfer der nun einsetzenden Haushaltskrise der kommunalen Haushalte werden".

Coronavirus in Dortmund: Vapiano steht vor dem Verkauf

21.15 Uhr: Vor wenigen Monaten gab es noch zwei Restaurants, jetzt ist davon nicht mehr viel übrig: Die Restaurantskette Vapiano steht vor dem Verkauf. "Wir wollen einen offenen, transparenten und zeitlich straffen Verkaufsprozess durchführen. Angesichts der aktuellen Ausnahmesituation ist dies aus unserer Sicht die beste Lösung", so Insolvenzverwalterin Ruth Rigol.

Die Verhandlungen mit interessierten Investoren sollen bis Ende Mai 2020 erfolgen, so der Konzern gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Vor rund einem Jahr meldete die Restaurantskette die ersten Probleme mit den laufenden Zahlungen.

Filiale von Vapiano in der Silberstraße in Dortmund im Mai 2019 geschlossen

Die Konsequenzen waren schnell zu spüren: Im Mai 2019 schloss die erste Filiale von Vapiano in der Kleppingstraße in Dortmund. Wie es mit der verbliebenen Filiale in der Silberstraße aussieht, ist noch offen. 

18.30 Uhr: Mehr als ein Drittel aller Unternehmen haben in Dortmund wegen des Coronavirus Kurzarbeit angemeldet, teilt die Gewerkschaft NGG mit. Diese berufen sich  auf die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach haben bis Ende April 4.557 der insgesamt 12.779 Betriebe in der Stadt Kurzarbeitergeld beantragt. Besonders betroffen sei das Gastgewerbe.

NGG Dortmund fordert anlaufen des Gastgewerbes - unter einhalten der Hygieneregeln

"Es ist an der Zeit, dass die Politik jetzt überlegt, wie die Branche wieder langsam anlaufen kann. Aber der Gesundheitsschutz für Beschäftigte und Gäste muss an oberster Stelle stehen", so Torsten Gebehart von der NGG-Region Dortmund. Auch wenn das Gastgewerbe so schnell wie möglich wieder öffnen soll, müssten die Behörden genau kontrollieren, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

17.26 Uhr: Wie die Stadt bekannt gibt, wurde ein neuer Fall des Coronavirus gemeldet. Somit steigt die Zahl der bereits Infizierten von 687 leicht auf 688

580 Patienten gelten mittlerweile als genesen - das ist ein Plus von fünf Personen im Vergleich zum Vortag. 20 Patienten werden in Krankenhäuser stationär behandelt. Es gibt keine weiteren Todesopfer, bis auf die vier bereits bekannten.

17.05 Uhr : Der traditionelle Tanz in den Mai fällt in diesem Jahr in Dortmund wegen des Coronavirus aus. Doch auf Musik müssen die Dortmunder nocht verzichten. 

An 14 Standorten in Dortmund wird es heute Abend zwischen 20 und 22 Uhr laut auf den Balkonen werden. Die Dortmunder Musikgruppe BölkerBrüder haben die Balkonpartys organisiert, die für Abwechslung im mittlerweile eher tristen Alltag sorgen sollen. 

An diesen Standorten in Dortmund könnt ihr bei der Balkon-Party von BölkerBrüder dabei sein: 

  • Chemnitzer Straße
  • Harkortstraße
  • Josephstraße
  • Kaiserstraße
  • Körner Grund
  • Kurze Straße
  • Leipziger Straße
  • Lüdinghauserstraße
  • Metzer Straße
  • Oehlmühlenweg
  • Saarlandstraße
  • Staufenstraße
  • Vinckeplatz
  • Wittekindstraße

Wer jedoch nicht in der Nähe der genannten Straßen wohnt und trotzdem - mit viel Abstand - feiern möchte, kann sich auch den Livestream der Musik auf Twitch anschauen.

14.00 Uhr: Einerseits ist die Arbeitslosenquote in Dortmund enorm gestiegen, auf der anderen Seite gibt es in eingen Bereichen akute Personalnotstände aufgrund der Coronavirus-Krise. Aus diesem Grund hat die Wirtschaftsförderung in Dortmund nun ein neues Jobportal ins Leben gerufen: JOCHEN

Jochen steht für Jobs, Chancen und Engagement und soll alldenjenigen schnell und unkompliziert helfen, die auf der Suche nach neuen Jobs oder neuen Mitarbeitern sind. 

Coronavirus in Dortmund: Neues Jobportal soll Arbeitnehmern und Arbeitssuchenden helfen

Auslöser für das neue Jobportal sei zwar die derzeitige Corona-Pandemie, jedoch wolle man das Onlineportal auch darüber hinaus fortsetzen. 

"Wir können die Krise gemeinsam überwinden, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Denn aus jeder Herausforderung ergibt sich auch immer eine Chance, die es jetzt zu erkennen und zu nutzen gilt", sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund und Initiator des Projekts

Coronavirus in Dortmund: Ab 4. Mai wird Angebot bei Bus und Bahn aufgestockt

12.05 Uhr: Das Dortmunder Verkehrsunternehmen bplant, sein Angebot im Nahverkehr ab dem 4. Mai weiter zu optimieren

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde vor einigen Wochen, das Angebot im Nahverkehr auf 50 Prozent reduziert. Mit zunehmender Lockerung der Corona-Auflagen, werden die Kapazitäten wieder aufgestockt. Bereits am 23. April hatt die DSW21 das Abgebot von Bus und Bahn angepasst, um so dem Andrang der Schüler gerecht zu werden. 

Die DSW21 will sein Angebot im Nahverkehr ab dem 4. Mai weiter optimieren

Coronavirus in Dortmund: DSW21 optimiert Angebot im Nahverkehr

Derzet fährt das Verkehrsunternehmen im Busbereich bereits wieder zu 97 Prozent des gewohnten Angebots. Ab dem 4. Mai sollen insgesamt zwölf Reserve-Busse zusätzlich flexibel eingesetzt werden, wenn es kurzfristig Bedarf auf stark frequentierten Verbindungen geben sollte. 

„So können wir flexibel auf den tatsächlichen Bedarf sowie auf Rückmeldungen von Fahrgästen und Mitarbeitenden reagieren“, betont der DSW21-Vorstandsvorsitzende Guntram Pehlke

Coronavirus in Dortmund: Verkehrsunternehmen setzt auf flexible Reserve-Busse

Die bisherigen Maßnahmen des Dortmunder Verkehrsunternehmens hätten sich bislang schon bewehrt. Sie erlauben es den Fahrgästen im Regelfall, Abstand zu wahren. Dennoch wolle man jetzt noch einmal aufstocken und das Angebot stetig verbessern, so Guntram Pehlke. 

11.30 Uhr: Die Immobilienwirtschaft der Stadt Dortmund hat den durch die Corona-Pandemie bedingten Leerstand genutzt und einige Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Coronavirus in Dortmund: Stadt nutzt Leerstand für Sanierungsarbeiten bei Schulen und Tageseinrichtungen

So wurden in einigen Schulen und Tageseinrichtungen für Kinder bereits geplante Sanierungs- und Renovierungsarbeiten vorgezogen und durchgeführt, wie Maximilian Löchter, Pressesprecher der Stadt Dortmund mitteilte. 

Unter anderem wurden Malerarbeiten erledigt, Bodenbeläge erneuert, Tischlerarbeiten durchgeführt oder Dächer saniert. Insgesamt wurden rund 15 verschiedene Sanierungsarbeiten in den letzten Wochen angepackt. 

11.15 Uhr: Morgen steht in NRW der nächste große Feiertag an - der 1 Mai. Ein Feiertag an dem normalerweise getanzt, demonstriert und gefeiert wird. Nicht so in diesem Jahr. Aufgrund des Coronavirus fällt der Tag der Arbeit in diesem Jahr wohl leider aus und es wird auch keine Ausnahme hinsichtlich Kontaktverbot und sonstiger Corona-Auflagen gemacht werden.

Coronavirus in Dortmund: Starke Polizeikontrollen am 1. Mai

Damit das auch eingehalten wird, kündigte die Polizei Dortmund bereits an, am 1. Mai verstärkt Kontrollen durchzuführen. Die Ordnungsämter der Städte Dortmund und Lünen sowie die Polizei Dortmund wollen am langen Wochenende besonders präsent zu sein. Verstöße gegen das Kontaktverbot sollen geahndet werden.

10.30 Uhr: Die Coronavirus-Pandemie hat nun auch den Arbeitsmarkt in Dortmund mit voller Wucht getroffen. Die Arbeitslosenquote ist im April noch einmal um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen und liegt nun bei 11,2 Prozent.  

Einen solchen Anstieg innerhalb kürzester Zeit hat es in Dortmund bisher noch nicht gegeben, heißt es in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit in Dortmund. Eine ähnlich hohe Arbeitslosenquote gab es zuletzt im April 2017. 

Coronavirus in Dortmund: Arbeitslosenquote liegt bei 11,2 Prozent

Besonders betroffen seien Arbeitnehmer aus der Gastronomie und der Tourismusbranche, aber auch Selbstständige. "Wir dürfen jetzt nicht hadern mit der Situation. Wir werden in den nächsten Tagen und Wochen mit Hochdruck daran arbeiten, den arbeitslosen Menschen wieder eine berufliche Perspektive zu geben", so die Arbeitsagenturchefin Heike Bettermann.

Coronavirus in Dortmund: Arbeitslosenquote steigt stark an

Viele Betriebe haben derzeit allerdings Kurzarbeit eingeführt. Außerdem liegen die Neueinstellungen nahzu vollständig auf Eis. "Um vorerst Existenzängste zu nehmen, wurde unter anderem die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I um drei Monate verlängert“, erklärt die Heike Bettermann. 

Langfristige Effekte seien allerdings noch nicht konkret abschätzbar, doch müsse man sich darauf einstellen, dass die Arbeitslosenquote in Dortmund in den kommenden Monaten noch weiter steigt. 

Update, Donnerstag (30. April), 10.00 Uhr: Schrittweise plant die NRW-Regierung die Lockerung der Corona-Auflagen. Wie das genau aussehen soll, ist in vielen Bereichen, wie zum Beispiel den Kitas oder den Gastronomiebetrieben, noch unklar. 

Coronavirus in Dortmund: Gottesdienste nur unter strengen Corona-Auflagen

Klarheit herrscht in NRW allerdings schon bei den Gottesdiensten. Die waren zwar nie gänzlich verboten, die Kirchen und Glaubensgemeinschaften hatten wegen der Infektionsgefahr aber freiwillig auf die üblichen Versammlungen verzichtet. Nun sollen wieder religöse Treffen und Gottesdienste stattfinden. Auch in Dortmund - allerdings erst ab dem 10. Mai und nicht wie in anderen Städten in NRW ab dem 1. Mai. 

Dies liege daran, dass man zunächst entsprechende Vorkehrungen treffen müsse, um die Coronavirus-Maßnahmen zu erfüllen, so Propst Andreas Coersmeier von der katholischen Gemeinde in Dortmund

Coronavirus in Dortmund: Öffentliche Gottesdienste ab 10. Mai

Wie die katholische Gemeinde in Dortmund mitteilte, wird es also ab dem 10. Mai wieder öffentliche Gottesdienste geben - allerdings unter Corona-Auflagen. Das heißt, es müssen unter anderem die Abstandsregeln eingehalten werden. Auf die Regelung der öffentlichen Gottesdienste zum 10. Mai hat sich auch der evangelische  Kirchenkreis in Dortmund geeinigt. 

Propst Andreas Coersmeier kündigt öffentliche Gottesdienste zum 10. Mai an.

Ein kircheneigener Ordnungsdienst, in der Regel Ehrenamtliche, soll darauf achten, dass die Auflagen eingehalten werden.  „Für die Propsteikirche in Dortmund bedeutet dies, dass wir maximal mit 60 statt mit 360 Menschen einen Gottesdienst feiern werden“, erläutert Propst Andreas Coersmeier.

21.05 Uhr: Schlechte Nachrichten für Festivalliebhaber in Dortmund. Das beliebte Technofestival Mayday in der Westfalenhalle wird in diesem Jahr ersatzlos ausfallen. Bereits Mitte März wurde bekannt gegeben, dass das Festival nicht wie geplant am 30. April stattfinden kann.

Coronavirus in Dortmund: Mayday in der Westfalenhalle ersatzlos gestrichen

Jetzt geben die Veranstalter auf der Internetseite bekannt, dass es keinen Ersatztermin geben wird. Bisher sei den Veranstaltern noch nicht klar, was mit den Tickets für das Festival 2020 passieren wird - sie wollen die Entscheidung so schnell es geht bekannt geben.

Fotos wie diese werden es in diesem Jahr von der Mayday in Dortmund nicht geben.

20.07 Uhr: Das Angebot der Schutzmasken von Borussia Dortmund hat den Online-Shop des Fußballvereins komplett zum Erliegen gebracht. "Der Ansturm war überwältigend, leider einige Minuten lang zu überwältigend für den Online-Shop", so Carsten Cramer, BVB-Geschäftsführer, gegenüber Ruhr Nachrichten.

Nach nur kurzer Zeit gingen tausende Bestellungen ein. Erst ab dem 15. Mai werden wieder neue Gesichtsmasken in den Vereinsfarben schwarz und gelb verfügbar sein.

BVB verkauft Schutzmasken: Geld wird für Hilfsbedürftige während der Coronavirus-Krise gespendet

Ein Teil der Einnahmen wird für die BVB-Stiftung zur Unterstützung Hilfsbedürftiger in der Corona-Krise verwendet. "Wir sehen das Produkt unter Schutz- und nicht unter monetären Gesichtspunkten. In den vergangenen Wochen haben uns Hunderte Fans auf den Social-Media-Kanälen gebeten, eine BVB-Maske ins Sortiment aufzunehmen. Dem Wunsch sind wir gern gefolgt", erklärt Cramer.

17.10 Uhr: Das Ordnungsamt Dortmund weist darauf hin, dass auch auf den Wochenmärkten eine Maskenpflicht gilt. Die Verpflichtung kann für Beschäftigte auf Wochenmärkten durch eine Abtrennung ihres Standes durch Glas oder Plexiglas ersetzt werden.

Für Kunden ohne Mundschutz sieht es allerdings schlecht aus. Die Standbetreiber werden angehalten, Kunden ohne Schutzmaßnahmen keine Ware zu verkaufen. Ausgenommen seien Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keinen Mundschutz tragen können.

Neue Fallzahlen für Dortmund: Acht weitere Personen an dem Coronavirus erkrankt

17.05 Uhr: In Dortmund haben sich acht weitere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl auf 687 Erkrankungen in der Ruhrgebietsstadt. 575 davon haben die Krankheit wieder überstanden und gelten als genesen - das sind 6 Menschen mehr als noch am Tag zuvor.

5 Personen weniger werden wegen Covid-19 stationär behandelt. Derzeit befinden sich 30 in Krankenhäusern in Dortmund. Elf Infizierte werden intensivmedizinisch behandelt. Zu den vier bekannten Todesopfern in Dortmund ist keiner neu dazu gekommen.

16.15 Uhr: Ab morgen (30. April) ist der Fahrdienst für Menschen mit Behinderung in Dortmund wieder verfügbar. Die Nutzer müssen sich dennoch an die Hygienevorschriften halten und einen Mund-Nasenschutz tragen.

Der Fahrdienst soll Menschen mit Behinderung am öffentlichen Leben teilhaben lassen, wenn sie aufgrund ihrer Behinderung den öffentlichen Nahverkehr nicht nutzen kann. Er steht für private Anlässe zur Verfügung und wurde wegen des Coronavirus ab Mitte März deutlich reduziert.

Fridays for Future Dortmund veröffentlichen offenen Brief

16 Uhr: Fridays for Future Dortmund machenArmin Laschet in einem offenen Brief Vorwürfe. Sie kritisieren das Vorgehen des Politikers, die Schulen für Abiturienten zu öffnen. 

Die Schüler würden dadurch keine Chance auf ein Durchschnittsabitur bekommen und müssten ihre Abschlussprüfungen während der Pandemie schreiben, was für eine starke psychische Belastung sorgen würde. "Es kommt vermehrt zu häuslicher Gewalt, der Stress insgesamt nimmt zu. Das ganze Leben der Schüler stellt sich von einem auf den anderen auf den Kopf", so Fridays for Future Dortmund.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat mit seiner Politik in der Coronavirus-Krise in NRW immer wieder für Kritik gesorgt.

Fridays for Future Dortmund kritisieren das Öffnen der Schulen für Abiturienten aus NRW

Auch die Schulen würden so vor einer unmöglichen Herausforderung gestellt werden, da an vielen Schulen nicht für ausreichende Seife und Papierhandtücher gesorgt werden kann. Außerdem werfen die Umweltbewegung aus Dortmund Politiker Armin Laschet vor, die Schulentscheidung besonders wegen seiner anstehenden Kanzlerkandidatur getroffen zu haben.

Der freiwillige Unterricht der Abiturienten wäre nur scheinheilig und würde die Ungerechtigkeit in den Schulen weiter fördern. Sie fordern daher das Durchschnittsabitur für alle Schüler, da die Schulen weiter geschlossen bleiben sollen. Freiwillige Prüfungen sollen dann die Abiturnote verbessern können, allerdings nicht verschlechtern.

15.45 Uhr: Ab Morgen (30. April) sind die Bürgerdienste der Stadt Dortmund wieder eingeschränkt nutzbar. Aufgrund der Ansteckungsgefahr können jedoch keine Bürgertermine angeboten werden. 

Schrittweise sollen nun alle Service-Leistungen wieder aufgenommen werden. Zunächst sollen dringende Angelegenheiten im Bereich Einwohnermelde-, Kraftfahrzeug- und Führerscheinwesen geklärt werden. 

Dortmund: Bürgerdienste der Stadt wieder eingeschränkt nutzbar

Allerdings muss zuerst eine Terminvergabe erfolgen. Auch das Standesamt ist nur unter vorheriger Terminvereinbarung zu besuchen. Wichtig beim Besuch ist das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske, das pünktlich sein und dass man alleine bei der Behörde auftaucht. Wer sein fertiges Ausweisdokument abholen möchte, muss auch dafür ein Termin vereinbaren.

15.30 Uhr: Die Grünen Dortmund veröffentlichen einen offenen Brief an Oberbürgermeister Ullrich Sierau. In diesem fordert die Partei, dass die Kreditbürgschaften das Problem der fehlenden Einnahmen in der Kommunen nicht lösen würden. 

Das Problem könnte nur gelöst werden, in dem man die pandemiebedingten Schäden isoliert und diese Lasten durch Land und Bund übernommen werden. Nur so könne man den Haushalt der Stadt Dortmund weiter stabil halten. 

Die Grünen fordern die Übernahme der Kitagebühren von der Stadt Dortmund

Außerdem würden noch einige Institutionen von den Finanzspritzen der Regierung ausgenommen sein. Die Grünen fordert daher die Stadt auf, diese in das Sonderprogramm des Landes aufzunehmen. Desweiteren soll die Stadt sämtliche Kitagebühren übernehmen, sowie die laufenden kommunalen Investitionsprogramme nach hinten verlängert werden.

15.14 Uhr: Der traditionelle 1. Mai Feiertag wird in diesem Jahr in Dortmund wegen des Coronavirus nicht stattfinden können. Größere Menschenansammlungen könnten zur weiteren Verbreitung des Virus führen. Der DGB und auch andere Veranstalter werden daher den Tag der Arbeit in das Internet verlagern und auf klassische Demonstrationen verzichten. 

Für Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange der richtige Schritt: "Ich bedauere sehr, dass der diesjährige Tag der Arbeit nicht wie gewohnt stattfinden kann. Der 1. Mai steht für den Kampf der Arbeitnehmerrechte und Verbessrungen der Arbeitsbedingungen und lebt von der Präsenz der Gewerkschafter auf der Straße."

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange appelliert an Vernunft der Menschen am 1. Mai

Besonders in der jetzigen Zeit sei es wichtig, sich an die Vorgaben zu halten und für die Eindämmung der Pandemie zu kämpfen. Die ersten Lockerungen dürfen einen nicht leichtfertigen lassen, da dass Virus gefährlich sei, so der Polizeipräsident.

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange appelliert an die Vernunft der Menschen.

"Beachten Sie weiterhin die Ansammlungs- und Kontaktverbote! Diese Regelungen sind die Grundlage für weitere Lockerungen der freiheitlichen Beschränkungen, die uns alle betreffen. Nur wenn die Infektionszahlen weiter sinken, kommen wir einer Normalität, wie wir alle sie kennen, langsam näher", appeliert Gregor Lange.

14.25 Uhr: Die Kinder-Ferien-Party in der Helmut-Körnig-Halle in Dortmund fällt in diesem Jahr aus. Die Veranstaltung für die Kleinsten findet traditionell in den Sommerferien statt.

In diesem Jahr hätte das kostenlose, zweiwöchige Kinderprogramm sein 50. Jubiläum gefeiert. "Wir nehmen unsere Verantwortung für die Gesundheit und die Sicherheit unserer jungen Gäste und deren Begleiter sowie unserer Helfer und Mitarbeiter sehr ernst", so Friedrich Deick, Geschäftsführer des Vereins Kinder-Ferien-Party Westfalen e.V.

Kinder-Ferien-Party in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle abgesagt

Dass tausende Kinder im Juli toben und Spaß haben, sei angesichts des Coronavirus utopisch gewesen. Daher habe er gemeinsam mit dem Vorsitzenden Friedhelm Sohn entschieden, die Veranstaltung in diesem Jahr ersatzlos abzusagen.

Update, Mittwoch (29. April), 11.45 Uhr: Die Service-Center von DEW21, DSW21 und DOGEWO21 in Dortmund sollen am Montag (4. Mai) unter Schutzmaßnahmen und mit Einschränkungen wieder öffnen. Das teilten die Unternehmen heute mit. Sie waren wegen des Coronavirus am 16. März geschlossen worden.

Coronavirus in NRW: Stadtwerke öffnen wieder - mit besonderen Maßnahmen

Für den Schutz von Kunden und Mitarbeitern vor Covid-19 seien jedoch besondere Maßnahmen getroffen worden. Es gelten Zugangs- und Abstandsregeln, teilt Unternehmenssprecherin Britta Heydenbluth mit. Zudem seien Acrylglasscheiben zum Schutz eingebat worden.

"Bitte bringen Sie etwas Geduld mit und halten Sie sich an die üblichen Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen. Tragen Sie bitte eine Mund-Nasen-Bedeckung", teilt das Unternehmen mit.

Auch die Öffnungszeiten sind geändert worden:

  • DSW21 (Stadtwerke): Servicecenter Petrikirche (Kampstraße 46) in der Haltestelle Hörde, Betriebshof Castrop-Rauxel und HaltePunkt (Kampstraße): Dienstag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr; Montag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 16 Uhr
  • DEW21 (Energie): Servicecenter am Günter-Samtlebe-Platz 1: Montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, das Express-Center (Kleppingstraße 28) von 7 bis 17 Uhr
  • DOGEWO21 (Wohnen): Wie gewohnt

Coronavirus in Dortmund: BVB-Boss Watzke für Start der Bundesliga

21.40 Uhr: Hans-Joachim Watzke (60), Geschäftsführer von Borussia Dortmund, drängt auf einen Wiederbeginn der Bundesliga-Saison ab Mai. "Es ist völlig ausgeschlossen, dass erst im Juni gespielt wird, dann kannst du es gleich vergessen", so Watzke in Spiegel

"Wir haben ja noch neun Spieltage zu spielen, wir haben noch Relegationsspieltage und dann kommt der DFB-Pokal noch dazu. Und wir müssen damit rechnen, dass auch mal ein Spiel ausfällt."

BVB: Watzke legt der Politik Gesundheitskonzept für Fußball trotz Coronavirus vor

Der 60-Jährige sieht keinen Grund, den Wiederbeginn der Bundesliga noch weiter hinauszuzögern: "Wir haben der Politik ein 41-seitiges Gesundheitskonzept vorgestellt und sind auch jetzt noch dabei, es auf Wunsch der Politik noch weiter auszudehnen. Wenn das trägt, ist es egal, ob wir am 9. Mai oder am 16. Mai spielen, die Situation ist die gleiche. Jede Woche später wird kritisch."

Wenn die Bundesliga die erste Liga sei, die wieder den Spielbetrieb aufnehmen würde, würde das eine immense Wirkung auf die ganze Welt haben, so Watzke.

Klinikum Dortmund: Spürhunde sollen Coronavirus erschnüffeln können

17.40 Uhr: Das Dortmunder Klinikum startet nun mit einem Forschungsprojekt, welches viel versprechen kann. Hunde sollen demnach das Coronavirus an der Atemluft einer Person erkennen können.

"Hunde haben eine sehr gute Nase und können zum Beispiel eine Unterzuckerung bei einem Patienten riechen, ehe es der Betroffene selbst spürt. Auch bei Lungenkrebserkrankungen gibt es hierzu bereits positive Forschungsergebnisse", erklärt Dr. Bernhard Schaaf, Direktor der Klinik für Infektiologie und Pneumologie im Lungenzentrum des Klinikums Dortmund.

Dr. Bernhard Schaaf ist Klinikdirektor am Klinikum Dortmund.

Klinikum Dortmund: Spürhunde sollen Coronavirus durch die Luft riechen können

Neben einem Abstrich in der Nase, wird bei einem Coronavirus-Test auch eine Probe der Atemluft genommen. Eine unterschiedliche Gaszusammensetzung in der Atemluft soll auf das Coronavirus hinweisen.

17.15 Uhr: In Dortmund sind fünf weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Demnach steigt die Zahl der Infizierten in der Stadt von 674 auf 679 an. 569 Personen gelten als geheilt, das sind 12 Menschen mehr als noch am Tag zuvor.

Derzeit werden in Dortmund 35 Covid-19-Patienten stationär behandelt, davon elf intensivmedizinisch. Die Zahl der Todesfälle bleibt weiterhin konstant bei vier.

17.08 Uhr: Um das Spiel des BVB gegen Borussia Mönchengladbach Anfang März gab es einige Diskussionen. So sollte das Spiel nur wenige Kilometer vom damaligen Coronavirus-Hotspot Gangelt stattfinden.  

Die damalige Diskussion: Darf das Spiel überhaupt ausgetragen werden? Und wenn ja: mit oder ohne Publikum im Stadion? Politiker Karl-Josef Laumann (CDU) gibt in der Süddeutschen Zeitung offen Fehler zu.

BVB gegen Borussia Mönchengladbach: Laumann gibt offen Fehler zu

Ein Argument sei damals gewesen, dass das Spiel zwischen BVB und Borussia Mönchengladbach mit Publikum stattfinden könne, weil sich die 54.000 Zuschauer unter freiem Himmel befinden würden. "Aus heutiger Sicht war das natürlich Quatsch", so Laumann. "Wir haben uns da ein bisschen rausgeredet. Wir haben gesagt: 'Wenn der Oberbürgermeister das Spiel zulässt, muss er es verantworten'."

Rückblickend sei ihm nun klar geworden, dass das Spiel hätte verboten werden sollen. Er betont aber auch, dass es für ihn und seine Kollegen damals ein Prozess gewesen sei, zu verstehen, wie man mit dem Coronavirus am besten umgehen sollte.

15.58 Uhr: Seit dem 20. April dürfen Archive unter Einhaltung der Hygieneregeln ihren Lesesaal in NRW wieder öffnen. Das Westfälische Wirtschaftsarchiv in Dortmund nimmt ab dem 4. Mai seinen eingeschränkten Benutzerbetrieb wieder auf.

Wichtig ist eine telefonische Anmeldung mit fester Terminvergabe unter der Telefonnummer 0231/5417 176.

Feuerwehr in Dortmund-Hörde bekommt 5000 Schutzmasken gespendet

15.45 Uhr: Die INTER Versicherungsgruppe schenkt der Stadt Dortmund 5000 Schutzmasken. Sie wurden der Feuerwehr der Wache 4 im Dortmunder Stadtteil Hörde zur Verfügung gestellt und werden nach Bedarf eingesetzt.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau freut sich über die Spende und bedankt sich bei Emine Baltaci, die die Mundschutzmasken übergeben hat. "Die Spende ist ein schönes Beuspiel dafür, wie wir in Dortmund zusammenstehen", so Sierau.

Der Feuerwehr Wache 4 in Dortmund-Hörde wurden 500 Schutzmasken gespendet.

14.30 Uhr: Die Bürgerdienste in Dortmund öffnen ab Donnerstag (30. April) wieder eingeschränkt, meldet die Stadt. Es sollen Spuckschutzwände aufgestellt werden, sagte Rechtsdezernent Norbert Dahmen bei der Pressekonferenz am Mittag. 

Auch wird es eine Mundschutzpflicht geben. Masken werden für Besucher, die keine dabei haben, vorgehalten. Der Rest der Verwaltung soll kommende Woche langsam hochgefahren werden.

Coronavirus in NRW: Politik des Landes NRW sorgt für Kritik

13.36 Uhr: Im Rathaus gibt es Unmut über die Politik des Landes NRW. Die Stadtspitze in Dortmund kritisiert fehlende Kostenübernahme in der Coronavirus-Pandemie sowie die schlechte Kommunikation.

Dortmund sei der Bitte der Gesundheitsminister des Landes und des Bundes nachgekommen, Behelfskrankenhäuser zu schaffen. "Wir sind und wären für einen ganz anderen Verlauf vorbereitet", sagte Sozialdezernentin Birgit Zoerner bei einer Pressekonferenz der Stadtspitze am Mittag.

Dass das Land NRW den Kommunen eine finanzielle Lastenteilung verwehrt habe, "lässt einen fassungslos zurück", so Zoerner weiter. Dies gehe zu Lasten der Kommunen. Man wolle sich nun weiter gegenüber dem Land positionieren.

Coronavirus in Dortmund: Lage an den Schulen ist "ruhig"

Die Lage an den Schulen in Dortmund sei derweil ruhig, sagte Schuldezernentin Daniela Schneckenburger: "Der Übergang in die Teilöffnung hat an den allermeisten Stellen reibungslos funktioniert."

Nachdem der Anspruch auf Notbetreuung für einige Elterngruppen gelockert wurde, befinden sich in den städtischen Kitas derzeit 800 Kinder. Die Schulen würden rund 1000 Kinder besuchen. Dies sei nur ein Bruchteil der Kinder, die dort sonst betreut würden.

Unruhe habe eine Anfrage des Landes ausgelöst, ob Personalbedarf vorhanden sei, sagte Schneckenburger. Dies sei erneut nicht mit den Kommunen abgestimmt gewesen. In Dortmund sei "ausreichend Personal vorhanden", auch wenn die Zahl der zu betreuenden Kinder nun nach und nach ansteige.

Coronavirus in Dortmund: Tiere im Naturschutzgebiet Lanstroper See bedroht

10.57 Uhr: Die Kontakteinschränkungen in der Coronavirus-Pandemie treibt die Menschen in die Natur. Die Stadt Dortmund schlägt jetzt jedoch Alarm: Spaziergänger könnten den Naturschutzgebieten in Dortmund "immensen Schaden" zufügen.

Vor allem Wasservögel, Amphibien und Libellen, aber auch Vögel würden sich etwa in der Ruhe des Naturschutzgebiets "Lanstroper See" wohl fühlen. "Leider ist es mit der Ruhe zurzeit nicht weit her", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt, "denn viele Menschen haben bei dem schönen Wetter lärmend, planschend oder grillend den Lebensraum übernommen".

Rehe könnten aufgescheucht, Vögel beim Brüten gestört werden. Das Umweltamt bittet daher eindringlich, auch mit Hunden in Naturschutzgebieten in Dortmund auf den Wegen zu bleiben.

Coronavirus: Experte aus Dortmund hält Übertragung über das Auge für möglich

Update, Dienstag (28. April), 9 Uhr: Das Coronavirus kann vermutlich auch über das Auge in den menschlichen Körper gelangen. Davon geht ein Arzt aus Dortmund aus. Er mahnt zu Einhaltung der Hygieneregeln.

Demnach könne das Virus Sars-CoV-2 nicht nur über Nase und Mund aufgenommen werden und zur Erkrankung Covid-19 führen, sagt Professor Markus Kohlhaas, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde im St.-Johannes-Hospital Dortmund.

Der Experte aus Dortmund hält eine Aufnahme des Coronavirus über das Auge für möglich. Eine Ansteckung anderer über die Tränenflüssigkeit sei hingegen unwahrscheinlich, so der Arzt. Das Coronavirus könne jedoch eine Bindehautentzündung begünstigen. Verhindern ließe sich das nur durch Einhaltung der Hygieneregeln, wie etwa häufiges gründliches Händewaschen.

Coronavirus in Dortmund: Theater will an Spielbeginn festhalten

17.57 Uhr: Das Theater Dortmund möchte einen potenziellen Spielbeginn zum 1. September 2020 möglichst einhalten. Daher haben die Verantwortlichen nun einen eigenen Fahrplan erstellt, wie die Existenzen von Kunstschaffenden gesichert werden sollen.

  • Klarheit der Entscheidungen: Das Theater Dortmund fordert eine bundesweite Abstimmung der Regelungsgrundlagen und deren Kommunikation
  • Gleichbetrachtung von Kultur, Sport, Religionsgemeinschaften und Wirtschaft: Das Theater Dortmund fordert einheitliche Lösungen für alle Kulturorte - dazu gehören auch Gottesdienste und Theater
  • Einheitlichkeit der Regelungen: Alle Schutzmaßnahmen sollen gleich behandelt werden
  • Akzentuierung auf das medizinisch begründet Notwendige: Es soll sich auf medizinisch begründete Schutzmaßnahmen konzentriert werden, unabhängig von der Personenkapazität
  • Planungssicherheit für die nahe Zukunft: Das Theater Dortmund fordert klare Kritierien für die zügige Aufnahme des Vorstellungsbetriebes
  • Ausreichende Vorlaufzeiten: Eine Vorlaufzeit von zehn Wochen zwischen Ankündigung und Inkrafttreten von Lockerungen der Einschränkungen seien notwendig.

Zahl der Coronavirus-Infizierten in Dortmund steigt weiter an

17.25 Uhr: In Dortmund sind neun weitere Person mit dem Coronavirus infiziert, wie die Stadt bekannt gab. Damit steigt die Zahl der insgesamt Infizierten auf 674.

557 Personen haben die Erkrankung bereits überstanden und gelten als genesen - das sind 19 Personen mehr als noch am Tag zuvor. 30 Personen werden stationär behandelt, davon zehn intensivmedizinisch. Es gibt in Dortmund vier Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

17.20 Uhr: Seit das Coronavirus in Dortmund angekommen ist, liegt auch das Kulturangebot in der Ruhrgebietsstadt brach. In den verschiedenen Einrichtungen wird derzeit nach Möglichkeiten gesucht, wie es weiter gehen kann. 

"Bund und Land haben schnell und unbürokratisch reagiert, unter anderem mit einer Soforthilfe für freie Kulturschaffende", so Kulturdezernent Jörg Stüdemann, "nun müssen die Hilfen weitergehen." Daher fordert er eine Soforthilfe für Künstlerinnen und Künstler wie in Baden-Württemberg.

Theater Dortmund möchte ihren Spielbetrieb bald wieder aufnehmen

Das Theater Dortmund versteht die Umstände, möchte aber dennoch so schnell es geht wieder seinen Betrieb aufnehmen. "Zur Überwindung der Krise halten wir einen schrittweisen Vorstellungsbetrieb ab dem 1. September 2020 für dringend geboten. Die Theater sind in der Lage, Stückauswahl, Inszenierungen und das Besuchermanagement so anzupassen, dass diese den medizinischen und hygienischen Vorgaben entsprechen", so Tobias Ehinger, geschäftsführender Direktor des Theaters Dortmund. 

Auch das Konzerthaus in Dortmund hofft, dass bald wieder der normale Betrieb starten kann. Derzeit werde sich mit verschiedenen Szenarien beschäftigt, die die Sicherheit des Publikums gewährleistet.

Eröffnung des Naturmuseums in Dortmund fällt wegen des Coronavirus aus

Die Museen in Dortmund bereiten sich auf eine Wiedereröffnung vor. Wann diese stattfinden kann, ist jedoch unklar. Was jetzt aber schon fest steht: Die geplante Neueröffnung des Naturmuseums am 7. Juni fällt aus.

17 Uhr: Die BVB-Handball-Damen gehen nun gegen die Handball-Bundesliga-Frauen (HBF) vor. In einem offenen Brief wenden sich die Sportlerinnen, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und weitere Erstunterzeichner/innen an Andreas Thiel, Vorstandsvorsitzen der HBF.

Die Bundesligen der Handballer wurden vorzeitig abgebrochen. Die Handball-Bundesliga der Männer (HBL) hat den aktuellen Tabellenersten, THW Kiel, zum Deutschen Meister erklärt - das ist jedoch in der Handball-Bundesliga der Frauen nicht passiert. 

Oberbürgermeister Ullrich Sierau wendet sich mit offenem Brief an den HBF

Normalerweise wäre der BVB als Tabellenerster Meister geworden - doch der Verband hat sich gegen den Meistertitel entschieden, ganz zum Leidwesen der Dortmunder Sportlerinnen. "Für diese Ungleichbehandlung gibt es keine sportlichen Argumente. In beiden Ligen hat es ein Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben, in beiden Ligen waren noch acht Spieltage zu absolvieren", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Die Damenhandballmannschaft des BVB im DHB-Pokalfinale gegen den HC Leipzig im Jahr 2016.

Für das Team der Handball-Damen des BVB und den Fans sei das unverständlich, eine Zumutung und eine Riesenenttäuschung. Er fordere den HBF auf, Sportgeist in Coronavirus-Zeiten zu zeigen und den Beschluss zurückzunehmen.

Dortmunder Brauereien helfen beim Hopfenabbau in Coronavirus-Zeiten

15.30 Uhr: Vier Azubis der Dortmunder Brauereien wollen in der Coronavirus-Krise helfen. In Bayern ist der Hopfenanbau bedroht, weshalb sich die vier Lehrlinge aus Dortmund auf den Weg in den Süden machen, um Drahtgestelle für den Hopfenanbau anzubringen.

"Rund drei Wochen sind sie nun vor Ort", so Steffen Krauß, Betriebsleiter der Dortmunder Brauereien. "Dabei brummt unser Flaschenbierabsatz durch die hohe Nachfrage im Handel gerade, sodass wir eigentlich jede helfende Hand selbst gut gebrauchen könnten." 

Dortmunder Brauereien schicken vier Azubis nach Bayern

Dennoch habe er keinen Moment gezögert, die Nachwuchsbrauer freizustellen – bei vollem Lohnausgleich. "Natürlich bezahlen wir unsere Azubis weiter, während die Hopfenbauern für Kost und Logis vor Ort sorgen."

14.00 Uhr: Von der Corona-Krise sind auch zahlreiche Fahrschulen in Dortmund betroffen. Einige von ihnen müssen sogar um ihre Existenz bangen. Damit die Fahrschulen daher zeitnah wieder öffnen dürfen, bereiten sich die Betriebe derweil auf Fahrstunden mit Hygienemaßnahmen vor. 

12.16 Uhr: Not macht erfinderisch. Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen der Dortmunder Sackfabrik, die sich gegen die Kurzarbeit wehrten und eine tolle Alternative präsentierten. 

Coronavirus in Dortmund: Sackfabrik stellt Baumwollmasken her

Dort wo normalerweise Säcke produziert werden, stellen nun zahlreiche Mitarbeiter Baumwollmasken her. Bis zu 700 Stück pro Tag. Diese kommen der Stadt Dortmund und hiesigen Einrichtungen zugute. 

Montag (27. April): 11.20 Uhr: Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen gehen weiter. Im Mai sollen in Dortmund bereits die ersten Kirchen wieder öffnen. Dafür bedarf es jedoch spezielle Sicherheitskonzepte.

Coronavirus in Dortmund: Kirchen dürfen im Mai wieder öffnen

Wolfram Scharenberg, Pressesprecher des evangelischen Kirchenkreises Dortmund, sagte gegenüber den Ruhr Nachrichten: "Priorität hat nach wie vor der individuelle Schutz der Gesundheit." Deshalb müssen die Gemeinden individuelle Sicherheitskonzepte vorlegen, mit denen sie die Hygieneregeln einhalten wollen. Erst dann können Gottesdienste wieder stattfinden. 

20.47 Uhr: BVB-Spielerfrau und Influencerin Cathy Hummels verkauft ab Montag (27. April) im Internet eigene Mundschutz-Masken.

Das Startdatum für ihren Online-Verkauf könnte nicht passender sein: Ab Montag gilt in NRW und allen anderen Bundesländern eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Coronavirus in Dortmund: Stärkster Anstieg von Infektionen seit Wochen

20.15 Uhr: Derzeit können viele Dortmunder keinen Urlaub mehr machen. Zuletzt fielen die Reisen während der Osterferien der Corona-Krise zum Opfer.

Wie es nach der Pandemie aussieht, ist ungewiss. Allerdings gibt es bezüglich der Urlaubs-Reisen nach der Virus-Krise düstere Prognosen. Denn vor allem Flugtickets könnten dann deutlich teurer werden. 

Der Dortmunder Flughafen hatte bereits vor Wochen seinen Flugplan für ausgewählte Tage komplett gestrichen. 

16.19 Uhr: Die Stadt Dortmund gibt neue Erkenntnisse zu den aktuellen Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Demnach verteilen sich die Zahlen in Dortmund aktuell wie folgt:

  • 665 bestätige Fälle (20 neue Fälle seit Samstag)
  • 547 Personen gelten als genesen
  • 6 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind verstorben
  • 27 Patienten werden stationär behandelt, darunter 10 intensivmedizinisch und 8 unter Beatmung

Dortmund: Nachbarschaftshilfe aus Marten will in Zeiten des Coronavirus finanziell unterstützen

14.18 Uhr: Die Nachbarschaftshilfe "Marten aktiv" hat die zweite Martener Solidaritätshilfe ins Leben gerufen. Die Nachbarschaftshilfe möchte Menschen helfen, die aufgrund des Coronavirus vor allem finanziell in eine Notsituation geraten sind und ihnen bei der Rechnung für Energie unter die Arme greifen.

"Aktuell erhalten viele Menschen ihre Jahresrechnung für Strom und Gas. Wenn das Einkommen aufgrund von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit auf einmal weitaus niedriger ist als normal, fragen sich viele, wie sie eine Nachzahlung bezahlen sollen", erklärt Axel Wolff, der Koordinator der Nachbarschaftshilfe. "Diesen Menschen möchten wir mit einem finanziellen Zuschuss helfen. Die Unterstützung beträgt bis zu 50 Prozent der Nachzahlung. Das Geld wird direkt auf die Konten der jeweiligen Energieversorger überwiesen."

Die Nachbarschaftshilfe biete auch Unterstützung, falls eine Ratenzahlung vereinbart werden muss. Betroffene können sich telefonisch unter der 0231/58690610 oder per Mail an die info@marten-aktiv.de melden.

Coronavirus: Watzke will Bundesliga mit Geisterspielen fortsetzen

Update, Sonntag (26. April), 10.14 Uhr: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund betont die Bedeutung einer Saison-Fortsetzung mit Geisterspielen für die Bundesliga. "Wenn wir die nächsten Monate nicht mehr spielen, dann säuft die ganze Bundesliga ab. Dann wird es die in der Form nicht mehr geben, wie wir sie gekannt haben", sagte Watzke gegenüber dem TV-Sender  Sky.

Dafür hat die DFL für die Wiederaufnahme der deutschen Bundesliga bereits ein medizinisches Konzept vorgelegt. Die verbleibenden neun Spieltage in der Bundesliga und der 2. Liga sollen mit sogenannten Geisterspielen durchgeführt werden. Dann könnten die Clubs auch über den Rest der vereinbarten TV-Gelder verfügen. Angeblich steht eine Summe von 300 Millionen Euro auf dem Spiel, wie die dpa berichtet.

Hans-Joachim Watzke versteht der Sorge der Fans in Hinsicht auf bevorstehende Geisterspiele in der Bundesliga.

Watzke würde Kritik vieler Fangruppen aber auch verstehen. "Natürlich weiß ich auch, dass viele Fans sagen, die Stimmung im Stadion ist doch nicht da, die kommt doch im Fernsehen nicht so rüber. Das ist völlig klar", so der 60-Jährige. "Es geht ja hier um die Rettung des Fußballs."

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