Start bereits im Januar

Dortmund: Ort für neues Corona-Testzentrum überrascht

Warnung vor Corona am Phönixsee
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Stadt Dortmund kämpft gegen Corona: jetzt soll ein neues Testzentrum entstehen.

Noch im Januar soll ein neues Corona-Testzentrum mitten in Dortmund entstehen. Die Wahl der Räumlichkeiten überrascht.

Dortmund – Die letzten Musikaufführungen im Dortmunder Konzerthaus liegen mittlerweile weit zurück. Auf der Homepage teilt das Konzerthaus aktuell mit, dass bis zum 28. Februar sämtliche Konzerte abgesagt sind. Und das könnte jetzt noch deutlich länger dauern: Denn in den Räumlichkeiten soll ein ganz neues Coronatestzentrum entstehen, wie zuerst die Ruhr Nachrichten (Bezahlartikel) berichteten (alle Infos zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Konzerthaus DortmundEröffnung 2002
AdresseBrückstraße 21, 44135 Dortmund
Geschäftsführer/IntendantRaphael von Hoensbroch

Corona-Tests im Konzerthaus Dortmund: Am 27. Januar soll es losgehen

Konkret soll im Konzerthaus ein Covid-Testzentrum der Berliner Firma Temedos entstehen. Der Betreiber teilt auf seiner Webseite mit, dass die Testungen bereits ab dem 27. Januar starten sollen.

Dortmunder können sich hier dann auf Covid-19 testen lassen. Termine sind sogar bereits buchbar. Ein 20-Minuten-Schnelltest kostet dabei 49,90 Euro. Ein PCR-Labortest wird 119 Euro kosten.

Corona-Test im Dortmunder-Konzerthaus: Angaben des Betreibers zu den Testungen

Der Schnelltest liefert das Ergebnis in 20 Minuten, der PCR-Labor-Test erst nach ca. 24 Stunden. Der PCR-Test gilt dabei aber als das sicherste Verfahren, um eine Infektion nachzuweisen. Er wird auch teilweise bei der Einreise verlangt und kann daher notwendig sein. In diesem Falle genügt der Schnelltest nicht.

Nach eigenen Angaben von Temedos werden dabei ausschließlich vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistete und vom Paul-Ehrlich-Institut freigegebene Antigen-Schnelltests verwendet. Die Tests würden ärztlich überwacht und es werde ein unterschriebenes ärztliches Attest erstellt.

Wird bald zum Corona-Testzentrum: Das Konzerthaus Dortmund (Symbolbild)

Konzerthaus überraschend als Corona-Teststelle zweckentfremdet: Intendant äußert sich

Der Intendant und Geschäftsführer Raphael von Hoensbroch meint zu dem Vorhaben, das Konzerthaus habe immer versucht, mit der Pandemie zu arbeiten und nicht „die Hände in den Schoß“ zu legen. Und weiter: „Deshalb freue ich mich sehr, dass wir das Konzerthaus unter diesen ungewöhnlichen Umständen für die Menschen in der Stadt wieder öffnen können.“

Die Aussage, man versuche mit der Pandemie zu arbeiten, könnte dabei aber auch eine Anspielung auf Versuche des Konzerthauses sein, die Wiedereröffnung von Konzerthäusern trotz Corona-Krise schneller zu ermöglichen. Erst im November wurde im Konzerthaus Dortmund zu diesem Zweck die räumliche Ausbreitung von Aerosolen und CO2 in einem Konzertsaal experimentell untersucht.

Konzertsäle und Theater sind keine Orte der Infektion“, hatte Raphael von Hoensbroch nach Veröffentlichung der Studie mitgeteilt. Sie sollte eine erste wissenschaftliche Grundlage bieten, um Kulturveranstaltungen – nicht nur am Dortmunder Konzerthaus – 2021 wieder möglich zu machen. Das ist nun mit dem Umfunktionieren als Corona-Testzentrum wohl wieder in weite Ferne gerückt.

Sollen weiterhin stattfinden: Proben am Konzerthaus Dortmund. (Symbolbild)

Corona-Tests im Foyer des Konzerthauses: Steamings und Proben finden weiter statt

Für die Tests sollen laut den Ruhr Nachrichten auch 30 Mitarbeiter des Konzerthauses eingesetzt werden. Sie sind zu diesem Zweck ärztlich geschult worden.

Die gute Nachricht für alle Konzertfans: Im Saal werden dennoch weiterhin Proben stattfinden. Und auch die Live-Streamings von Konzerten sollen weiter stattfinden. Die Corona-Tests selbst werden im Foyer durchgeführt.

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