Daten zum Immunschutz

Corona: Omikron-Variante in Dortmund – TU-Virologe schlägt Lösung vor

Studien zur Omikron-Variante versetzen die Welt in Angst. Ein Virologe aus Dortmund sieht einen Ausweg.

Dortmund – Was steht uns da mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus bevor? Eine neue Studie aus Deutschland aus dem Universitätsklinikum Frankfurt stellt jetzt eine stark verminderte Schutzwirkung Geimpfter gegen die Mutation im Vergleich zur Delta-Variante fest – und zwar um fast 40 Prozent.

Variante des CoronavirusOmikron (B.1.1.529)
Erstmalige Entdeckung inSüdafrika
DatumNovember 2021

Omikron-Variante des Coronavirus: Virologe aus Dortmund sieht einen Ausweg

Selbst bei doppelt gegen Corona Geimpften werde es demnach laut Prof. Dr. Carsten Watzl, Virologe beim Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund, deutlich öfter zu Impfdurchbrüchen kommen. Zwar seien die aktuellen Impfungen nicht nutzlos, sie hätten aber eine stark verminderte Wirkung gegen die neue Mutation.

Doch Watzl sieht einen ersten Ausweg – und der ist denkbar einfach: eine Booster-Impfung. Wer drei Impfungen gegen Corona habe, sei ausreichend gegen eine Infektion mit der Omikron-Variante geschützt. Auch eine Kombination aus Infektion plus zweifacher Impfung biete genügend Antikörper, um gegen Omikron zu bestehen, so Watzl.

Dortmunder Virologe Carsten Watzl zu Corona-Variante Omikron: Inzidenzen werden steigen

Bis die Mehrheit der Bevölkerung geboostert ist, erwartet der Dortmunder Virologe allerdings zunächst eine Verschlechterung der Situation: „Die Inzidenzen könnten daher noch mal deutlich steigen“, sagte Watzl dem Science Media Center. In NRW wurden bereits erste Omikron-Fälle nachgewiesen, weshalb die Landesregierung erste Regel-Anpassungen vorgenommen hat.

Unklar sei bislang, ob Omikron bei doppelt Geimpften auch zu mehr schweren Verläufen führe. Oder anders gesagt: Ob der Impfschutz vor schwerer Erkrankung bei Omikron noch hoch ist. Watzl gehe davon aus, dass der Schutz bei doppelt Geimpften zumindest noch ausreichend sei, um nicht im Krankenhaus zu landen. Das zeigten erste Hinweise aus Südafrika, wo Omikron zuerst entdeckt wurde. Hier sei es bei Geimpften überwiegend zu milden Verläufen gekommen (Hier weitere Corona News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Dortmunder Virologen: Klare Botschaft an Ungeimpfte wegen Corona-Variante Omikron

Eine klare Botschaft hat Carsten Watzl in Richtung Ungeimpfter: Sie seien gegenüber Omikron noch weniger geschützt als gegen die Delta-Variante. „Daher werden mit steigenden Inzidenzen auch mehr schwere Fälle und damit eine zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems einhergehen“, warnt der Virologe aus Dortmund.

Prof. Dr. Carsten Watzl aus Dortmund hält einen angepassten Impfstoff gegen das Coronavirus wegen Omikron für nötig.

Watzl sieht nun eine Anpassung der aktuellen Impfstoffe als unausweichlich an, um sie auf die Omikron-Variante anzupassen. „Da diese angepassten Impfstoffe frühestens nächstes Jahr im Februar oder März kommen werden, sollte man aber jetzt nicht darauf warten, sondern sich jetzt impfen oder boostern lassen“.

Rubriklistenbild: © Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund; Collage: RUHR24