Klinikum Dortmund

Maske richtig tragen: Ärztin aus Dortmund warnt vor Corona-Folgen für das Gesicht

Frau hält eine Maske in der Hand
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Wer eine Maske trägt, sollte auch auf die richtige Gesichtspflege achten.

Wer Maske trägt, verdeckt einen großen Teil des Gesichts. Das kann mitunter die Haut strapazieren. Eine Expertin erklärt, wie Gesichtspflege richtig geht.

Dortmund – Das Tragen von medizinischen Masken ist wegen der Corona-Pandemie zum Alltag geworden. Sie verdecken den Großteil des Gesichts und damit auch der Haut. Die richtige Gesichtspflege ist deshalb besonders wichtig.

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Maske tragen während Corona: Expertin aus Dortmund hat Tipps

Scheuer- und Reibeeffekte, Veränderung des sogenannten Hautmilieus oder Hautirritationen und damit Unreinheiten sind die Folgen des Maskentragens. Die Haut im Gesichtsbereich wird in Zeiten von Corona stark beansprucht. Das kann nicht nur das Selbstbewusstsein trüben, sondern im Zweifel auch schmerzhaft sein (alle aktuellen News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Richtige Pflege für die Haut im Gesicht ist umso wichtiger geworden, meint Dr. Ulrike Beiteke. Sie ist leitende Oberärztin der Hautklinik des Klinikums Dortmund. Aber was kann man tun, um das Gesicht vor Irritationen zu schützen? Und was hilft im Notfall, wenn die Haut schon gereizt ist?

Gesichtspflege während Corona: Maske sollte gewechselt werden

„Vorbeugende Maßnahmen sind leicht in den Alltag zu integrieren und einfach umzusetzen“, stellt Beiteke klar. Dazu gehöre unter anderem, sich das Gesicht zweimal täglich mit lauwarmen Wasser zu waschen. Ideal sei dafür ein pH-neutraler Gesichtsreiniger ohne Duftstoffe.

Abstand nehmen sollte man trotz Pandemie hingegen von Gesichtspflege-Mitteln mit Alkohol, wie etwa einen desinfizierenden Reiniger. „Auch Make-up sollte man sparsam verwenden. In Verbindung mit der Maske wirkt das sonst wie eine feuchte Kammer und begünstigt Hautinfektionen“, warnt die leitende Oberärztin in einer Mitteilung des Klinikums Dortmund.

Dr. Ulrike Beiteke vom Klinikum Dortmund gibt Tipps zur Gesichtspflege in Zeiten von Corona.

Außerdem sei es wichtig, der Haut eine Pause zu geben und die Maske regelmäßig zu „lüften“. Eine Maske sollte auch regelmäßig gewechselt werden. Wer eine medizinische Maske mehrfach verwenden will, sollte sie in der Zwischenzeit aber unbedingt richtig aufbewahren.

Expertin aus Dortmund gibt Tipps zur Gesichtspflege: Gesunde Haut trotz Maske und Corona

Vorsorge ist gut, Kontrolle ist besser. Deshalb empfiehlt Dr. Ulrike Beiteke die Haut regelmäßig auf Druckstellen, Pickel oder Wunden zu kontrollieren, um diese schnell und gezielt behandeln zu können. Aber was tun, wenn man wirklich eine Veränderung feststellt? „Allgemein und auch bei fettiger Haut hilft, sich regelmäßig mit einer milden, duftstofffreien und feuchtigkeitsspendenden Lotion einzucremen“, so Beiteke.

Die Expertin hat zur Hautpflege während Corona noch einen besonderen Tipp: „Man sollte darauf achten, hydrophile Cremes zu benutzen. Das sind Cremes mit geringem Fettanteil, die schnell einziehen.“ Auch bei fleckigen Rötungen oder
Pickeln helfen fettfreie Cremes. Bei empfindlicher oder trockener Haut, die durch die Maske zu Juckreiz und brennenden Hautrötungen neigt, könne man über Nacht zu fetthaltiger Pflege einwirken lassen.

Bei Hautproblem durch Maske: Besser Dermatologen aufsuchen

Aber nicht immer reicht die richtige Gesichtspflege zu Hause. Wer durch das Tragen einer Maske starke Hautprobleme bekommt, sollte immer den Rat eines Dermatologen einholen. Das kann beispielsweise bei Ausschlag oder starken Rötungen im Mund- und Kinnbereich der Fall sein.

„Ein solcher Befund weist auf eine periorale Dermatitis hin, früher auch Stewardessenkrankheit genannt, und somit auf eine gestörte Hautbarriere und zu viel Pflege“, so Beiteke. In diesem Fall solle man auf alles Überflüssige, also auch auf Kosmetik, verzichten. Die Hautpflege sollte eher nach der Reinigung mit milden Pflegeprodukten erfolgen.