Covid-19-Pandemie

Corona in Dortmund: Neue Schnelltest- und Impfzentren könnten die Wende bringen

Der Corona-Sommer 2021 könnte in Dortmund ein anderer werden als 2020. Die Zahl der Impfungen und Tests soll in neuen Zentren deutlich gesteigert werden.

Dortmund – Die Corona-Zahlen in Dortmund steigen nicht wirklich - sie sinken aber auch nicht. Mehr Impfdosen, zwei neue Impfzentren und eine ganze Reihe an Schnelltestzentren könnten das Blatt nun wenden.

StadtDortmund
Zentrales Corona-ImpfzentrumPhoenix West
Leiter GesundheitsamtDr. Frank Renken

Dortmund: Corona-Zahlen teils mit positiver Entwicklung

Erfreulich ist schon jetzt, dass in Dortmund die Sterblichkeit aufgrund von Corona zuletzt leicht zurückgegangen ist. Auch die Auslastung der Krankenhäuser sei nicht mehr so hoch, wie noch vor einigen Wochen, heißt es von der Stadt. Und die Impfungen in Pflegeeinrichtungen sorgen dafür, dass Dortmund in den letzten Wochen von großen Corona-Ausbrüchen verschont werden konnte (hier mehr Corona-News aus Dortmund auf RUHR24.de lesen).

Nun sollen Schnelltests und noch mehr Impfungen den leicht positiven Trend verstärken. Doch bevor die Inzidenz sinkt, könnte sie in der kommenden Zeit zunächst steigen. „Durch die Einführung von kostenlosen Schnelltests wird sich die Inzidenz deutlich verändern. Künftig werden dadurch mehr symptomfreie Infizierte gefunden werden“, sagte Dr. Frank Renken, Chef des Dortmunder Gesundheitsamts, am Dienstag (9. März).

Corona: Dortmund will Schnelltestzentren dezentral anbieten

Denn Dortmund will jetzt dezentral an mehreren Stellen in Dortmund Schnelltestzentren errichten. Die Stadt, so Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD), wolle Institutionen damit beauftragen. Denkbar ist etwa, dass Rettungs- und Hilfsorganisationen den Auftrag dazu bekommen. Auch Ärzte, Apotheken oder medizinische Labore könnten von der Stadt beauftragt werden. Den Rahmen gibt eine neue Test-Verordnung des Landes NRW vor. Und auch private Anbieter sind weiterhin dazu berechtigt, Schnelltests anzubieten.

Nicht nur beim Testen nimmt die Stadt Dortmund im Kampf gegen Corona Fahrt auf, sondern auch beim Impfen. Neuerdings dürfen sich auch Beschäftigte an Grund- und Förderschulen sowie an Kitas und in der Kindertagespflege gegen Corona impfen lassen. Dazu errichtet die Stadt zwei neue Impfzentren in zwei Gesamtschulen – und zwar hier:

  • Geschwister-Scholl-Schule, Dortmund-Brackel
  • Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Dortmund-Huckarde

Sie sollen ab dem 12. März öffnen und jeweils freitags und samstags 9000 Schul- und Kita-Mitarbeiter mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen.

Ärzte in Dortmund sollen bei Impfungen helfen

Mitte März sollen zudem die Impfungen in Dortmunder Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung starten. In solchen Einrichtungen hatte es in Dortmund bereits mehrere Corona-Ausbrüche gegeben. Und ab April sollen dann Arztpraxen ins Impfen einsteigen. Spätestens dann könnte ein Großteil der Dortmunder deutlich schneller gegen Corona geimpft werden - zumal weitere Impfstoffe vor der Zulassung stehen.

Die Stadt hofft nun auf die Wende im Kampf gegen Corona. Zuversichtlich stimmt, dass die Corona-Mutationen in Dortmund noch nicht so durchschlagen, wie anderswo. Der Anteil der Varianten an den Neuinfektionen sei in Dortmund bisher geringer als in anderen Regionen Deutschlands, heißt es von der Stadt. In Dortmund liegt er noch unter 50 Prozent.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa, Jonas Güttler/dpa, Florian Forth/RUHR24; Collage: RUHR24

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