Stadt, DSW21 und Wilo berichten

Dortmund: Homeoffice im Lockdown – wie die Situation in der Stadt ist

Wie ist die Homeoffice-Situation in Dortmund? RUHR24.de hat nachgefragt – Stadt, DSW21 und Wilo berichten.

Dortmund – Der Ruf nach einer Homeoffice-Pflicht in der aktuellen Coronavirus-Krise wird immer lauter. Die, heißt es aus verschiedenen Medienberichten, sei jedoch schwierig durchzusetzen.

StadtDortmund
Einwohner603.609 Einwohner
BürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Homeoffice während Corona in Dortmund: Die Stadt will mobiles Arbeiten ausweiten

Homeoffice soll aber dort, wo es funktioniert, auch möglich gemacht werden, heißt es. Angela Merkel will sich wohl am 20. Januar mit den Länderchefs treffen, um den Mega-Lockdown, bei dem Homeoffice ein Teil sein könnte, zu diskutieren.

Natürlich ist es in zahlreichen Branchen und einzelnen Jobs nicht möglich, von zu Hause aus zu arbeiten. Polizisten, Lokführer, Handwerker sind nur drei Beispiele, bei denen Homeoffice ausgeschlossen ist. (Alle News zu Corona in NRW auf RUHR24.de.)

Gegenüber RUHR24.de verrät Pressesprecher Michael Meinders, wie es bei der Stadt Dortmund mit dem Homeoffice läuft: „Seit dem 3. September 2020 ist die Dienstvereinbarung über Gestaltung von Mobiler Arbeit bei der Stadt Dortmund in Kraft getreten.“ Homeoffice sei auch corona-unabhängig eine wichtige Arbeitsform. 1.300 Beschäftigte seien aktuell aus dem häuslichen Arbeitsplatz mit der Stadtverwaltung verbunden. Insgesamt gebe es 8.860 PC-Arbeitsplätze.

Die Stadt Dortmund hat einen Teil der Mitarbeiter aufgrund der Coronavirus-Pandemie ins Homeoffice geschickt.

4.426 davon seien mobile Endgeräte, 4.434 noch stationäre Systeme. „Die derzeitige Situation hat deutlich gemacht, dass ein hoher Digitalisierungsgrad eine wichtige Voraussetzung für ein effizientes Arbeiten im Homeoffice ist“, so Michael Meinders. Man sei bestrebt, noch weitere mobile Geräte anzuschaffen. Homeoffice sei bei Bereichen mit notwendigem Kundenkontakt zur Stadt Dortmund allerdings nur bedingt möglich.

Homeoffice während Corona in Dortmund: DSW21 hat die Verwaltung fast komplett nach Hause geschickt

Bei der DSW21 gibt es eine dringliche Empfehlung, wenn möglich, im Homeoffice zu arbeiten. Ein Großteil der knapp 400 Beschäftigten in der Verwaltung der DSW21 würde von zu Hause aus arbeiten (alle News zu Corona in NRW im Live-Ticker von RUHR24.de).

Schon während des Corona-Lockdowns im Frühling 2020 habe man eine Betriebsvereinbarung diskutiert, die im Oktober 2020 in Kraft getreten ist, um eine Grundlage für das Arbeiten im Homeoffice zu schaffen. „Die Vorgaben der Politik nehmen wir sehr ernst“, so Pressesprecherin Britta Heydenbluth gegenüber RUHR24.de. Homeoffice sei bei der DSW21 über die Laptops mit VPN-Zugang möglich.

Besprechungen würden fast ausschließlich digital stattfinden. „Die Verwaltung läuft bei uns normal weiter“, so Britta Heydenbluth. Für den Fall, dass doch einmal etwas vor Ort gemacht werden müsste, würde es Absprachen und das Arbeiten in Einzelbüros geben. Für die knapp 1.500 Beschäftigten im Fahrdienst, Werkstatt und im Bereich Leitstelle und Verkehrssteuerung gebe es vielfältige Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie.

Homeoffice während Corona in Dortmund: Jeder Mitarbeiter abseits der Produktion kann daheim arbeiten

Homeoffice ist auch beim Dortmunder Unternehmen Wilo allgegenwärtig. Von den circa 1.200 Verwaltungsmitarbeitern würden aktuell circa 80 bis 90 Prozent von zu Hause aus arbeiten. Natürlich arbeiten Mitarbeiter in der Produktion auch während der Corona-Krise vor Ort. „Dank des frühzeitigen und schnellen Handelns unserer IT-Abteilung klappt das Arbeiten im Homeoffice problemlos“, sagt Wilo-Sprecher Klaus Hübscher gegenüber RUHR24.de.

Schon im Februar 2020 seien alle Mitarbeiter mit Laptops und VPN-Zugängen ausgestattet worden. Weltweit würden die Wilo-Mitarbeiter arbeiten können. Ein sogenanntes „Future-Office-Konzept“ wurde schon seit längerem geplant und auch jetzt umgesetzt. „Insofern haben wir zu Beginn der Pandemie auf ein Konzept zurückgegriffen, dass ohnehin umgesetzt werden sollte“, so Klaus Hübscher.

Doch auch vor Ort, immerhin arbeiten circa 800 Mitarbeiter nicht im Homeoffice während Corona, laufe der Betrieb unter besonderen Maßnahmen weiter. Es herrsche Maskenpflicht. Mitarbeiter würden zwei Masken pro Tag bekommen. In der Produktion würde mit Kinexon SafeTags ein System zur Einhaltung des Sicherheitsabstands zum Einsatz kommen. Zudem würde man den Mitarbeiten in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz kostenlos Corona-Tests im Verdachtsfall anbieten.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angehalten, die Anwesenheit auf den Wilopark sowie Besuche bei Kunden auf das notwendige Mindestmaß zu beschränken“, so Klaus Hübscher. Falls sich ein Treffen nicht vermeiden ließe, würden kostenlos FFP2-Masken zur Verfügung gestellt werden.

Arbeitet ihr auch im Homeoffice? Oder müsst ihr weiterhin ins Büro? Schildert uns eure Erfahrungen, wie eure Arbeitgeber mit dem Homeoffice umgehen. Einige Beiträge über das Arbeiten im Homeoffice würden wir gerne (auf Wunsch anonym) veröffentlichen. Schickt uns eine Mail an redaktion@ruhr24.de oder schreibt uns via Facebook.

Rubriklistenbild: © dpa/Daniele Giustolisi/RUHR24.de / Collage: RUHR24.de

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