Zahlreiche Neuinfektionen

Inzidenz-Explosion in Dortmund: Dringend Hilfe für Corona-Chaos in Kitas gesucht

Plötzlich ist Dortmund eine Inzidenz-Hochburg in NRW. In Kitas soll das Chaos verhindert werden.

Dortmund – Die Corona-Lage hat sich in Dortmund weiter verschärft. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Donnerstag (3. Februar) 2589 Neuninfektionen – so viele gab es noch nie an einem Tag. Auch die 7-Tage-Inzidenz ist in Dortmund weiter nach oben geschnellt und liegt jetzt bei 2202,2.

7-Tage-Inzidenz Dortmund2202,2 (Stand 3. Februar)
Aktuell infizierte Personen20.749
verabreichte Booster-Impfungen313.626

Corona in Dortmund: Stadt ist Inzidenz-Hochburg in NRW

Am Mittwoch (2. Februar) lag die Inzidenz noch bei 2023,5 und damit erstmals über der 2000er-Marke. Damit reiht sich Dortmund unter den Corona-Hochburgen in NRW ein – nur der Landkreis Olpe, der Hochsauerlandkreis und die Stadt Remscheid haben höhere Inzidenzen. Bundesweit rangiert Dortmund auf Platz 14. Doch hin und wieder gibt es Ungereimtheiten bezüglich der Inzidenzen. Das Dortmunder Gesundheitsamt nennt deshalb auch die „echte“ Inzidenz.

Weiterhin dominiert die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen im Stadtgebiet. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern ist in den vergangenen Tagen angestiegen. Deswegen hat die Stadt Dortmund Konsequenzen für sieben Krankenhäuser angekündigt.

Dortmund: Corona-Chaos in den Kitas – Alltagshelfer sollen Eskalation verhindern

Die Omikron-Variante macht auch nicht vor den Kindertagesstätten in Dortmund Halt. Weil das Kita-Personal durch Ausfälle und zusätzliche Hygieneauflagen belastet sei, sollen bis zu 98 Alltagshelfer die Kita-Teams unterstützen und das Corona-Chaos verhindern.

Die Helfer sollen in den Kitas des städtischen Eigenbetriebes „Fabido“ zum Einsatz kommen. „Die Alltagshelferinnen und -helfer bieten in der belastenden Zeit der Pandemie eine wirksame und schon erprobte Unterstützung in den Kitas. Sie entlasten die Pädagogen beispielsweise im Bereich von Hygiene und Desinfektion. Auf diese Weise haben die Erzieherinnen und Erzieher die Chance, sich ganz ihrer Arbeit mit den Kindern zu widmen“, erläutert Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger.

Die Corona-Variante „Omikron“ breitet sich in Dortmund aus.

Dortmund: Alltagshelfer sollen das städtische Kita-Personal in Corona-Zeiten unterstützen

Die Alltagshelfer helfen unter anderem beim gemeinsamen Händewaschen mit den Kindern, beim Küchendienst und begleiten Ausflüge. Das Programm der Alltagshelfer war eine landesweite Initiative, die eigentlich am 31. Juli 2021 ausgelaufen war.

Das Land NRW hat nun eine Neuauflage des Programms bis zum 31. Juli 2022 beschlossen. Sollte die Maßnahme über den 31. Juli hinaus verlängert werden, ist die Weiterbeschäftigung der 98 Alltagshelferinnen und -helfer vorgesehen, heißt es abschließend von der Stadt Dortmund.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP, Datawrapper; Collage: RUHR24