Corona-Pandemie

Dortmund: Zahlreiche Krankmeldungen nach Corona-Impfung beim Rettungsdienst

Dortmund U Corona Impfstoff Impfung
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In Dortmund wurden knapp 300 Mitarbeiter des Rettungsdienstes gegen Corona geimpft – knapp ein Viertel meldete sich danach krank.

Nach der Impfung gegen das Coronavirus sollen sich beim Dortmunder Rettungsdienst zahlreiche Mitarbeiter krankgemeldet haben. Was dahinter steckt.

Dortmund – Durch die Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffs wurde die Impfreihenfolge in NRW geändert: Seit dieser Woche wird das Vakzin auch an berechtigte Personen unter 65 Jahren verabreicht, darunter Mitarbeitende des Rettungsdienstes. In Dortmund sollen nun jedoch zahlreiche Corona-Geimpfte an Nebenwirkungen leiden. Zuerst berichteten die Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) darüber.

Impfstoff gegen Covid-19AstraZeneca (AZD 1222)
EntwicklerAstraZeneca, Universität Oxford
Art des ImpfstoffNicht replizierender viraler Vektor
Art der VerabreichungIntramuskuläre Injektion
Zulassung in der EU29. Januar 2021

Corona-Impfung in NRW: Zulassung vom AstraZeneca-Impfstoff führt zu Änderung der Impf-Reihenfolge

Der AstraZeneca-Impfstoff der britischen Universität Oxford macht es möglich, dass seit kurzem nicht nur über 80-Jährige und Pflegeheim-Bewohner sowie –Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft werden, sondern auch andere Personengruppen.

Da der Impfstoff aus Großbritannien derzeit aufgrund fehlender verlässlicher Daten nicht an Menschen über 65 Jahren verabreicht werden soll, können nun Personengruppen, wie beispielsweise Personal in Impfzentren, Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder auch Rettungsdienstpersonal, früher als gedacht geimpft werden.

Dortmund: Rettungsdienst-Mitarbeiter gegen Corona geimpft – ein Viertel soll unter Nebenwirkungen leiden

Wie die Ruhr Nachrichten berichten, seien in Dortmund bereits am Donnerstag (11. Februar) 304 Angehörige des Rettungsdienstes mit dem AstraZeneca-Impfstoff gegen SARS-CoV-2 geimpft worden. Darunter Angehörige der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und Mitglieder von Hilfsorganisationen.

Überraschend: Rund ein Viertel habe sich am nächsten Tag vermutlich aufgrund von Nebenwirkungen krankgemeldet. Das gehe aus einem internen Schreiben der Feuerwehr von Freitag (12. Februar) hervor, das den Ruhr Nachrichten vorliegt (mehr News zum Coronavirus in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Ärger um Corona-Impfungen: Vordrängler haben in der Vergangenheit bereits für Unverständnis gesorgt (Symbolbild).

Corona-Pandemie in Dortmund: Nebenwirkungen von Astrazeneca-Impfstoff

Nebenwirkungen des AstraZeneca-Impfstoffs können laut der Europäischen Arzneimittel-Agentur unter anderen Fieber und Schüttelfrost sein. Die Symptome würden in den meisten Fällen jedoch innerhalb eines Tages abklingen. Dass die Krankmeldungen beim Dortmunder Rettungsdienst jedoch tatsächlich mit den Impfstoff-Nebenwirkungen zusammenhängen, kann nur vermutet werden, denn: Die Betroffen mussten keinen Grund für die Krankmeldung angeben.

Video: Streit um AstraZeneca-Impfstoff: Wirksam oder nicht?

Wie es im Dokument offenbar außerdem heißt, müsse die Bevölkerung nicht fürchten, dass nun zu wenig Personal für Rettungseinsätze zur Verfügung stünde. Ein Beschäftigungsnotstand sei nicht gegeben, die krankheitsbedingten Ausfälle würden nicht zu „kritischen Unterdeckungen im Stadtgebiet“ führen, heißt es.

Der Ausfall der Mitarbeiter sei zudem nicht überraschend gekommen – aus anderen Kommunen sei eine Ausfallquote von 20 bis 30 Prozent nach den dortigen Corona-Impfungen bereits bekannt gewesen und dementsprechend bei der Impfplanung berücksichtigt worden, berichtet die Stadtverwaltung gegenüber den Ruhr Nachrichten.