Covid-19-Pandemie

Corona-Experte aus Dortmund warnt - „Bleiben Sie in diesem Fall zu Hause“

Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamts der Stadt Dortmund.
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Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamts der Stadt Dortmund.

Wer in Dortmund positiv auf Corona getestet wurde oder Kontakt zu einem Covid-Fall hatte, wird vom Gesundheitsamt kontaktiert - aber was, wenn nicht?

Dortmund - Angesichts der steigenden Corona-Zahlen in Dortmund könnten immer mehr Menschen Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person gehabt haben. Immerhin zählte Dortmund am Mittwoch satte 102 Neuinfizierte. Und die haben wiederum in der Regel mehrere enge Kontaktpersonen.

Name\tCOVID-19/Coronavirus
Symptome\tFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Prävention (u.a.)\tAbstand halten, Hände waschen, Maske tragen

In der Regel wird sich das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund schnell telefonisch melden, sollte man Kontakt zu einer positiv getesteten Person gehabt haben. Aber was passiert, wenn man selbst positiv getestet wurde oder Kontakt zu einem Corona-Fall hatte und das Gesundheitsamt nicht anruft? Muss man dann etwa nicht in Quarantäne?

Dortmund: Corona-Experte warnt Bürger - „bleiben Sie zu Hause“

In diesem Fall gilt - eigentlich selbstverständlich - zu Hause bleiben! Laut Dr. Frank Renken, Chef des Gesundheitsamts Dortmund, könne es passieren, dass das Gesundheitsamt nicht in der Lage sei, entsprechende Personen am gleichen Tag oder sehr zeitnah zu kontaktieren. „Deswegen ist es umso wichtiger, eigenverantwortlich zu handeln“, so Renken.

Sollte also kein Anruf seitens des Gesundheitsamts kommen, sollten sich infizierte Dortmunder, oder solche, die wissentlich Kontakt zu einem Corona-Fall hatten, in häuslichen Quarantäne begeben. „Die notwendige Quarantäne werden wir dann zu einem späteren Zeitpunkt aussprechen“, sagt Renken.

Dr. Frank Renken, Leiter des Gesundheitsamts in Dortmund.

Coronavirus in Dortmund: Gesundheitsamt können bestimmte Fälle „durchgehen“

In seltenen Fällen könne es laut dem Gesundheitsamts-Chef sogar passieren, dass dem Amt bestimmte Fälle „durchgehen“. Aktuell scheint das zwar aufgrund der Bundeswehr-Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung in Dortmund unwahrscheinlich, aber man könne nie wissen. In diesem Fall sollten sich Kontaktpersonen oder solche, die selbst infiziert sind, direkt beim Dortmunder Gesundheitsamt melden - entweder telefonisch oder per E-Mail.

Video: Im Kampf gegen Corona: So hilft die Bundeswehr

Selbst dabei, so Frank Renken, könnte es zu einem „Malheur“ kommen. „Wir wollen Sie nicht wegdrücken, das liegt daran, dass wir ganz viele neue Mitarbeiter haben, die die Telefonanlage nicht immer vollständig beherrschen.“ In diesem Fall müsse man ein weiteres Mal anrufen. „Tun Sie das bitte, nehmen sie Kontakt zu uns auf.“

Renken wendet sich zeitgleich mit einem eindringlichen Appell an die Bürger, sich selbst zu schützen: „Der effektivste Schutz gegen eine Übertragung ist eben, wenn ich mich nicht infiziere. Das heißt, durch mein eigenes Verhalten kann ich ganz wesentlich dazu beitragen, ob ich ein hohes oder ein niedriges Infektionsrisiko habe.“

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