Umstrittener Söder-Vorstoß

Cathy Hummels kritisiert FFP2-Maskenpflicht – besonders ein Aspekt stört sie

Die neu erlassene Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske in Bussen, Bahnen und Geschäften in Bayern wird heiß diskutiert. Cathy Hummels hält die Entscheidung grundsätzlich für richtig, kritisiert aber ein Detail.

München/Dortmund – Bayern führt ab Montag (18. Januar) eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften ein. Die Masken schützen nicht nur andere, sondern auch den Träger, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu dem Entschluss. Die Entscheidung ist umstritten – auch die in München lebende Cathy Hummels (32) ist zwiegespalten.

BVB-SpielerfrauCathy Hummels
Geboren31. Januar 1988 (Alter 32 Jahre), Dachau
Größe1,68 Meter
EhepartnerMats Hummels (verh. 2015)
KinderLudwig Hummels

Cathy Hummels kritisiert Umsetzung der FFP2-Maskenpflicht in Bayern

Auf Instagram fragte sie zunächst ihrer Follower nach deren Meinung zur neuen Corona-Maßnahme in Bayern, anschließend verriet sie ihre eigene. „Ich finde das richtig, weil die FFP2-Masken natürlich noch besser schützen.“ Laut Cathy Hummels, die sich nach ihrer aufsehenerregenden Dubai-Reise in häuslicher Quarantäne befindet, stehe an erster Stelle die Gesundheit.

Bedenken hat die Frau von BVB-Verteidiger Mats Hummels (32) nicht hinsichtlich der Wirksamkeit der FFP2-Masken in der Öffentlichkeit, sondern mit Blick auf die Umsetzung der neuen Corona-Regel. „Ich denke, man sollte die Masken dann auch wirklich kostenlos verteilen, weil man auch wirklich verpflichtet ist, sie zu tragen.“

Kritik an FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Cathy Hummels steht nicht alleine da

Diese Ansicht vertritt Cathy Hummels nicht exklusiv. Die bayerische Staatsregierung kündigte bereits an, kostenlose FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen. Insgesamt wolle man 2,5 Millionen Masken bereitstellen, erklärte Ministerpräsident Markus Söder am Mittwoch (13. Januar) in München. Der Opposition in Bayern geht das nicht weit gut.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Waldmann fordert ähnlich wie Cathy Hummels, dass die FFP2-Masken allen Menschen zur Verfügung gestellt werden müssten. Sie seien für einige schlicht nicht finanzierbar. Menschen mit geringem Einkommen müssten angesichts der verschärften Maskenpflicht in Bayern zum Schutz vor dem Coronavirus unterstützt werden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat mit seinem Vorstoß zur FFP2-Maskenpflicht für Aufsehen gesorgt

Kritik an dem Vorstoß von Markus Söder wurde auch über die bayerischen Landesgrenzen hinaus laut. „Eine FFP2-Pflicht, ohne Masken zur Verfügung zu stellen, bedeutet in der Praxis: Arme Menschen werden vollständig vom öffentlichen Leben ausgeschlossen“, sagte Linken-Chefin Katja Kipping (42) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (54) wies darauf hin, dass Bezieher von Hartz IV in der Corona-Krise (alle Entwicklungen in NRW im Live-Ticker) ohnehin kaum über die Runden kommen würden.

Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken: Bessere Schutzfunktion – schwierigere Handhabung

Der Virologe Alexander Kekulé (62) hält den Gebrauch von FFP2-Masken zum Schutz vor einer Corona-Infektion grundsätzlich für sinnvoll. „Billige Masken schließen bei der Nase oft nicht richtig.“ Allerdings äußert der 62-Jährige Bedenken, ob die Maßnahme in der Bevölkerung auf Akzeptanz stoßen wird. Viele hätten liebevoll Stoffmasken genäht oder diese teuer gekauft und sollen jetzt plötzlich auf FFP2-Masken umsteigen.

FFP-Masken (Englisch für: „Filtering Face Piece“) sind ursprünglich aus dem Bereich des Handwerks bekannt. Liegen die Masken dicht an, schützen sie den Träger vor Partikeln, Tröpfchen und den bei Corona-Infektionen eine wichtige Rolle spielenden Aerosolen. Die Filterleistung einer FFP2-Maske liegt bei mindestens 94 Prozent, FFP3-Masken erreichen mindestens 99 Prozent.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Alltagsmasken sind die FFP-Masken vom Hersteller als Einwegprodukte vorgesehen. Die FFP2-Masken sollten also regelmäßig gewechselt und nach dem Verbrauch entsorgt werden. Eine vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Auftrag gegebene Studie hat jedoch herausgefunden, dass es Desinfektionsverfahren gibt, bei denen es zu keinem nennenswerten Verlust der Filterleistung kommt.

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