Landgericht Dortmund

Castrop-Rauxel: Vater muss nach sexuellem Missbrauch an Sohn ins Gefängnis

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An einer solchen Raststätte soll ein Vater aus Castrop-Rauxel seinen Sohn zum sexuellen Missbrauch angeboten haben. Symbolfoto: dpa

Nachdem ein Vater im März seinen Sohn an einem Rastplatz in Castrop-Rauxel zum sexuellen Missbrauch angeboten hat, wurde er jetzt zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

  • Erst gab ein Mann (38) aus Castrop-Rauxel seinem Sohn (12) Kokain, dann bot er ihn an einer Raststätte an.
  • Ein anderer Mann soll den Jungen dann sexuell missbraucht haben.
  • Jetzt hat der Vater eine mehrjährige Haftstrafe bekommen.

Dortmund: Vater bekommt fünfeinhalb Jahre Haft nach sexuellem Missbrauch

Update, Freitag (29. November), 12.50 Uhr: Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte Vater eines elfjährigen Jungen hat das Dortmunder Landgericht am Donnerstag (28. November) zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt. Der Mann hatte seinen Sohn im März an einem Autobahnparkplatz in Castrop-Rauxel fremden Männern zum Sex angeboten.

Update, Dienstag (24. September) 11.45 Uhr: Der 38-jährige Vater muss sich seit Dienstag vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Zu den Vorwürfen, seinem Sohn zuerst Kokain gegeben zu haben und ihn dann zum sexuellen Missbrauch angeboten zu haben, wollte sich der Mann vorerst nicht äußern.

Fall aus Castrop-Rauxel: Vater schweigt vor Gericht zu den Vorwürfen

Ein Zeuge hatte am Abend des 27. März (Mittwoch) die Polizei zum Rastplatz "Holthauser Bruch" in Castrop-Rauxel gerufen. Er war zuvor von dem Angeklagten angesprochen und gefragt worden, ob er mit dem Jungen in die Toilette gehen wolle.

"Ich war total wütend", sagte der 53-Jährige jetzt vor Gericht. Als er kurz darauf gesehen habe, dass ein anderer Mann mit dem Kind in dem Toilettenhaus verschwand, habe er die Polizei gerufen.

Castrop-Rauxel: Vater gibt Sohn Kokain und fährt mit ihm zum Rastplatz

Dieser Fall macht fassungslos. Ein Vater soll laut Anklage des Landgerichts Dortmund seinen Sohn unter Drogen gesetzt und ihn dann anderen Männern zum sexuellen Missbrauch angeboten haben.

Der angeklagte Vater aus Castrop-Rauxel soll seinen zwölfjährigen Sohn am 27. März dieses Jahres Kokain verabreicht haben. Anschließend sei er mit ihm zu einem Autobahnparkplatz in der Nähe gefahren.

Vater lässt eigenen Sohn in Castrop-Rauxel missbrauchen

Dort habe der 38-Jährige zunächst einen Zeugen angesprochen und ihm angeboten, sexuelle Handlungen an seinem Sohn vornehmen zu können. Doch der Zeuge lehnte ab.

Also sprach der Vater eine weitere Person an. Zusammen seien die drei dann zu einer Toilette auf dem Rastplatz bei Castrop-Rauxel gegangen. Dort habe der Mann, der ebenfalls strafrechtlich verfolgt wird, den Jungen dann sexuell missbraucht.

Prozess vor dem Landgericht Dortmund beginnt

Jetzt wird dem Vater der Prozess gemacht. Er muss sich ab Dienstag (24. September) vor dem Landgericht in Dortmund verantworten.

Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Zudem wird ihm zur Last gelegt, Betäubungsmittel an Minderjährige abgegeben und damit gleichzeitig eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben.

Immer wieder werden Missbrauchsfälle bekannt

Dieser Fall erinnert an den schweren Missbrauchsfall, der kürzlich in Unna bekannt wurde. Dort soll ein 45-Jähriger über zwei Jahre seine sechsjährigen Nichte missbraucht haben.

Die Fotos der abscheulichen Tat soll der Tatverdächtige ins Darknet gestellt haben. Ermittler durchsuchten Mitte September seine Wohnung und stellten Beweismittel wie Computer und Datenträger sicher.

Auch in der Nähe von Viersen gab es einen Fall von Kindesmissbrauch. Dort wurde ein neunjähriges Mädchen von einem fremden Mann sexuell missbraucht.