Neue Strobelallee

Dortmund startet Mega-Umbau am BVB-Stadion

Die Stadt Dortmund baut die Strobelallee am BVB-Stadion zur Eventmeile aus. Als Erstes wird das Verkehrschaos bekämpft. Es gibt einige Änderungen.

Dortmund – Wenn in Dortmund der BVB spielt, merkt man das bereits am Verkehr rund ums Stadion. Insbesondere auf der Strobelallee direkt vor dem Signal Iduna Park ist es dann rappelvoll. Das soll sich bis zur EM 2024 ändern. Denn auf der geplanten Eventmeile sollen künftig weniger Autos fahren.

StadtDortmund
StadionSignal Iduna Park
StraßeStrobelallee

Dortmund: Strobelallee am BVB-Stadion wird für den Verkehr gesperrt

Bislang können Fußballfans über die B1 theoretisch direkt bis vors Stadion fahren und ihren Wagen dort abstellen. Das soll nach dem Umbau ein Ende haben, kündigt die Stadt Dortmund jetzt an. Denn „aktuell ist die Strobelallee mit Verkehren belastet, die die Aufenthaltsqualität einschränken“, teilt die Verwaltung mit.

Denn auf einer Erlebnismeile haben Autos nicht viel verloren, im Gegenteil. Nachdem bereits im Februar Dutzende Bäume am BVB-Stadion abgeholzt und neu gepflanzt wurden, baut die Stadt nun als Erstes die westliche Zufahrt zum Stadion um.

Die wichtigste Änderung dabei: Der zentrale Bereich der Strobelallee soll künftig „dauerhaft oder temporär“ für den Verkehr gesperrt werden.

Dortmund: Zufahrt zum BVB-Stadion an der Strobelallee wird umgebaut

Der Bereich zwischen der ehemaligen Reithalle im Westen und der Helmut-Körnig-Halle im Osten der Strobelallee soll somit für Autofahrer tabu werden. Wer nach dem Umbau mit dem Wagen in die Strobelallee hineinfährt, wird durch einen von zwei Wendekreisen zum Umkehren gedrängt:

  • In Höhe Zufahrt „Parkplatz B“ (Luftbad)
  • In Höhe „Turnweg“

Dadurch soll der Bereich vor dem Stadion attraktiver für Fußgänger werden. Die Arbeiten an der Kreuzung „Im Rabenloh“ und dem Parkplatz A8 beginnen noch im Mai, weil die Bundesliga jetzt Pause hat. Dazu wird ein Teil des Gehwegs sowie eine Fahrspur zwischen Wittekindstraße und Strobelallee gesperrt, teilt die Stadt mit.

Nach dem Umbau soll eine „2+1-Lösung“ für weniger Stau am Stadion sorgen. Bedeutet: Von B1 und Wittekindstraße führen vor dem Spiel zwei Spuren zum Stadion und eine davon weg. Nach Abpfiff können die Autofahrer dann über zwei Spuren abreisen, nur eine führt noch zum Stadion. Dazu werden versenkbare Poller eingebaut.

Zugang zum Stadion von Borussia Dortmund wird umgebaut: Fußgänger profitieren

Damit zielt der Umbau am BVB-Stadion vor allem auf eine Gruppe ab: Fans, die zu Fuß, mit dem Fahrrad sowie Bus und Bahn anreisen. Viele von ihnen strömen in der Regel vom „Theodor-Fliedner-Heim“ und der Haltestelle der Shuttlebusse in Richtung Stadion.

Wenn dann noch eine Messe oder ein Konzert in der Westfalenhalle stattfindet, kommen sich die Fußballfans immer wieder mit Autofahrern ins Gehege. „Die vorhandene Infrastruktur stellt sich heute für die Abwicklung der verschiedenen Verkehrsströme als unzureichend dar“, schreibt die Stadtverwaltung dazu.

Das soll sich künftig ändern. Denn der nördliche Gehweg an der Strobelallee soll deutlich breiter werden. Die Straße soll dazu nach Süden verlegt werden. Statt auf dem bislang knapp 3 Meter breiten Gehsteig sollen BVB-Fans künftig auf einem 7 Meter breiten Weg zu ihrem Tempel pilgern können.

Radfahrer bekommen an der Kreuzung Wittekindstraße und „Im Rabenloh“ eine eigene Spur in beide Richtungen mit Wartebereich an der Ampel. Ende Dezember 2023 soll dieser erste Abschnitt fertig sein. Kostenpunkt: 7,7 Millionen Euro.

Dortmund: Geschlossener Messeweg zum BVB-Stadion sorgt für Ärger

Mit dem Umbau versucht die Stadtverwaltung wohl auch, einigen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn zuvor hatte es Ärger über Schließung des direkten Wegs zum Stadion vom Kreuzviertel über die B1-Brücke und den Messeweg gegeben.

Dieser wurde von den Westfalenhallen immer wieder kurzfristig geschlossen, weil dort Material für die Messen angeliefert wurde. Aktuell gilt ein Kompromiss, bei dem der Weg zum BVB-Stadion an höchstens 30 Tagen im Jahr geschlossen werden soll – Bundesliga-Spieltage in Dortmund ausgenommen.

Der Fußweg an der Messe Dortmund ist vorübergehend gesperrt.

Zuletzt hatte sich auch der Seniorenbeirat dafür ausgesprochen, dass der Weg als direkte Verbindung zur neuen Eventmeile nicht nur langfristig für Fußgänger und Radfahrer geöffnet, sondern auch „attraktiv gestaltet“ werden sollte.

Über den Messeweg würde man künftig geradewegs in die Kernzone der Strobelallee gelangen. Das gilt allerdings auch für die geplante Umleitung über Westfalenhalle und Rosenterrassen – wenn auch mit einem nennenswerten Umweg.

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