Borussia Dortmund

Dortmund: BVB-Stadion durch Bomben und Einsturzgefahr bedroht

Unter dem Areal am BVB-Stadion gibt es sechs Bomben-Verdachtspunkte und Einsturzgefahr. Die Stadt hat bereits Maßnahmen ergriffen.

Dortmund – Bomben und Bergbau – es sind diese beiden großen „Bs“, die im ganzen Stadtgebiet von Dortmund gefühlt eine ewige Gefahr darstellen. Fast keine Woche vergeht, in der kein Blindgänger unter der Erde entdeckt wird. Jetzt ist das offenbar auch am Stadion-Areal des BVB der Fall.

NameStadion Rote Erde
Verein Borussia Dortmund (BVB)
AdresseStrobelallee 50, 44139 Dortmund

Dortmund: BVB-Stadion von Bomben und Bergbau bedroht

So hat die Stadt Dortmund unter dem 1926 eröffneten Stadion Rote Erde, das im Schatten des großen Westfalenstadions liegt, an sechs von acht durch Luftaufnahmen entdeckten Bombenverdachtspunkten sogenannte „Anomalien“ festgestellt. Heißt konkret: Dort könnten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.

Weil das Stadion Rote Erde als Heimspielstätte der Drittligafußballer sowie der Fußballfrauen des BVB und als Bundesleistungsstützpunkt der Leichtathletik in den kommenden Monaten aufgewertet werden soll, wurde das Areal näher unter die Lupe genommen.

Dortmund: Stadt gräbt am Stadion des BVB nach Bomben

Die sechs Bombenverdachtspunkte müssen jetzt aufgegraben werden, um die Funde zu bestätigen – oder zu revidieren. Dabei will die Stadt darauf achten, dass das Vorhaben „den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Leichtathletik und des Fußballs so wenig wie möglich einschränkt bzw. eine schnelle Wiederaufnahme ermöglicht.“

Als seien die möglichen sechs Bomben unter dem BVB-Areal nicht genug, bereitet eine weitere Gefahr Sorgen: die Einsturzgefahr durch den ehemals betriebenen, oberflächennahen Bergbau. Laut Stadt bestehe eine „latente Gefahr“ durch mögliche Hohlräume unter dem Stadion.

BVB-Stadion: Mögliche Hohlräume durch Bergbau sorgen für Gefahr

Inzwischen wurde ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Planungs- und Erkundungskonzepts beauftragt. Die Ergebnisse aus der Studie werden laut Stadt in Kürze erwartet.

Das Stadion Rote Erde war sogar schon Drehort für den Dortmunder Tatort.

An den Stellen, an denen es keine Bomben mehr unter der Roten Erde gibt, wolle die Stadt schnell mit Erkundungsbohrungen beginnen, um vom Bergbau entstandene Hohlräume aufzuspüren. Diese sollen in der Folge verfüllt werden.

Dortmund: Stadt will erst nach Bomben am BVB-Stadion suchen, dann nach Bergbau-Gefahren

Einen genauen Zeitrahmen für die Maßnahmen im Schatten des Westfalenstadions hat die Stadt Dortmund bislang nicht parat. Nur so viel: Die Verfüllung möglicher Hohlräume sei abhängig vom Ausgang der Sondierungen nach Blindgängern.

Zum Hintergrund: Das Stadion Rote Erde wird in den kommenden Monaten aufgewertet. Geplant ist eine neue Rasenheizung, ein neues Drainagesystem und eine neue Rasendecke. Die Maßnahmen sind auch Auflagen für eine Lizenz in der 3. Fußball-Liga. Auch die in die Jahre gekommene Rundlaufbahn – sie wurde zuletzt 1999 modernisiert – wird erneuert.

Rubriklistenbild: © picture alliance / augenklick/firo Sportphoto | firo Sportphoto/Ralf Ibing

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