Bild: Sophie Maaßen/RUHR24

Rund 40 Plakate hatten am Wochenende in Dortmund für Aufsehen gesorgt. Sie erweckten den Anschein, der BVB spreche sich darauf gegen Nazis aus. Der Staatsschutz ermittelt, die Polizei sucht Zeugen.

Update, Montag (13. Mai), 19.56 Uhr: Wie Radio 91.2 berichtet, hat sich der BVB dazu entschlossen, keine Anzeige gegen die Urheber der Fake-Plakate zu erstatten. Eine Begründung dafür gab der BVB dem Dortmunder Radiosender nicht.

Erstmeldung, Montag (13. Mai), 10.30 Uhr: Die Plakate waren offenbar am Samstag illegal in Schaukästen in der ganzen Stadt aufgehängt worden. Zu lesen waren darauf abgewandelte Zitate bekannter Fußballer wie Marco Reus und Andy Möller.

Mit diesen Plakaten macht der BVB sich gegen Nazis stark. Foto: Sophie Maaßen/RUHR24
Diese Fake-Plakate – unter anderem mit einem abgewandelten Zitat von Andy Möller – sorgten am Wochenende in Dortmund für Aufsehen. Foto: Sophie Maaßen/RUHR24

Der BVB, das Bundesamt für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie das Nazi-Aussteiger-Programm Exit hatten sich kurz darauf von der Aktion distanziert. Sie waren als vermeintliche Urheber auf den Fake-Plakaten genannt worden.

Angebliche BVB-Plakate: Der Staatsschutz ermittelt

Wie die Polizei Dortmund am Montag mitteilt, handelt es sich ersten Ermittlungen zufolge nicht um autorisierte Motive. Zudem seien sie illegal angebracht worden.

Insgesamt seien bislang rund 40 Motive bekannt geworden. „Der Staatsschutz hat die Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Kunsturhebergesetz sowie des Verdachts der Sachbeschädigung aufgenommen“, berichten die Beamten.

Jetzt sucht die Polizei Zeugen, die Hinweise zu den Urhebern oder den Verteilern der Plakate geben können. Wer auffällige Personen oder Fahrzeuge an den Vitrinen gesehen hat, soll sich unter 0231/132 74 41 melden.