„Die Basis“

BVB-Busfahrer tritt aus Corona-Leugner-Partei aus – Klub machte Druck

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Der Busfahrer des BVB war in einer umstrittenen Partei aktiv.

Der Busfahrer der BVB-Profis reagiert auf einen Bericht über seine politischen Ansichten. Er tritt aus der umstrittenen Partei „Die Basis“ aus.

Dortmund – Ist der Busfahrer der BVB-Profis ein Corona-Leugner? Ein Bericht der Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt) über seine Mitgliedschaft in der Partei „Die Basis“ in Dortmund hatte am Mittwoch (20. Juli) offenbar hohe Wellen geschlagen. Jetzt reagiert Christian Schulz, genannt „Schulle“.

BVB-Busfahrer aus Dortmund tritt nach Bericht aus „Die Basis“ aus

Demnach ist er aus der Partei „Die Basis“ ausgetreten. Somit verliert er auch sein Amt als stellvertretender Vorsitzender des Stadtverbands in Dortmund. Er selbst gibt laut dem Bericht an, diesen im Februar 2021 selbst mitgegründet zu haben. Auf Instagram ist ein Foto aus dem September 2021 zu sehen, das Christian Schulz in einem T-Shirt der Partei zeigt.

Die Partei „Die Basis“ verkauft sich als Friedenspartei, gilt jedoch als umstritten und als ein Sammelbecken für Corona-Leugner sowie Querdenker. Der Landesverband NRW fordert auf seiner Internetseite etwa die Aufhebung der Corona-Maßnahmen sowie die sofortige Inbetriebnahme von Nordstream II. Die Mitglieder sollen sich aus ehemaligen Grünen, CDU-Leuten und aus dem AfD-Umfeld rekrutieren und sind teilweise bekannte Corona-Leugner.

BVB hatte Christian Schulz nahegelegt, das Amt ruhen zu lassen

Berufliche Folgen sollen die politischen Umtriebe des BVB-Busfahrers vorerst nicht haben. Laut dem Bericht habe der Bundesligaverein aus Dortmund seinem „Schulle“ bereits vor Monaten nahegelegt, sein Amt in der Partei ruhen zu lassen. Denn die Positionen der Partei seien mit denen des Vereins „nicht im Ansatz vereinbar“, wird der BVB dort zitiert.

Jetzt hat Schulz also die Reißleine gezogen und darf weiter die Fußballprofis zu den Spielen kutschieren. Bereits zuvor habe er demnach nicht mehr an den Sitzungen der Partei teilgenommen. Aus dessen Umfeld soll im April 2022 auch der Protest beim Auftritt von Robert Habeck in Dortmund organisiert worden sein, bei dem Schulz dabei gewesen sein soll. Die Polizei fertigte damals drei Anzeigen.

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