Revier-Derby am Samstag

Derby in Dortmund: Polizei hat dringenden Appell an BVB- und Schalke-Fans

Wenn am Samstag das traditionsreiche Derby in der Fußball-Bundesliga steigt, wird vieles anders sein als sonst. Worum die Polizei jetzt bittet. 

  • Am Samstag (16. Mai) findet das erste Spiel von Borussia Dortmund nach der Coronavirus-Zwangspause im Signal Iduna Park statt. 
  • Für den BVB steht das Revier-Derby gegen den FC Schalke 04 an. 
  • Die Dortmunder Polizei wendet sich vor dem Spiel mit einem dringenden Appell an die Fans

Dortmund - Zehn Wochen lang mussten BVB-Fans auf das nächste Spiel ihres LieblingsvereinsBorussia Dortmund warten. Am Samstag (16. Mai) werden sie mit einem Derby gegen den FC Schalke 04 für die lange Wartezeit belohnt. Doch wenn am Samstag das traditionsreichste Derby der Fußball-Bundesliga im Dortmunder Signal Iduna Park steigt, wird nichts so sein wie bisher. 

Borussia Dortmund

Arena/Stadion:

Signal Iduna Park

Trainer:

Lucien Favre

Sponsor:

Evonik Industries

Trainingsplatz

Trainingsgelände Hohenbuschei

Kapazität:

81.365

Borussia Dortmund gegen Schalke 04: Polizei Dortmund appelliert vor Derby an Fans

Mit hohen Sicherheitsvorkehrungen, ohne Zuschauer und einigen Regeländerungen spielt der BVB am Samstag gegen den Klub aus Gelsenkirchen. Obwohl das Spiel für viele Fans mit großen Emotionen und viel Spannung erwartet wird, hat die Dortmunder Polizei eine wichtige Bitte an die Anhänger des BVBs (alle Entwicklungen zum Spiel des BVB gegen Schalke 04 in unserem Live-Ticker).

"Bitte denken Sie alle daran: Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Gerade jetzt müssen wir alle besonders aufmerksam sein, damit wir unseren gemeinsam erreichten Erfolg bei der Eindämmung nicht gefährden", appelliert Polizeipräsident Gregor Lange. 

Revier-Derby BVB gegen Schalke 04: Ansammlungen vor Signal Iduna Park nicht erlaubt 

Grund für den Appell ist die Befürchtung der Dortmunder Polizei, dass sich Fans am Samstag trotz immer noch anhaltender Kontaktbeschränkungen zu größeren Gruppen zusammenfinden könnten, um das Spiel gemeinsam zu verfolgen. 

Denn auch wenn die Bundesliga nach zehn Wochen Coronavirus-Pause wieder startet, müssen sich Fans immer noch an die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln halten. Fanmärsche oder Ansammlungen vor dem Signal Iduna Park sind demnach beim Geister-Derby auch tabu.

BVB gegen Schalke 04: Polizei ruft Fans auf, Derby zuhause im privaten Kreis zu gucken 

Polizeipräsident Lange betont deshalb: "Bleiben Sie zu Hause und schauen Sie das Spiel im privaten Kreis! Im Sinne der Gesundheitsvorsorge wird die Polizei entschlossen gegen Personenansammlungen und Fanmärsche angehen. Auch eine Ansammlung am Stadion werden wir nicht zulassen. Die Regeln des Infektionsschutzgesetzes gelten auch für Fußballfans."

Auch der BVB (die Einzelkritik und Noten zum Derby) hatte seine Fans am Donnerstag (14. Mai) auf Twitter zur Vernunft - und vor allem zum Zuhause-Bleiben aufgefordert: "Wir werden Euren schwarzgelben Support im Stadion vermissen, rufen aber im Sinne der Vernunft alle dazu auf, dem Signal Iduna Park an Spieltagen fernzubleiben, so sehr man die Atmosphäre dort auch vermisst!", twitterte der Verein auf seinem offiziellen Account.

Ullrich Sierau: Null Infektionen nach Spiel von BVB gegen Schalke 04 sind Ziel

Nicht nur die Dortmunder Polizei, auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) appelliert an die Fußball-Fans aus dem Ruhrgebiet, trotz Derby die Coronavirus-Pandemie nicht zu vergessen. Für ihn ist das Ziel für Samstag klar: keine weiteren Infektionen.

"Die Infektionsnull muss stehen. Daher mein Appell an die Fans, schaut das Spiel zuhause und haltet Abstand - auch beim Torjubel", so der Dortmunder Oberbürgermeister bei einer Pressekonferenz am Donnerstag im Rathaus. 

Fanansammlungen vor dem Stadion, wie hier beim Spiel von Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 im November 2017, sind am Samstag (15. Mai) Tabu. 

Revier-Derby: "Südtribüne Dortmund" positioniert sich gegen Ansammlungen vor BVB-Stadion 

Die BVB-Fanbeauftragten haben bislang keine Hinweise darüber, dass Anhänger zum Stadion kommen wollen. Das Fan-Bündnis „Südtribüne Dortmund“ hat sich beispielsweise klar positioniert, man werde sich nicht vor dem Stadion versammeln. "So besonnen sollten sich alle verhalten, um nicht dem Coronavirus zum Opfer zu fallen", meint Ullrich Sierau

Die Dortmunder Polizei gab an, am Samstag (15. Mai) mit starken Einsatzkräften vor Ort zu sein und die Abstandsbestimmungen zu überprüfen - auch aufgrund der geplanten Demonstrationen in der Innenstadt von Dortmund. Die Begleitung eines Revier-Derbys als Geisterspiel ist für die Dortmunder Polizei trotzdem ein Novum - und eine echte Herausforderung.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa