Brauer schlagen Alarm! 14,5 Millionen Kästen Bier weniger in Deutschland verkauft als 2018

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Bier. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Veltins ist mit dem Absatz von Bier in den letzten Jahre nicht zufrieden. Im Vergleich zu 2018 sei in diesem Jahr ein klarer Rückgang zu verzeichnen.

Die Brauer in Deutschland schlagen Alarm! Im Vergleich zu 2018 sei in diesem Jahr ein klarer Rückgang im Verkauf von Bier zu verzeichnen. Einen Grund meint die Veltins-Brauerei ausgemacht zu haben.

  • Der Biermarkt in Deutschland sei im ersten Halbjahr so stark geschrumpft, wie seit Jahren nicht mehr.
  • Die Brauerei Veltins zeigt sich auch für den Rest von 2019 nicht optimistisch.

Das wechselhafte Wetter der vergangenen Monate setzt der Bierbranche zu. Im ersten Halbjahr habe der Absatz von Bier in Deutschland um rund drei Prozent im Vergleich zu 2018 abgenommen, sagte der Veltins-Manager Volker Kuhl bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz der Brauerei am Donnerstag (12. Juli). Die Brauer profitierten 2018 von einem warmen Sommer und der Fußballweltmeisterschaft.

14,5 Millionen Kästen Bier weniger verkauft

Insgesamt seien in Deutschland zwischen Januar und Juni nach Schätzungen von Veltins wohl rund 14,5 Millionen Kästen Bier weniger verkauft worden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Markt für Bier in Deutschland sei im ersten Halbjahr so stark geschrumpft, "wie seit Jahren nicht mehr", sagte Kuhl. Vor allem die Monate Mai und Juni machten den Brauereien deutschlandweit zu schaffen. Witterungsbedingt hätten die Umsätze in diesem Zeitraum sogar um rund 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. Gewitter und Stürme prägten das Wetter in diesem Frühjahr in NRW.

Veltins für 2019 pessimistisch

Auch für den Rest des Jahres ist Veltins in Sachen Verkauf von Bier nicht sonderlich optimistisch. "2019 wird für Deutschlands Brauereien zu einem verlustreichen Jahr. Eine grundsätzliche Erholung der Absatzsituation bis Jahresende ist unrealistisch, sodass der Biermarkt mit einem deutlichen Volumenverlust schließen wird", prognostizierte der Veltins-Generalbevollmächtigte Michael Huber. mit dpa-Material