Bild: Foto: DKMS

Zuerst waren es die vielen blauen Flecken an Victorias Körper, die ihre Eltern beunruhigten. Außerdem fühlte sich die Zweijährige oft schlapp. Nach vielen Untersuchungen dann die schockierende Diagnose: Blutkrebs. Jetzt hoffen die Eltern, einen passenden Stammzellenspender zu finden.

  • TU Dortmund startet Typisierungsaktion, um Spender für Vicky zu finden.
  • Stammzellenspende könnte das Leben der Zweijährigen retten.
  • Ein Abstrich von der Innenseite der Wange mit einem Wattestäbchen reicht, um sich als Spender registrieren zu lassen.

Vor wenigen Wochen bemerkten Victorias Eltern, dass mit ihrer kleinen Tochter etwas so gar nicht stimmt. Der Ungewissheit und Beunruhigung folgte dann die niederschmetternden Diagnose. Jetzt setzen die gebürtigen Hamburger alles daran, einen Spender für Vicky zu finden – und so ihr zartes Leben zu retten.

Blutkrebs: Stammzellen-Spende rettet Leben

Leukämie (Blutkrebs) ist laut dem Informationsportal kinderkrebsinfo.de der Berliner Charité die häufigste Form der Krebserkrankung bei Kindern. Etwa 600 Neuerkrankungen gibt es in Deutschland im Jahr. Helfen kann den Kindern laut den Ärzten der Charité häufig nur eine Chemotherapie‎ mit nachfolgender Stammzelltransplantation‎.

Auch Victoria ist dringend auf einen Stammzellenspender angewiesen, um wieder gesund zu werden. Um die Chance einen passenden Spender zu finden, zu erhöhen, organisierte ihre Familie bereits eine Typisierungsaktion in Hamburg. Am 18. Juni soll nun an der TU Dortmund eine weitere Spendersuche gestartet werden.

Organisiert hat sie Alexander Michalik, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität. Victoria ist die Patentochter seiner Schwägerin. Die Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei  (DKMS) soll Helfen, einen passenden Spender für die Zweijährige zu finden.

Registrierung als Spender: Abstrich mit Wattestäbchen reicht

„Bei der Aktion in Hamburg waren wir von der großen Resonanz und Hilfsbereitschaft überwältigt“, sagt Michalik. „Jetzt hoffen wir, dass wir auch in Dortmund möglichst viele Leute erreichen können.“

Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren als Spender registrieren lassen. Kommt man als Spender für einen an Leukämie erkrankten Menschen in Frage, kontaktiert die DKMS den Spender.

In etwa 80 Prozent der Fälle werden die Stammzellen der Blutbahn entnommen. Eine Operation ist dann nicht notwendig. Nur bei 20 Prozent der Spender wird unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm etwas Knochenmark entnommen, welches sich schnell wieder regeneriert.

Spendersuch-Aktion

Die Typisierungsaktion findet im Mensagebäude auf dem Campus Nord der TU Dortmund am Dienstag (18. Juni) von 10 Uhr bis 14.30 Uhr statt.

Um sich als Spender bei der DKMS registrieren zu lassen, muss nur ein Abstrich der Wangenschleimhaut abgegeben werden. Dazu wird mit einem Wattenstäbchen an der Innenseite der Wange entlang gestrichen.

Ort: Hauptmensa des Studierendenwerkes, Campus Nord, Mensa-Foyer, Vogelpothsweg 85, 44227 Dortmund

Auch in der TU Dortmund: So schneidet die Mensa im Vergleich mit anderen Uni-Mensen ab.