Strom und Gas

Energiekrise bei Dortmunder Brauereien hat Auswirkungen auf das Bier

Die Energiekrise macht auch bei Genussgetränken wie Bier nicht halt. Die Dortmunder Brauereien haben eine Änderung angekündigt.

Dortmund – Gefühlt wird momentan alles teurer und knapper. Das startet bei Fleisch und Gemüse im Discounter, ging zeitweise weiter um die Mayonnaise und gipfelt in einer Co2-Knappheit, welche die Getränkebranche momentan in Schach hält. In Sachen Kohlensäure sind die Dortmunder Brauereien autark, weil sie das Gas während der Produktion selbst herstellen. Doch vor der Energiekrise schützt das nicht.

UnternehmenDortmunder Actien-Brauerei (DAB)
AdresseSteigerstraße 20, 44145 Dortmund
Gründung1868

Brauereien in Dortmund spüren die Energiekrise deutlich

Grund für die Krise ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine, mit den ausbleibenden Gaslieferungen von Russland nach Deutschland. Dadurch ist der wichtige Energieträger bei uns zu Lande knapp und teuer geworden. Die Folgen lassen sich in fast allen Bereichen des täglichen Lebens in Dortmund spüren: Heizen und Einkaufen ist teuer geworden, die Bundesregierung ruft zum Sparen auf.

Sparen müssen auch viele Betriebe, weil die Kosten für das Laufen von Maschinen und anderer Infrastruktur explodiert sind. Betroffen sind Handwerksbetriebe, aber auch Lebensmittelläden überlegen früher zu schließen, um zu sparen. Die Dortmunder Brauereien, zu welcher auch die DAB-Brauerei gehört, spüren die Energiekrise ebenfalls (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Uwe Helmich, Geschäftsführer der Dortmunder Brauereien, antwortet auf Anfrage von RUHR24 per Mail: „Natürlich machen auch uns die massiven Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen durchaus Sorgen, nicht nur bei Energie. So sehen wir uns bereits seit Monaten mit nie gesehenen Preisniveaus für hochwertige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Energie und Logistik konfrontiert“.

Bier aus Dortmund wird teurer – Energiekrise ist Schuld

Gleiches gelte für die Instandhaltung, Wartung und Qualitätssicherung der Brauerei. Es gebe kaum etwas vom Feld, über die Produktion in Dortmund, bis hin zur Getränkeauslieferung, was nicht in den letzten Monaten teurer geworden wäre. Man rechne sogar eher noch mit Kostensteigerungen während des Produktions- und Auslieferungsprozesses.

„Unternehmerisch tun wir bereits alles Machbare, um diese neuerlichen Kostenbelastungen durch interne Maßnahmen abzufedern“, fährt Helmich fort. „Allerdings sind die internen Maßnahmen zur Kostenabfederung angesichts der aktuellen Teuerungsraten trotz großer unternehmerischer Anstrengungen leider bei weitem nicht ausreichend.“

Die DAB-Brauerei aus Dortmund hebt die Preise an (Plakat etwa von 1935).

Für Kunden bedeutet die Kostenspirale: Das Dortmunder Bier wird teurer. „Wir haben bereits eine Preisanpassung für unsere Dortmunder Biere zum 1. Dezember 2022 angekündigt“, erklärt der Geschäftsführer der Dortmunder Brauereien weiter.

„Wir können allerdings nicht vorhersagen, was ein Gastronom oder ein Händler plant. Diese machen ihre Verkaufspreise eigenständig, darauf haben wir keinen Einfluss“. Verbraucher dürften sich also auf deutlich mehr Kosten beim Hopfengenuss aus Dortmund einstellen.

Rubriklistenbild: © William Perugini/Imago

Mehr zum Thema