Bild: Daniele Giustolisi/RUHR24

Seit vielen Jahren gibt es den Beate Uhse-Shop in der Innenstadt von Dortmund. Nun steht das Geschäft offenbar vor dem Aus. Der Erotikhandel hatte im Juli dieses Jahres erneut Insolvenz angemeldet.

  • Beate Uhse hat seit Jahren ein Geschäft in der Innenstadt von Dortmund.
  • Nun hat der Erotikshop am Westenhellweg offenbar geschlossen.
  • Der Konzern musste im Juli 2019 erneut Insolvenz anmelden.

Das Geschäft von Beate Uhse in der Dortmunder Innenstadt hat eigentlich sechs Tage die Woche bis 20 Uhr geöffnet. Doch derzeit zeigt sich ein trostloses Bild auf dem Westenhellweg: Das Rolltor vor dem Erotikladen ist heruntergelassen. Das Ende einer Ära in Dortmund?

Beate Uhse in Dortmund: Laden in der Innenstadt vor dem Aus?

Wenn man Menschen aus Dortmund fragt, dann gehört der Laden von Beate Uhse mindestens genauso zum Westenhellweg in der City wie Galeria Kaufhof, die Mayersche Buchhandlung oder Peek & Cloppenburg. Alles Geschäfte, die sich schon seit Ewigkeiten auf Dortmunds beliebter Shoppingmeile befinden.

Doch dort, wo man jahrelang reizvolle Unterwäsche, ausgefallene Kondome oder verschiedenes Erotik-Spielzeug kaufen konnte, sind nun die Schotten dicht. Anstelle von vornehmlich in der Farbe pink dekorierten Schaufenstern, blickt man bei Beate Uhse am Westenhellweg 51 derzeit auf ein graues Rolltor. Am Phönixsee eröffnet dafür aber bald ein neues Restaurant.

Beate Uhse meldete 2019 erneut Insolvenz an

Gut möglich, dass der Erotikshop dauerhaft geschlossen bleibt. Immerhin hat das Unternehmen im Juli dieses Jahres erneut Insolvenz angemeldet. Die Sanierung nach der ersten Insolvenz Ende 2017 ist offenbar nicht geglückt, berichtete die Wirtschaftswoche.

Der Konzern hatte über viele Jahre Umsatz und Gewinn eingebüßt und war 2018 aus der Insolvenz heraus an einen Fonds des niederländischen Investors Robus Capital Management verkauft worden. Der Personalbestand wurde im Laufe des vorigen Insolvenzverfahrens von 500 auf 150 abgebaut.

Filiale am Westenhellweg nun offenbar dauerhaft geschlossen

Für die Beate Uhse-Filiale in Dortmund hatte das zunächst keine Konsequenzen. Der Verkauf der erotischen Artikel am Westenhellweg lief vorerst weiter. Nun offenbaren sich jedoch auch für diese Filiale die Konsequenzen der Insolvenz.

Beate Uhse war nach dem Krieg von der gleichnamigen Unternehmerin in Flensburg gegründet worden und ging 1999 an die Börse. Das Unternehmen konnte nach dem Siegeszug des Internets nicht mehr an die Erfolge der 1960er und 70er Jahre anschließen und verlor immer mehr Kunden und Marktanteile.