Ärger für Fahrradfahrer

Dortmund: Bau-Panne am Phoenix See sorgt für Ärger – Stadt reagiert

In Dortmund sorgt eine Bushaltestelle für viel Aufsehen. Die Stadt antwortet auf den Vorfall.

Dortmund – Eigentlich will Dortmund seine Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, das Rad statt des Autos zu nutzen. Daher soll am Ostwall in der Innenstadt von Dortmund ein völlig neuer Radweg entstehen. Zusätzlich soll der Radschnellweg 1 (RS1) mehrere Städte im Ruhrgebiet miteinander verbinden. Am Phoenix See dagegen bringt die Stadt Radfahrer auf die Palme.

StadtDortmund
Fläche280,7 km²
Einwohner587.696

Phoenix-See in Dortmund: Foto von Bushaltestelle zeigt vermeintliche Panne

An der Hermannstraße auf Höhe der Haltestelle „Bickestraße“ nur 200 Meter vom beliebten Phoenix-See in Dortmund entfernt, steht Radfahrern eigentlich ein eigener Radweg auf dem Gehweg zur Verfügung.

Allerdings ist der Stadt Dortmund bei dem Unterstand an der Bushaltestelle ein kurioser Fehler unterlaufen. Denn das Häuschen wurde mitten auf dem schmalen Streifen der Radfahrer gebaut. Ein Nutzer auf der Plattform Twitter nimmt dies zum Anlass, um die Verantwortlichen zur Rede zu stellen.

„Ich denke, die Verkehrswende kann kommen“, scherzt der User bei Twitter. Doch nicht nur die erst neu gebaute Bushaltestelle an sich sorgt sowohl für Lacher als auch für Unverständnis. In dem Unterschlupf befindet sich ein Werbe-Plakat des Supermarkts Edeka mit eben dieser Botschaft.

Bushaltestelle am Phoenix-See: Stadt Dortmund reagiert auf vermeintliche Bau-Panne

Zu allem Überfluss thront vor der Bushaltestelle eine rot-weiße Barke auf dem Radweg. Wer hier das Rad nutzt, muss entweder auf die Straße ausweichen oder den Gehweg. „Die Idee hier in Dortmund ist, bitte gar nicht fahren“, scherzt der Nutzer der Social-Media-Plattform.

Das lässt die Stadt Dortmund nicht auf sich sitzen und sucht den Kontakt zu der Person hinter dem Twitter-Profil. „Bitte schicke das Foto inklusive Adresse an fahrradbeauftragter@stadtdo.de“, heißt es in einem Kommentar. Einen Versuch der Provokation von einem anderen Nutzer mit der Aussage „Um wieder keine Antwort zu bekommen“, schmettern die Mitarbeiter der Stadt ab (weitere News aus Dortmund bei RUHR24).

„Unglückliches Provisorium“: Stadt Dortmund erklärt kuriose Bushaltestelle

„Ist also schon hingeschickt worden? Wir sprechen mit den verantwortlichen Kolleg*innen“, versichert die Stadt Dortmund auf Twitter. Und kurz darauf kommt auch eine Erklärung für das Malheur.

Demnach handele es sich „um ein unglückliches Provisorium“. Denn die Bushaltestelle ist offenbar Teil einer Baustelle, die noch nicht vollendet ist. Für den Stromanschluss, der noch fehle, müsse der Boden erneut aufgerissen und „nochmal aufgenommen werden“, heißt es vonseiten der Stadt Dortmund.

Dass Baustelle und Radweg aktuell miteinander kollidieren, liege daran, dass die von dem Unternehmen RBL Media GmbH beauftragte Baufirma erstmal die bereits vorhandenen Steine genutzt habe. In Absprache mit der Stadt Dortmund soll der rot gefärbte Radweg nach dem Einbau der Stromleitungen ganz verschwinden. „Hinter der Bushaltestelle ist eine gemeinsame Wegeführung für Fußgänger*innen und Radfahrende vorgesehen“, kündigt die Stadt an.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24

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