Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Wo einst Güterzüge zwischen Phoenix-Gelände und Westfalenhütte verkehrten, soll künftig der Gartenstadt-Radweg entstehen. Nachdem die Fördermittel dafür im Januar bewilligt wurden, haben nun die ersten Arbeiten begonnen.

Der Radweg ist Teil des Projekts Rad.Revier.Ruhr, mit dem sich der Regionalverband Ruhr (RVR) in den nächsten Jahren als Radreiseregion vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) zertifizieren lassen will.

Der erste Abschnitt des Gartenstadt-Radwegs ist circa 3,9 Kilometer lang und soll 1,86 Millionen Euro kosten. Der gesamte Weg soll schließlich 6,5 Kilometer lang sein und über eine ehemalige Güterzugstrecke zwischen dem Phoenix-See und der ehemaligen Westfalenhütte verlaufen.

Vorarbeiten haben begonnen

Am 13. Februar hat der RVR mit den ersten Vorarbeiten für den Radwegbau begonnen. Dabei wird zuerst die alte Güterzug-Strecke freigeräumt, wie die Stadt Dortmund mitteilte.

Anschließend will der RVR die alten Gleise zurückbauen und die Trasse auf einer Breite von sieben Metern roden. Außerdem sollen kranke und nicht standsichere Bäume gefällt und auf der Strecke abgelegter Müll entsorgt werden.

Die Arbeiten an den Bäumen sollen schon bis Ende Februar abgeschlossen sein. Die Müllentsorgung kann sich laut Stadt Dortmund jedoch noch bis April hinziehen. Mit Vekehrsbehinderungen sei dabei nicht zu rechnen.

Anbindung an ein größeres Radweg-Netz

Wenn der erste Abschnitt des Gartenstadt-Radwegs zwischen Phoenix See und Paderborner Straße ausgebaut ist, plant der RVR in einem zweiten Schritt den Abschnitt zwischen Paderborner Straße und der ehemaligen Westfalenhütte im Dortmunder Norden auszubauen.

Im Norden, so die Stadt Dortmund, soll der Radweg nach Kirchderne und Derne weitergeführt und an den Emscherparkradweg und den Radschnellweg 8 angeschlossen werden. Dieses Wegesystem verläuft bis zur Stadtgrenze Lünen, wo Anschlüsse an den „Leezenpatt“ und die „Lippetour 1“ gegeben sind. Im Süden sind Anschlüsse an das Wegenetz des Phoenix Sees, an den Emscherweg, den R10 und den R33 vorgesehen bzw. möglich.

Damit soll Dortmund nicht nur fahrradfreundlicher, sondern auch Anziehungspunkt für Rad-Touristen werden.