Einsatz am Wall

Auto-Poser schieben Polizei-Sperren weg und bevölkern Platz in Dortmund

Die Auto-Szene in Dortmund hat trotz polizeilicher Absperrungen einen Parkplatz am Wall bevölkert. Die Polizei stellte zudem zahlreiche Verstöße fest.

Dortmund – Immer wieder versucht die Polizei gegen illegale Straßenrennen oder Lärmbelästigungen durch die Poser- und Raser-Szene in Dortmund vorzugehen. Insbesondere der Wall gilt als Hotspot für Raser. Um mögliche Treffen am Straßenrand zu unterbinden, sperrt die Polizei in den Abendstunden am Wochenende einen Parkplatz am Ostwall. Diese Absperrung hat die Autofans am Freitagabend (5. August) jedoch nicht davon abgehalten, den Parkplatz einzunehmen.

Stadt Dortmund
StraßeWallring
ThemaRaser- und Poserszene

Auto-Szene ignoriert Polizei-Sperre und bevölkert Parkplatz am Ostwall in Dortmund

Die Polizei kennt die Hotspots der Raser-Szene bereits. Aus diesem Grund wird in den Abendstunden am Wochenende ein Parkplatz am Ostwall mit Pollern gesperrt. Die Einfahrt ist dann nicht mehr möglich. In der Vergangenheit waren bestimmte Plätze am Wall immer wieder von zahlreichen Rasern und Tunern besucht, die für Ruhestörungen und Vermüllung sorgten.

Am Freitag lag diese Absperrung jedoch am Straßenrand. Die Stadt Dortmund stellte daraufhin Warnbaken als Sperrung auf. Wie die Polizei berichtet, haben auch die Baken die Szene nicht davon abgehalten, den Parkplatz zu bevölkern. Erneut wurde die Absperrung zur Seite geschoben. Der Parkplatz sei zwischenzeitlich gut besucht gewesen, bevor die Autofahrer ihn wieder verlassen mussten.

Polizei geht gegen Szene auf dem Wall in Dortmund vor und erwischt vor allem Raser

Bei der Kontrolle um die Dortmunder Innenstadt haben die Beamten noch weitere Autofahrer kontrolliert und zahlreiche Verstöße festgestellt. Neben illegalen Autorennen sollen auch szenetypische Lärmbelästigung oder vermüllte Plätze unterbunden werden. Dabei konnten auf dem Dortmunder Wall und in den umliegenden Straßen insgesamt 66 Fahrzeuge und 129 Personen kontrolliert werden.

Der Ostwall in Dortmund gilt als Raser-Hotspot.

Wie die Polizei mitteilt, war ein 44-jähriger Autofahrer aus Hagen an der Einmündung von Hoher Wall und Johannesstraße unterwegs. Der Mann fuhr mit einer Geschwindigkeit von 53 Kilometer pro Stunde und überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit damit um 23 Kilometer pro Stunde. Auf dem Wall in Dortmund gilt an Wochenenden Tempo 30.

Auch am Hiltropwall war ein Autofahrer 25 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs. Den beiden Fahrern droht ein Verfahren wegen Ordnungswidrigkeit, ein Bußgeld von 115 Euro und ein Punkt in Flensburg (mehr News aus Dortmund bei RUHR24).

Verfolgungsjagd und Lärmbelästigung am Wall – insgesamt 70 Verstöße in einer Nacht

Die Beamten stellten bei der Kontrolle insgesamt 70 Verstöße fest. Zu schnelles Fahren, bei Rot über die Ampel oder eine fehlende Betriebserlaubnis waren der Grund. Zudem sind 27 Autofahrer falsch abgebogen oder waren nicht vorschriftsmäßig angeschnallt, so die Polizei.

Die Polizei Dortmund hat erneut Raser und Poser kontrolliert (Symbolfoto).

Bei einer 19-jährigen Fahrerin aus Werl wurde das Fahrzeug sogar konfisziert. Der Audi sei nach Einschätzungen der Beamten deutlich zu laut gewesen. Ein Gutachten soll jetzt Ergebnisse liefern.

Ein weiterer Vorfall mit einem Peugeot-Fahrer ereignete sich auf dem Ostwall. Der Fahrer fuhr zu schnell und leistete sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Später konnte das Fahrzeug verlassen in der Olgastraße gefunden werden. Die Ermittlungen zum Fahrer wurden eingeleitet. Der Verdacht auf ein illegales Straßenrennen werde ebenfalls geprüft.

Rubriklistenbild: © Justin Brosch/Imago

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