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Das erste Mal seit 1981 liegt die Arbeitslosenquote in Dortmund unter zehn Prozent. Die Stadt will an dem Erfolg festhalten und die Quote noch weiter senken. Dazu hat sie sich einen Vier-Punkte-Plan überlegt.

Im Oktober ist die Arbeitslosenquote in Dortmund auf 9,8 Prozent gesunken. Das sind 900 Arbeitslose weniger als im September und sogar 2.650 weniger Arbeitslose als letztes Jahr im selben Zeitraum.

„Wir haben im Oktober nun die lang formulierte Zielsetzung erreicht, unter zehn Prozent zu kommen“ sagt Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Langfristiges Ziel: Acht Prozent

„Nun gilt es aber, diesen Trend – auch bei möglichen Rückschlägen – zu verstetigen und unter den Schnitt der Quote des Ruhrgebiets zu kommen.“, so Sierau. Auf Dauer soll die Arbeitslosenquote zu der 8-Prozent-Marke kommen.

Auch wenn am Anfang nächsten Jahres die Zahl der Arbeitslosen saisonbedingt wieder steige, sei der nächste Zwischenschritt, im Jahresdurchschnitt unter den zehn Prozent zu bleiben.

Vier-Punkte-Plan soll weiteren Erfolg bringen

Dazu hat die Stadt Dortmund einen Vier-Punkte Plan vorgestellt, mit dem sie an den bisherigen Erfolg anknüpfen will.

So will sie sich zum Beispiel für mehr Zuschüsse in der Arbeitsmarktförderung aussprechen. Diese Zuschüsse dürften nicht zu gering dimensioniert sein, also nicht auf Mindestlohnhöhe festgelegt werden

Langzeitarbeitslosen bessere Perspektiven ermöglichen

Weiterhin bleibt für die Stadt die berufliche Integration von Geflüchteten und von an- und ungelernten EU-Bürgern ein wichtiger Teil der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Sprachkurse, Praktika und zusätzliche Ausbildungen hätten in den letzten Jahren laut Stadt sehr zu der Verbesserung beigetragen.

Nächster wichtiger Baustein für Dortmund sei das „Service Center lokale Arbeit„. Das Projekt soll fortgeführt werden. Es ermöglicht Langzeitarbeitslosen bessere Perspektiven im Arbeitsmarkt, in dem einfache Tätigkeiten öffentlich gefördert werden. Hier können Langzeitarbeitslose im Berufsleben Fuß fassen.

Als vierten Punkt im Zukunftsplan will die Stadt dem Rat im Frühjahr 2019 eine „kommunale Arbeitsmarktstrategie 2030“ vorlegen.

Strukturwandel ist die Lösung

Für Stefan Schreiber, den Hauptgeschäftsführer der IHK Dortmund, ist das Absinken der Arbeitslosenquote die logische Folge eines erfolgreichen Strukturwandels:

„Die Dortmunder Unternehmen, sei es aus Industrie, IT, Handel, Logistik und
der Dienstleistungsbranche, haben ihre Chancen genutzt und sich zu modernen und hochinnovativen Unternehmen entwickelt“.