Kölner Traditionsunternehmen

Folgen für die Filiale in Dortmund: Appelrath Cüpper muss wegen Coronavirus Insolvenz anmelden

Appelrath Cüpper hat Insolvenz angemeldet. Auch die Filiale auf dem Westenhellweg ist betroffen.
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Appelrath Cüpper hat Insolvenz angemeldet. Auch die Filiale auf dem Westenhellweg in Dortmund ist betroffen.

Das Modeunternehmen Appelrath Cüpper hat wegen des Coronavirus Insolvenz angemeldet. Auch die Filiale in Dortmund ist betroffen.

  • Das Kölner Traditionsunternehmen Appelrath Cüpper hat Insolvenz angemeldet.
  • Der Grund: Wegen der Coronavirus-Krise* mussten die 16 AC-Filialen im März schließen.
  • Auch das Geschäft auf dem Westenhellweg in Dortmund ist betroffen.

Dortmund - Wegen der Coronavirus-Krise sind die Verkäufe in den Schuhgeschäften, Sportläden und Modehäusern derzeit lahmgelegt, wie RUHR24.de* berichtet. Der Stillstand fordert nun erste wirtschaftliche Opfer: Das Damenmodehaus Appelrath Cüpper beantragte am Mittwoch (8. April) beim Amtsgericht Köln die Insolvenz in Eigenverantwortung. Das berichtet das Magazin Textilwirtschaft.

Insolvenz: Coronavirus und Schließungen haben Appelrath Cüpper kalt erwischt

Ein Schock für das 1882 gegründete Traditionsunternehmen, das sich jedoch bereits vor der aktuellen Coronavirus-Situation (die aktuellen Entwicklungen in NRW im Live-Ticker)* mitten in einem Restrukturierungsprozess befunden haben soll. Trotzdem treffe die Insolvenz die Firma hart.

Das Geschäft von Appelrath Cüpper auf dem Westenhellweg in Dortmund ist geschlossen.

"Wir waren auf einem guten Weg. Super Januar, super Februar, Plan übertroffen, Vorjahr bei weitem übertroffen. Dann hat uns der März mit Corona und den Häuserschließungen kalt erwischt", so Lothar Schäfer, CEO bei Appelrath Cüpper, am Mittwoch gegenüber dem Wirtschaftsmagazin.

Filialschließungen bei Appelrath Cüpper: Auch Geschäft in Dortmund betroffen

Aufgrund der behördlichen Schließung aller 16 Filialen sei der Umsatz nahezu komplett eingebrochen. Nur der Online-Shop sei derzeit noch für Kunden verfügbar. Eine dieser Appelrath-Cüpper-Filialen ist in Dortmund. Das große Geschäft am Westenhellweg 59-63 hat schon seit Wochen - und noch mindestens bis zum 20. April - geschlossen.

Doch wie wird es nun für die Filiale in Dortmund auf dem Westenhellweg* und den 15 weiteren Geschäften sowie rund 1.000 Mitarbeitern von Appelrath Cüpper weitergehen? Laut dem Unternehmen biete der Schritt zur Insolvenz nun die Möglichkeit zu einer "nachhaltigen Sanierung und Neuausrichtung von Appelrath Cüpper." Man gehe davon aus, dass das Verfahren bis Ende dieses Jahres abgeschlossen ist.

Mögliche Fortführung des Modehauses lässt Appelrath-Cüpper-Mitarbeiter hoffen

Zwar habe das Unternehmen laut Informationen der Textilwirtschaft bereits frühzeitig das Gespräch mit Banken gesucht und den Antrag ein KfW-Darlehen (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gestellt, dieser sei jedoch abgelehnt worden.

Aufgrund der angemeldeten Insolvenz in Eigenverantwortung kann die Unternehmensleitung von Appelrath Cüpper unter Aufsicht des Gerichts und eines Insolvenzverwalters weiterhin tätig sein. Die Mitarbeiter in Dortmund und anderen Städten wie Köln und Bonn können nun also darauf hoffen, dass das Sanierungskonzept zunächst eine Entschuldung und im nächsten Schritt eine Fortführung des Modehauses ermöglichen wird.

Video: Wegen Coronavirus: Kreuzfahrtanbieter meldet Insolvenz an

Wie der Express berichtet, wurden die Angestellten über die aktuellen Entwicklungen informiert. Ihre Löhne und Gehälter seien in den ersten drei Monaten des Insolvenzverfahrens über das Geld der Agentur für Arbeit abgesichert.

likri

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