Flughafen Dortmund ist jetzt genau so wichtig wie Airports in Düsseldorf und Köln - kommt jetzt mehr Lärm?

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Wizz Air Flugzeug am Flughafen Dortmund. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Der Flughafen Dortmund nimmt an Bedeutung für Nordrhein-Westfalen zu und ist jetzt - wie Köln oder Düsseldorf - ein "landesbedeutsamer Flugafen".

Der Flughafen Dortmund nimmt an Bedeutung für Nordrhein-Westfalen zu und ist jetzt - wie Köln oder Düsseldorf - ein "landesbedeutsamer Flughafen". Aber was heißt das genau?

  • Flughafen Dortmund kann sich jetzt besser entwickeln.
  • Das muss nicht unbedingt heißen, dass es künftig mehr Flüge gibt - sagt zumindest ein Flughafen-Sprecher

Update, Dienstag (13. August), 7.35 Uhr: Laut einem Bericht des WDR ist die Verlängerung der Landebahn nun beschlossene Sache. Der Flughafen Dortmund will die Bahn mit einem Trick um 300 Meter verlängern. Größere Flugzeuge und mehr Lärm könnten die Folgen sein.

Erstmeldung, Dienstag (16. Juli), 10.59 Uhr: Auf einer Wellenlänge mit Köln oder Düsseldorf: Der Flughafen Dortmund ist jetzt genauso bedeutsam wie seine zwei Konkurrenten am Rhein. Das ist das Ergebnis einer Änderung im Landesentwicklungsplan NRW.

Dort steht nun geschrieben, dass die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück, Dortmund, Paderborn/Lippstadt und Weeze/Niederrhein in Zukunft alle landesbedeutsam sind.

Zuvor war es so, dass die Flughäfen in NRW in regional- und landesbedeutsam unterteilt wurden. Bisher war den Flughäfen PaderbornLippstadt, Weeze und Dortmund lediglich eine regionale Bedeutung eingeräumt worden.

Kein Wunder - mit rund 2,3 Millionen Passagieren (Düsseldorf hatte 2018 rund 24,3 Millionen Passagiere; Köln knapp 13 Millionen Passagiere) ist der Flughafen Dortmund im NRW-Vergleich ein kleines Licht. Doch der Flughafen wächst und wächst.

Flughafen Dortmund kann sich "bedarfsgerecht entwickeln"

Und was heißt die Änderung im Landesentwicklungsplan jetzt konkret für den Flughafen Dortmund? So ganz klar scheint das jedenfalls noch nicht zu sein. "Wir können uns jetzt laut Gesetz bedarfsgerecht entwickeln", sagt Sprecherin Davina Ungruhe gegenüber RUHR24.

Was das konkret bedeute, werde sich in der Praxis zeigen. Dass in Dortmund mehr Flugzeuge starten oder landen, dass sei laut Ungruhe aber nicht die unbedingte Konsequenz der Änderung.

Chef Udo Mager spricht im Zusammenhang des neuen Landesentwicklungsplans von "nicht akzeptablen Wettbewerbsverzerrungen", die nun der Vergangenheit angehörten. Die Einteilung in landes- und regionalbedeutsam sei zuvor laut Mager "willkürlich" gewesen.

Spannend bleibt weiterhin die Frage, ob die Verlängerung der Startbahn nun wieder (oder immer noch) Thema in Dortmund ist. Das zumindest besagten Stimmen aus der Politik, als die Pläne der Landesregierung für den neuen Landesentwicklungsplan aufkamen.

Kommen jetzt verlängerte Startzeiten?

Auch die Frage nach verlängerten Startzeiten - etwa bis 23 Uhr - könnte jetzt wieder ins Gespräch kommen. Starten dürfen Flugzeuge am Flughafen Dortmund aktuell von 6 bis 22 Uhr. Seit Herbst 2018 dürfen verspätete Maschinen bis 23.30 Uhr landen.

Gegen eine Verlängerung der Start- und Landezeiten könnten unterdessen Anwohner protestieren. Eine Verlängerung der Betriebszeiten ist etwa für die Schutzgemeinschaft Fluglärm Dortmund/Kreis Unna nicht akzeptabel. Und auch die Stadt Unna hat sich zuletzt juristisch für das Wohl seiner Bürger eingesetzt.

+++ Störungen am Flughafen Düsseldorf - Passagiere fliegen ohne Gepäck +++

Die Grünen unterdessen halten eine mögliche Verlängerung der Start- und Landebahn nicht mit den Klimazielen Dortmunds vereinbar, kritisieren zudem die Finanzierung des Airports durch die Stadt.