Bild: Arno Burgi/dpa

Die Masche ist längst bekannt, trotzdem finden die Täter immer wieder neue Opfer. In den letzten Tagen sind vermehrt Enkeltrick-Betrüger in Dortmund unterwegs, wie die Polizei nun mitteilte. Die Täter haben es dabei besonders auf ältere Menschen abgesehen.

So gehen die Täter vor: Die Betrüger rufen gezielt Senioren an und geben sich ihnen gegenüber als Verwandte aus. Sie gaukeln ihren Opfern vor, sich in Geldnot zu befinden und setzen sie unter Druck. Was für viele nach einer einfach zu durchschauenden Masche klingt, ist laut einer Mitteilung der Polizei Dortmund jedoch immer wieder erfolgreich.

Täter haben in den letzten Tagen 45.000 Euro erbeutet

In den letzten Tagen habe es in Dortmund gleich mehrere Fälle gegeben. Am Montag (23. Oktober) haben Betrüger einer 92-jährigen Dortmunderin vorgegaukelt, ihr Enkel brauche dringend 30.000 Euro für einen wichtigen Autokauf. Die Frau hatte den Geldbetrag tatsächlich zuhause und übergab ihn an einen unbekannten Abholer.

Schon drei Tage zuvor haben die Betrüger eine 89-jährige Dortmunderin glauben lassen, 30.000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung zu brauchen. Das Opfer konnte zwar „nur“ 15.000 Euro aufbringen. Diesen Betrag übergab sie aber ebenfalls an einen unbekannten Abholer.

Die Polizei Dortmund warnt deshalb vor der Enkeltrick-Masche und rät:

  • -Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon um Geld bittet.
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner – zum Beispiel ein angeblicher Enkel – um Geld von Ihnen bittet. Vergewissern Sie sich bei der Familie, ob der Anrufer ein wirklicher Verwandter ist.
  • Rufen Sie ihn unter den Ihnen bekannten Rufnummern zurück.
  • Übergeben Sie Ihr Geld niemals an Ihnen unbekannte Personen.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei – egal, ob sie den Enkeltrick erkannt haben oder schlimmstenfalls sogar Opfer geworden sind. Und: Erstatten Sie Anzeige.
  • Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders geschulten Beamtinnen und Beamten der Polizei gerne.