Polizei will hart durchgreifen

A2 bei Dortmund: Nach Horror-Unfall – Polizei kündigt tägliche Kontrollen an

Unfall A2 bei Dortmund
+
Auf einer Autobahn bei Dortmund kommt es häufig zu schweren Unfällen.

Unfälle auf Autobahnen nehmen oft kein gutes Ende. Auf einer Autobahn bei Dortmund hat es zuletzt zu oft gekracht. Die Polizei reagiert jetzt.

Dortmund – Zu hohe Geschwindigkeit oder zu wenig Abstand – das sind nur zwei Ursachen, wegen derer es auf Autobahnen immer wieder zu schweren Unfällen kommt. So auch auf der A2 bei Dortmund.

AutobahnA2
Länge486 Kilometer
AbschnittAutobahnkreuz Dortmund/Nordwest und Henrichenburg

Zu viele Unfälle auf der A2 bei Dortmund: Immer wieder kracht es auf Autobahn-Abschnitt

Auf der viel befahrenen Autobahn gab es laut den Angaben der Polizei Dortmund seit 2018 mehr als 30 teils schwere Unfälle. Ein Unfall-Hotspot ist demnach der fünf Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Nordwest und Henrichenburg.

Auf dieser Strecke hatte sich auf der A2 bei Dortmund erst kürzlich ein Horror-Unfall mit einem Lkw ereignet. Der Laster durchbrach dabei die Mittelleitplanke und raste in den Gegenverkehr. Zwei Menschen starben, drei weitere – darunter zwei Jugendliche – wurden schwer verletzt.

Tempo-Verstöße und viele Unfälle: Polizei Dortmund will täglich auf der A2 blitzen

Und auch sonst sprechen die Zahlen der Polizei für sich. An 15 Mess-Tagen zählte die Radaranlage in den vergangenen zwei Monaten insgesamt 72.000 Fahrzeuge auf diesem Streckenabschnitt der A2. 2.700 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Ein Fahrer fuhr unter anderem mit 174 km/h wo nur 80 km/h erlaubt sind. Ihn und andere Verkehrssünder erwartet ein Buß- und Verwarngeld, in 536 Fällen droht außerdem ein Fahrverbot (mehr Blaulicht-News aus Dortmund auf RUHR24 lesen).

Die vielen Unfälle sowie die Tempo-Verstöße nimmt die Autobahnpolizei nun zum Anlass, auf der A2 bei Dortmund härter durchzugreifen. Auf dem Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund/Nordwest und Henrichenburg wird nun ständig geblitzt.

„Ab sofort müssen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer dort täglich mit Geschwindigkeitsmessungen rechnen“, heißt es in der Mitteilung der Polizei Dortmund.

Auf der A2 bei Dortmund wird jetzt täglich geblitzt: Polizei will weitere Unfälle verhindern

„Die Ergebnisse der Tempo-Messungen und die vielen Unfälle mit Verletzten und Todesopfern zeigen, dass wir in diesem Bereich verstärkt auf das Unfallrisiko durch zu hohe Geschwindigkeit hinweisen und die Geschwindigkeit reduzieren müssen – mit dem Ziel, weitere Unfälle zu vermeiden“, erklärt Manfred Blunk, Leiter der Autobahnpolizei in Kamen.

Die meisten schweren Unfälle würden sich demnach in Richtung Oberhausen ereignen. Auf dem Abschnitt zwischen Dortmund/Nordwest und Henrichenburg haben die Auto- und Lkw-Fahrer mehrere Autobahnkreuze und auch Staus hinter sich.

Video: Aquaplaning: Das passiert und so verhält man sich richtig

„Hinter dem Kreuz Dortmund/Nordwest öffnet sich der Bereich Richtung Westen wieder, der Verkehr entzerrt sich auf diesen Kilometern – und es wird auf drei übersichtlichen Fahrstreifen dann stark beschleunigt“, so Blunk weiter. Genau darin bestehe laut der Polizei das Unfallrisiko auf der A2 bei Dortmund.

Unfall-Hotspot auf A2 bei Dortmund: Blitzer und weitere Maßnahmen in Planung

Die Autobahnpolizei warnt deshalb eindringlich: „Das Tempo entscheidet darüber, ob es bei einem Unfall bei einem Blechschaden bleibt und ob Insassen leicht oder schwer verletzt oder sogar getötet werden.“ Bei Nässe bestehe in diesem Bereich der A2 zudem eine Gefahr durch Aquaplaning.

Neben der täglichen Blitzer-Aktion wolle die Polizei deshalb in Absprache mit der Autobahn GmbH über weitere Maßnahmen beraten, wie der Unfallschwerpunkt in Zukunft entschärft werden könnte.

Mehr zum Thema