Ein Merkmal der B1 ab Höhe Stadtkrone Ost in Richtung Dortmunder Innenstadt ist ihre Baumallee zwischen den Fahrbahnen. Die vielen Bäume sorgen für ein bisschen Grün im grauen Straßenasphalt. Doch die Stadt Dortmund will 76 Bäume fällen lassen. Dagegen regt sich jetzt massiver Widerstand. 

Dortmund – Laut Stadt ist diese Maßnahme nötig, um die Barrierefreiheit an den Haltestellen der U47 entlang der B1 zu ermöglichen. Für ca. 32 Millionen Euro plant die Stadt den Umbau der Haltestellen und Gleiskörper zwischen Kohlgartenstraße und Stadtkrone-Ost. Dabei würden nahezu alle Bäume im Bereich der Haltestellen gefällt werden.

Lebensqualität entlang der B1 soll erhalten bleiben

Der B1-Initiative Dortmund e.V., bestehend aus Anwohnern der B1, möchte das verhindern. Zwar unterstützt sie die Schaffung der Barrierefreiheit an den U47-Haltestellen. Dabei fordert die Initiative jedoch die Erhaltung der Baumallee. Denn die Anwohner möchten, dass die Lebensqualität entlang der B1 erhalten bleibt. Zum einen begleitet die Allee aus Bäumen viele Menschen auf ihrem Verkehrsweg mit dem Auto und zum anderen ist sie auch Lebensraum.

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Die B1 entlang der Westfalenhallen. Und ihre charakteristische Baumallee. Foto: Bianca Schwingenheuer/Dortmund24

Durch die von der Stadt geplanten Umbaumaßnahmen würden 200 Meter lange Schneisen im Baumbestand entstehen, die den Verkehrslärm automatisch weiter in die angrenzenden Wohngebiete tragen würden. Mit ihrem alternativen Konzept möchte die Initiative erreichen, dass die Barrierefreiheit an den Haltestellen auch ohne die Baumfällung geschaffen wird. „Die Aufträge für die Umbaumaßnahmen sind noch nicht vergeben, deshalb müssen wir jetzt während der Planungsphase aktiv werden“, erklärt Gerhard Schubert, Vorsitzender des B1-Initiative Dortmund e.V..

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So sieht das Alternativkonzept des B1-Initiative Dortmund e.V. aus. Qulle: b1-allee-erhalten.de

Unterschriftenaktion als Unterstützung des Alternativkonzepts

Zur Verdeutlichung der Belange der Bürger haben Anwohner an der B1 zusammen mit der Initiative bereits im November 2016 eine Unterschriftenaktion gestartet. Bisher haben mehr als 800 Dortmunder die Forderungen der Initiative unterstützt. Die Unterschriften sollen demnächst auch dem Dortmunder Baudezernat vorgelegt werden.

Dortmunder Bürger sollen in Planungen mit einbezogen werden

Hierzu berichtet Gerhard Schubert: „Im Januar haben wir einen Termin bei der Stadt. Dort werden wir unser Konzept vorstellen und deutlich machen, dass wir in die Planungen mit einbezogen werden möchten.“ Der Vorsitzende der Initiative fordert keineswegs, dass von Seiten der Stadt sofort eine Entscheidung getroffen wird. „Aber vor einer Festlegung auf eine Variante sollten die Dortmunder Bürger offen über die Alternativen und damit verbundenen Konsequenzen, wie zum Beispiel Folgekosten informiert werden“, so Schubert.

Vorstandsmitglieder der B 1-Inititiative zu Besuch bei MdB Marco Bülow im Dt. Bundestag am 9. 5. 2014 (von links: Gerhard Schubert, Dieter Sutor, Marco Bülow, Dr. Peter Jacobs und Marlies Schellbach). Foto: B1-Initiative
Vorstandsmitglieder der B 1-Inititiative zu Besuch bei MdB Marco Bülow im Dt. Bundestag im Mai 2014
(von links: Gerhard Schubert, Dieter Sutor, Marco Bülow, Dr. Peter Jacobs und Marlies Schellbach). Foto: B1-Initiative

Unter diesem Link könnt ihr mit einer Unterschrift weiterhin den Erhalt der Allee an der B1 unterstützen.