450.000 Euro: Zeche Zollern baut neues Bergwerk zum Anfassen

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Ausstellung "Alles nur geklaut" im LWL-Industriemuseum in Dortmund. Foto: Nadja Lucas/Dormund24

Dortmund/NRW - Wie haben Bergmänner ihren Beruf im Bergwerk gelernt? Im neuen Stollen-Nachbau der Zeche Zollern können Besucher die Antwort bald selbst herausfinden.

Wie haben Bergmänner eigentlich ihren Beruf erlernt? Im neuen Stollen-Nachbau der Zeche Zollern können Besucher die Antwort bald selbst herausfinden. Bis Sommer 2019 soll das interaktive Bergwerk im LWL-Industriemuseum fertig sein.

In Bövinghausen lebt der Bergbau weiter

Der Bergbau gehört zum Ruhrgebiet wie der Topf zum Deckel. Auch der Kohleausstieg ändert daran nichts: In Museen wie dem LWL-Industriemuseum Zeche Zollern in Bövinghausen lebt die Ära heute noch weiter.

Jetzt bekommt das Museum Zuwachs durch einen Stollen-Nachbau, der das Besuchererlebnis noch interaktiver machen soll. Bis Sommer 2019 soll das ehemalige Lehrbergwerk der Zeche Westerholt im Industriemuseum wieder aufgebaut werden und so einen Einblick in den Alltag der Bergmänner ermöglichen.

Lehrbergwerk zum Anfassen: So lief die Ausbildung zum Bergmann

Viele Menschen können sich heute kaum noch vorstellen, wie die Ausbildung zum Bergmann ausgesehen hat. Für 450.000 Euro soll das restaurierte Lehrbergwerk den Besuchern den Alltag und die Ausbildung der Arbeiter näher bringen. Laut den Ruhr Nachrichten werden davon 260.000 Euro von der RAG-Stiftung, die die Kohle-Kultur fördert, übernommen.

Projektionen und Licht erwecken dabei den Eindruck eines langen, tiefen Stollens - auch wenn das eigentliche Lehrbergwerk sich über Tage befindet. Besucher sollen so die Arbeit in den dunklen, engen Tunneln nachvollziehen können. Gefährlich ist das Ganze aber nicht: Wer im Bergwerk im Industriemuseum den Kohlealltag erleben will, ist bestens geschützt.

Hands-on-Stationen als Highlight des Bergwerks

Neben reinen Infotafeln soll es in dem Lehrbergwerk der Zeche Zollern auch viele "Hands-on-Stationen" geben - also Bergbau zum Anfassen. Die Stationen widmen sich beispielsweise den physikalischen Prinzipien des Bergbaus oder der Hydraulik, die damals wichtig war.

Originale Geräusche aus dem Bergbau und eine Rüttelplatte, die die Erschütterungen des Kohleabbaus imitiert, runden den interaktiven Museumsbesuch ab.

Weitere Informationen dazu findet ihr bei den Ruhr Nachrichten.