15-Jährige in Dortmund-Hörde erstochen: Siebeneinhalb Jahre Haft gefordert

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Tödlicher Streit in Dortmund-Hörde. Foto: dpa

Dortmund/NRW - Der Prozess um einen Streit mit Todesfolge am Bahnhof in Dortmund-Hörde geht in die finale Phase. Die Staatsanwaltschaft fordert siebeneinhalb Jahre Haft.

Am 23. Februar 2018 kam es auf einem Parkdeck am Hörder Bahnhof in Dortmund zu einem schweren Streit zwischen zwei Mädchen. Eine heute 17-Jährige soll dabei einer 15-jährigen Bekannten mit einem Messer in die Brust gestochen haben. Sie verstarb später im Krankenhaus.

Wegen einer Banalität gerieten Ende Februar 2018 zwei jugendliche Mädchen auf einem Parkdeck in Dortmund-Hörde in einen Streit. Im weiteren Verlauf soll die ältere der beiden - eine heute 17-Jährige - auf den Brustkorb der jüngeren 15-Jährigen eingestochen haben. Die Verletzungen waren so schwer, dass sie ihnen später im Krankenhaus unterlag und verstarb.

Prozessbeginn im Sommer des vergangenen Jahres

Die Tatverdächtige ist nach dem Vorfall in Untersuchungshaft gekommen und hat dort lange zu den Vorwürfen geschwiegen. Am 9. August 2018 ist schließlich der Prozess am Dortmunder Landgericht gestartet - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Staatsanwaltschaft fordert siebeneinhalb Jahre Haft

Im Prozessverlauf hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag (30. Januar) siebeneinhalb Jahre Jugendhaft beantragt. Sie plädiert auf Totschlag.

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Die Verteidigung des Mädchens hat dagegen maximal sechs Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge gefordert. Das Urteil soll am Mittwoch (13. Februar) gesprochen werden. Erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit. mit dpa-Material