1000 neue Mieträder für Dortmund - und das überall!

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Ein Leihfahrrad der Firma oBike steht am 30.11.2017 am Ufer des Maschsees in Hannover (Niedersachsen). Seit Mitte November 2017 bietet der Anbieter oBike aus Singapur auch in Hannover ein stationsloses Fahrradverleihsystem an. (zu dpa "Bike-Sharing: Schleppender Start in Niedersachsen und Bremen" vom 03.12.2017) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Dortmund/NRW - Fahrräder spontan mieten und abstellen wo man will? Diese Kombination gibt es so im Dortmunder Raum noch nicht. Bald aber!

Fahrräder spontan mieten und abstellen wo man will? Diese Kombination gibt es so im Dortmunder Raum noch nicht. Bald aber! Die Stadt Dortmund testet zwei Anbieter eines neuartigen Verleihsystems.

Die sogenannten "Freefloater" sind stationslose Verleihsysteme, die ausschließlich per App genutzt werden. Die Räder werden frei im öffentlichen Raum abgestellt und die Ausleihe wird über eine App gesteuert. Damit können Radfahrer mühelos das nächste Leihrad finden und es nach der Fahrt einfach im öffentlichen Raum wieder abstellen.

Sie sollen das vorhandene stationsgebundene System von Nextbike ergänzen. Zwei chinesische Anbieter, "ofo" und "oBike" , wollen mit Beginn der Fahrradsaison Anfang April dieses Jahres starten. Laut Stadt ist das Radpotenzial in Dortmund bei weitem noch nicht ausgeschöpft und lässt weitere Anbieter zu. Die Systeme können sich ergänzen und voneinander profitieren.

Vorbild China

Seit 2014 haben sich – vor allem im südostasiatischen Raum – zahlreiche Start-ups unter den Fahrradverleihern gegründet, die seit 2017 auch auf den europäischen Markt drängen. Die meisten davon sind die sogenannten "Freefloater". Eine Dortmunder Delegation war im vergangenen Jahr in Xiang (China) unterwegs und hat dabei einige Leihradanbieter in der Stadt gesehen. Darauf hin sind sieben Anbieter auf Dortmund zugekommen und haben ein konkretes Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. Mit vier Anbietern hat die Verwaltung Gespräche geführt. Entschieden hat man sich letztendlich für "ofo" und "oBike".

Start mit 500 Rädern

Geplant ist, zunächst mit je 500 Rädern zu beginnen. Nach und nach will man die Anzahl erhöhen. Am Starttag sollen je Anbieter jeweils fünf Räder an insgesamt 100 Orten aufgestellt werden. "Ofo" beginnt zunächst im Bereich Innenstadt, Dorstfeld, Universität und im Veranstaltungsbereich. "oBike" in der Innenstadt und der Nordstadt und den östlich angrenzenden Bereichen. Beide Anbieter sehen ihr Geschäftsfeld aber im gesamten Stadtgebiet und wollen später alle Stadtbezirke bedienen. Da Freefloater keine festen Stationen haben, ändert sich die räumliche Verteilung und die Verfügbarkeit der Räder ständig. Die registrierten Nutzer finden die verfügbaren Räder jeweils über ihre App.

Zukunft ist ergebnissabhängig

Die Freefloating-Systeme sind lernende Systeme. Anhand der Ausleihvorgänge können die Bedarfe der Nutzer erkannt und die Räder entsprechend im Raum verteilt werden. Die Marktentwicklung wird zunächst beobachtet. Diese Beobachtung ist die Grundlage für weitere Schritte.

In München, Frankfurt und Hannover hat "oBike" seine Räder bereits abgestellt. Zwischenzeitlich gab es dabei sogar Probleme; denn "oBike" hat die bayrische Metropole gleich mit 7.000 Leihrädern beglückt. Das führte zu vielen Beschwerden über herumliegende und ramponierte Drahtesel.