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Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc (56) hat sich zur Transferoffensive des BVB geäußert und die Hintergründe der neuen Vereinspolitik beleuchtet.

  • Michael Zorc sieht den BVB in der neuen Spielzeit deutlich besser aufgestellt.
  • Der Verein hat in den letzten Jahren gut gewirtschaftet.
  • Die Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben ist ihm weiterhin sehr wichtig.

Der BVB ist mit dem wertvollsten Kader der Klubgeschichte in die Vorbereitung gestartet. Der Marktwert des Teams liegt nach Rekordinvestitionen in Höhe von 127,5 Millionen Euro nun bei stolzen 720,6 Millionen. Zorc hat jetzt im Interview mit der SportBild verraten, warum der BVB so viel Geld in die Hand genommen hat.

Zorc sieht die Mannschaft besser aufgestellt als zuletzt

„Wir haben durch unsere Transfers vor allem an Qualität dazugewonnen, aber sind dadurch auch in der Breite besser aufgestellt. Wir haben jede Position doppelt besetzt und adäquaten Ersatz, wenn ein Spieler mal verletzt ausfällt“, sagte der 56-Jährige, den vor allem die zahlreichen Rückschläge in der zweiten Halbserie geärgert haben:

„In der vergangenen Rückrunde haben uns die vielen Ausfälle einige Male vor Probleme gestellt.“ Nun ist man beim BVB aber auf alle Eventualitäten vorbereitet. Der Sportdirektor reagiert damit auch auf die „suboptimale Spielplangestaltung“ der DFL.

Pulisic-Transfer war der Startschuss

Wie Zorc, der offenbar immer noch nach einem Stürmer Ausschau hält, gegenüber der SportBild erklärte, ist die Entscheidung für einen Großumbau des Kaders ziemlich früh gefallen und nicht erst in der Schwächephase der Rückrunde. Ein großer Vorteil aus seiner Sicht.

„Der Anfang Januar feststehende Verkauf von Christian Pulisic (für 64 Mio. Euro zu Chelsea; Anm. d. Red.) war der Startschuss für unsere Transferbestrebungen. Das war natürlich ein Vorteil, weil wir früh Planungssicherheit hatten und uns rechtzeitig um unsere Wunschspieler bemühen konnten.“

Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben muss stimmen

Dass der BVB und Zorc in diesem Jahr so viel investieren konnte, liegt vor allem an der guten und nachhaltigen Arbeit der vergangenen Jahre.

Neben TV-Geldern und Einnahmen aus den Europapokalwettbewerben, konnte der BVB vor allem durch teure Spielerverkäufe sein Festgeldkonto in die Höhe schrauben. Alleine die Verkäufe von Ousmane Dembele, der kürzlich dem FC Bayern abgesagt hat und Premier League-Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang brachten fast 180 Millionen ein.

Zorc sagt: „Wir achten darauf, dass die Balance zwischen unseren Ausgaben und Einnahmen stimmt. Da wir in den vergangenen Jahren regelmäßig Transferüberschüsse erzielt haben, haben wir uns in diesem Sommer dazu entschlossen, mehr Geld in die Mannschaft zu investieren.“