BVB-Abwehr: Warum ein Abgang von Zagadou ein Fehler wäre

Zagadou denkt offenbar über einen Abschied vom BVB nach (Foto: dpa)
+
Zagadou denkt offenbar über einen Abschied vom BVB nach (Foto: dpa)

Dan-Axel Zagadou ist wohl unzufrieden bei Borussia Dortmund und sieht sich nach Alternativen um. Warum der BVB ihn nicht gehen lassen sollte. Mehr lesen!

Dan-Axel Zagadou ist offenbar unzufrieden beim BVB und denkt über einen Wechsel nach. Das ist auch die Konsequenz aus der Verpflichtung von Mats Hummels. Warum ein Abgang trotzdem ein Fehler wäre.

  • Der FC Arsenal hat offenbar Interesse an Zagadou.
  • Aktuell herrscht ein Überangebot in der Innenverteidigung des BVB.
  • Aufgrund des enormen Potenzials sollte der BVB den Franzosen dennoch halten.

Zagadou denkt über Abschied nach

Wie die Bild gestern berichtete, denkt Dan-Axel Zagadou über einen Abgang nach. Demnach habe der 20-jährige sogar schon seine Berater veranlasst, nach einem neuen Verein zu suchen. Damit würde der Franzose die Konsequenzen ziehen aus dem Überangebot in der Innenverteidigung beim BVB.

+++ Akanji über seine Situation beim BVB: „Habe mich nie als Abwehrchef tituliert“ +++

Nach dem Transfer von Mats Hummels kämpfen dort sechs Spieler um zwei Positionen, wobei der Neuzugang und Abwehrchef Akanji vorerst gesetzt scheint. Dan-Axel Zagadou hatte sich in der kommenden Saison offenbar den nächsten Schritt und einen Stammplatz erhofft.

Starke Hinrunde, schwächere Rückrunde

Zagadous letzte Saison war - wie die der gesamten Mannschaft - zweigeteilt. In der Hinrunde präsentierte er sich sehr stark, hatte teilweise überragende Auftritte, wie beispielsweise in der Champions-League gegen Atlético Madrid. Auch die großen Patzer, die man von ihm aus der Vorsaison kannte, traten nicht auf.

Ein anderes Bild zeichnete sich dann in der Rückrunde. Nach einer längeren Verletzung im Winter konnte Dan-Axel Zagadou, der beim BVB derzeit keine Rolle spielt, nicht mehr an das Level der Hinserie anknüpfen. Hinzu kam, dass sich die gesamte Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte deutlich schwächer präsentierte.

Zagadous großes Potenzial ist offensichtlich

Trotz einer schwächeren Rückrunde mit auch wieder größeren Patzern, ist Zagadous großes Potenzial weiter offensichtlich. Statistisch gesehen ist er der beste Zweikämpfer aller BVB-Innenverteidiger. Sowohl am Boden, als auch in der Luft. Dazu kommt ein starkes Passspiel, was dem BVB einen großen Mehrwert im Aufbauspiel bietet.

Schon allein aufgrund seiner Körpergröße von 1,96 Meter verfügt Dan-Axel Zagadou zudem über ein großes Maß an Lufthoheit. Das kann vor allem bei Standardsituationen wichtig werden. Dort war der BVB vergangene Saison enorm anfällig.

Zwei Innenverteidiger sollen wohl noch gehen

Klar ist, dass sechs Innenverteidiger zu viel sind. Zwei Spieler auf dieser Position sollen den Verein wohl noch verlassen. Der BVB muss dabei auch zusehen, Einnahmen zu generieren. Diese würde Zagadou zweifelsohne bringen. Die Bild schreibt von mindestens 30 Mio. Euro, die ein Verkauf dem BVB bringen würde. Wie France Football berichtet, zeigt der FC Arsenal bereits Interesse.

Zagadou-Verkauf wäre ein Fehler

Dennoch täte der BVB gut daran, diese Einnahmen nicht mit Zagadou zu generieren. Auch Weigl oder Diallo würden wohl Ablösesummen um die 30 Mio. Euro generieren. Und bei diesen beiden hat man eher den Eindruck, dass sie bereits am Maximum ihrer Entwicklung angelangt sind.

Bei Zagadou hingegen, der neben Sancho für den Golden-Boy-Award nomiert ist, scheint dieser Punkt noch lange nicht erreicht. Seine Auftritte in der Hinrunde waren mehr als vielversprechend, das Potenzial für weitere Schritte ist vorhanden. Aber auch Zagadou wird wissen, dass er vorerst wohl nicht an Mats Hummels vorbeikommt und seine Zukunft gründlich überdenken.

Dass der BVB immer auf der Suche nach neuen Perspektivspielern ist, zeigt auch das jüngste Gerücht um ein Island-Talent.