Juwel von Borussia Dortmund

Youssoufa Moukoko im Wartemodus: Warum ihn seine BVB-Teamkollegen in der Startelf fordern

Lange jagte der BVB einem Rückstand gegen Zenit St. Petersburg hinterher. Einer sorgte für die Wende, wenngleich er nicht das entscheidende Tor erzielte.

St. Petersburg – Borussia Dortmund ist Gruppensieger der Gruppe F in der Champions League. Doch die Schwarz-Gelben haben es spannend gemacht gegen Zenit St. Petersburg. Erst als Königsklassen-Debütant Youssoufa Moukoko (16) eingewechselt wurde, änderte sich auch das Spiel des BVB zum Positiven.

SpielerYoussoufa Moukoko
VereinBorussia Dortmund
Geboren20. November 2004 (Alter 16 Jahre)
PositionSturm

Youssoufa Moukoko (BVB): Mit dem Youngster von Borussia Dortmund kommt die Wende

Youssoufa Moukoko bricht den nächsten Rekord. Seit dem 2:1-Sieg des BVB gegen Zenit St. Petersburg (8. Dezember) ist er mit 16 Jahren und 18 Tagen der jüngste Champions-League-Spieler aller Zeiten. Und löst damit Celestine Babayaro (42) ab, der vor 26 Jahren mit 16 Jahren und 86 Tagen für den RSC Anderlecht auflief (alle News zu Youssoufa Moukoko auf RUHR24.de).

Doch der Shootingstar von Borussia Dortmund ist nicht nur Rekordbrecher, er ist auch der Wendenmacher beim BVB. Denn mit ihm haben die Dortmunder wieder einen echten Stürmer in der Spitze, was dem Spiel der Schwarz-Gelben ungemein guttut. Seit dem Ausfall vom verletzten BVB-Knipser Erling Haaland fehlt nämlich genau das.

BVB gegen Zenit St. Petersburg: Mit Youssoufa Moukoko kommt endlich ein richtiger Stürmer

Der 16-Jährige kam in der 58. Minute für Felix Passlack, gute zehn Minuten später, in der 68. Minute, versenkte Routinier Lukasz Piszceck (35) den Ball im Tor. Weitere zehn Minuten später netzte auch BVB-Mittelfeldakteur Axel Witsel (31) nochmal ein.

Zwar hatte Youngster Youssoufa Moukoko bei keinem der beiden Tore eine aktive Beteiligung, doch es ist die Systemänderung, die die Borussen brauchen. Denn die Notlösungen, denen sich Trainer Lucien Favre (63) aktuell bedient, mit Julian Brandt (24), Marco Reus (31) oder Thorgan Hazard (27 im Sturm, bringen den BVB nicht weiter.

Youssoufa Moukoko (BVB): Borussia Dortmund setzt auf einen klassischen Zielspieler

Sie sind keine echten Neuner, insbesondere Julian Brandt fühlt sich auf der Position sichtlich unwohl. Wenn die Sturmspitze des BVB besetzt mit einem klassischen Zielspieler besetzt ist, funktioniert das Kombinationsspiel flüssiger, was den Angriff umso gefährlicher macht.

Durch eine adäquate Besetzung der Neuner-Position bekommt das Spiel der Schwarz-Gelben tiefere Laufwege. Das sieht auch BVB-Trainer Lucien Favre ein: „Stürmer ist wichtig für uns. Er macht seine Bewegungen in die Tiefe“, sagte er in der Pressekonferenz nach dem 1:1-Unentschieden des BVB gegen Eintracht Frankfurt.

Youssoufa Moukoko (BVB): Youngster von Borussia Dortmund bringt die Wende

Auch in diesem Spiel kam der 16-Jährige erst zur zweiten Halbzeit, auch dort konnte der BVB nach der Einwechslung von Youssoufa Moukoko einen Rückstand wieder wettmachen. Torwart Roman Bürki (30) bemerkte nach der Partie gegen die Eintracht: „Wir haben auch gegen Lazio einen klassischen Mittelstürmer vermisst.“ Der BVB braucht im Sturm einen Gelernten wie Youssoufa Moukoko.

Mit Youssoufa Moukoko im Sturm lief es für den BVB gegen Eintracht Frankfurt besser. Er ersetzte den verletzten Erling Haaland.

Für die Verantwortlichen von Borussia Dortmund ist es aber nicht einfach, schließlich kommt Youssoufa Moukoko gerade erst aus der Jugend. Er ist deutlich jünger als viele seiner Gegenspieler, die aktuellen Spiele sind ohnehin eng getaktet und auch für Routiniers eine Belastung.

Für den BVB ist es offensichtlich schwer, einen beständigen Ersatz für den verletzt fehlenden Erling Haaland zu finden. Man möchte Youssoufa Moukoko behutsam heranführen und ihn gleichzeitig angemessen in die Mannschaft einbinden. Fraglich bleibt deshalb, wann der 16-Jährige seinen Startelf-Einsatz bei Borussia Dortmund feiern wird.

Rubriklistenbild: © Dmitri Lovetsky