BVB lässt erneut Punkte liegen: Borussia Dortmund und der rätselhafte Leistungseinbruch in Halbzeit zwei – ein Kommentar

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Der BVB spielt in Freiburg 2:2-Unentschieden, Foto: dpa

Borussia Dortmund kommt auch in Freiburg nur zu einem 2:2-Uentschieden. Dabei zeigt der BVB abermals einen Leistungseinbruch im zweiten Durchgang.

Borussia Dortmund kommt auch im dritten Bundesliga-Spiel in Folge nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Gegen Freiburg zeigte der BVB abermals einen Leistungseinbruch im zweiten Durchgang. Ein Kommentar.

  • Der BVB ist in der Bundesliga nun schon seit drei Spielen sieglos.
  • Einer starken ersten Hälfte folgte in Freiburg ein schwacher zweiter Durchgang.
  • Bereits in Frankfurt, Prag und gegen Bremen zeigte sich dieses Phänomen.

BVB-Kapitän Reus: "Wir müssen es über die Zeit bringen"

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Fans, Spieler und Verantwortliche des BVB erleben momentan regelmäßig ein Déjà-​vu. Einer starken ersten Hälfte folgt meistens eine deutlich schwächere zweite Halbzeit. Das kostet Nerven – und Punkte.

Marco Reus (30) schwankte im Sky-Interview nach Schlusspfiff zwischen Frust und Enttäuschung. „Wir müssen es über die Zeit bringen,“ sagte der BVB-Kapitän. Diese Aussage musste Reus in den vergangenen Wochen schon häufiger machen. Das 2:2 beim SC Freiburg ist bereits das dritte Liga-Unentschieden hintereinander.

Wie in den beiden vorherigen Bundesliga-Partien in Frankfurt und Bremen dominierten die Schwarzgelben auch im Breisgau das Spielgeschehen über weite Strecken der ersten Halbzeit. Axel Witsel (30) brachte den BVB nach 25 Minuten mit einem sehenswerten Seitfallzieher in Führung.

Schwarzgelbes Déjà-​vu: BVB kommt nach Wiederanpfiff nicht mehr in die Spur

Zum Ende von Halbzeit eins schlichen sich aber bereits erste Ungenauigkeiten ins Dortmunder Spiel. Leichtfertige Ballverluste leiteten gefährliche Angriffe des Gegners ein. Dieses Problem begleitet die Borussia ebenfalls schon seit längerem – vorzugsweise bei Auswärtsspielen.

Im zweiten Durchgang agierte der BVB dann völlig von der Rolle. Ein Freiburger Angriff nach dem nächsten rollte auf das schwarzgelbe Tor. Waldschmidts Ausgleich (55.) war die Konsequenz. Erst nach Hakimis Treffer zum 2:1 (67.) bekam Dortmund wieder etwas mehr Kontrolle ins Spiel.

Es ist ein bekanntes Phänomen bei Schwarzgelb. Seit Wochen schon erlebt die Mannschaft nach Wiederanpfiff eklatante Leistungseinbrüche. Den Verwaltungsmodus beherrscht dieses Team ganz offensichtlich nicht. Das nötige Rezept dagegen konnten bislang weder die Spieler noch Trainer Lucien Favre (61) finden.

Dritter Liga-Punktverlust in Folge

Ging es am Mittwoch im Champions League-Spiel gegen Slavia Prag noch gut, rächte sich diese Tatsache in Freiburg wieder. Kurz vor Schlusspfiff erzielte der SC das 2:2. Durch ein Eigentor des BVB. Auch das passte ins Bild.

„Es ist das zweite oder dritte Mal, das wir 1:0 oder 2:1 führen und dann kurz vor Schluss das Gegentor kassieren. Die zwei Punkte fehlen uns natürlich“, sagte ein sichtlich frustrierter Marco Reus.

Sechs Punkte haben die Schwarzgelben nun schon liegen lassen. Dazu kommt die Pleite bei Aufsteiger Union Berlin. Dank eines Patzers des FC Bayern verkürzte der BVB den Abstand auf den Rekordmeister sogar um einen Punkt.

Den Dortmunder Kapitän konnte das jedoch nicht trösten. Das 2:2 sei für die eigenen Ansprüche „natürlich zu wenig“. Und: „So lange wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir nicht auf andere Plätze gucken, machte der 30-Jährige deutlich.